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  Glossar      

Titel:

SensorLab
 

Zusammenfassung:

  SensorLab bietet eine Lernumgebung zum komplexen Bereich der Sensorik. Der Lernende kann sich sein Sensorik Know-How vom Verständnis der Grundlagen, über ausgewählte Anwendungsbeispiele bis zu eigenständig zu bearbeitenden Übungsaufgaben erarbeiten.  
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z 

  A  
  Abfallverzögerung
Die Abfallverzögerung stellt eine häufig verwendete Form der Zeitbausteine dar. Kennzeichnend für die Abfallverzögerung ist, dass das Ausgangssignal um die Zeit t länger aktiv ist als das Eingangssignal.
 
  Ablaufdiagramm
Zeichnerische Darstellung, die den zeitlichen Ablauf einer Steuerungsaufgabe Schritt für Schritt darstellt. Die wichtigsten Ablaufdiagramme sind Datenflussplan und Programmablaufplan. In der SPS-Technik werden auch Funktionspläne und Anweisungslisten, im Maschinenbau und in der Pneumatik das Weg-Schritt-Diagramm zur Beschreibung von sequentiellen Abläufen verwendet.
 
  Ablaufglied
Kombinationsglied, das die für einen Ablaufschritt notwendigen Funktionen enthält.
 
  Ablaufkette
Schaltwerk, das den schrittweisen Ablauf von Ablaufsteuerungen steuert. Wesentliches Kennzeichen: Von den n Ausgängen der Ablaufkette hat nur einer der Ausgänge während eines Schrittes den Signalwert 1. Das Weiterschalten von einem Schritt auf den programmgemäß folgenden erfolgt bei erfüllten Weiterschaltbedingungen. Eine Ablaufsteuerung kann eine oder mehrere Ablaufketten enthalten. (DIN 19237)
 
  Ablaufplan
Schriftliche oder grafische Darstellung des Steuerungsablaufes einer Maschine oder Steuerung mit Hilfe genormter Symbole. Es werden dabei alle Funktionen aufgeführt, die miteinander in Zusammenhang stehen. Ein Ablaufplan dient als Programmiervorlage und zur Fehlersuche in Steuerungen.
 
  Ablaufprogramm
Ein in einzelne Schritte aufgegliedertes Programm, welches schrittweise abgearbeitet wird. Dabei muss der programmgemäß nächste Schritt nicht unbedingt der Schritt mit der nächsthöheren Schrittnummer sein. Sprünge, Schleifen und Verzweigungen sind möglich.
 
  Ablaufschaltwerk
Schaltwerk, das den schrittweisen Ablauf von Ablaufsteuerungen steuert. Wesentliches Kennzeichen: Von den n Ausgängen eines Ablaufschaltwerks können während eines Schrittes gleichzeitig mehrere Ausgänge den Signalwert 1 annehmen. Das Weiterschalten erfolgt wie bei der Ablaufkette. (DIN 19 237)
 
  Ablaufschritt
Kleinste funktionelle Einheit des Programms einer Ablaufsteuerung.
 
  Ablaufsteuerung
Steuerung, die in nacheinander ablaufende Schritte unterteilt ist. Erst nach Ausführung des einen Schrittes wird der nächste ausgeführt. Das Weiterschalten von einem Schritt zum nächstfolgenden hängt von bestimmten Bedingungen, den Weiterschaltbedingungen, ab. Je nachdem, ob die Weiterschaltbedingung von Zeitabläufen oder von Signalen des gesteuerten Prozesses abhängig ist, wird zwischen zeitgeführten und prozessabhängigen Ablaufsteuerungen unterschieden; die meisten Steuerungen sind jedoch Mischformen aus beiden Formen.
 
  Abluft
Druckluft, die zur Atmosphäre entlüftet. In pneumatischen Steuerungen müssen an der Mehrzahl der verwendeten Elemente Abluftbohrungen (Entlüftungsbohrungen) vorhanden sein, damit die Ventile oder Arbeitselemente ihre verschiedenen Stellungen erreichen können. Die Abluft kann auch in einer gemeinsamen Abluftleitung zusammengefasst werden.
 
  Abluftdrosselung
Verfahren der Geschwindigkeitsregulierung der Kolbenbewegung bei doppeltwirkenden Zylindern, bei der die Abluft gedrosselt wird. Hierbei ist der Kolben zwischen zwei Luftpolster eingespannt, was auch bei Lastschwankungen einen gleichmäßigen Vorschub ermöglicht.
 
  Abscheider
siehe Wasserabscheider
 
  Absolutdruck
Absolutdruck bezeichnet den Druck, der auf eine Fläche wirkt.
 
  Absolute Wegmessung
Bei der absoluten Wegmessung ist jeder Messwert aufgrund eines eindeutigen Maßstabes, z.B. eines Codelineals, ohne Bezug auf den vorangegangenen Messwert erfassbar. Jedes programmierte Maß bezieht sich auf die Nullposition des Werkstücks.
 
  Absorptionstrocknung
Chemisches Verfahren zum Trocknen von Druckluft mit einem Trockenmittel. Die Druckluft durchströmt eine Salzfüllung, der Wasserdampf verbindet sich mit dem Salz und wird mit dem Kondensat abgeleitet. Das Trockenmittel wird dabei chemisch verändert.
 
  Abtastung
Erfassen von Signalen innerhalb vorgegebener Wegstrecken oder Zeiten. Die Abtastung bei der Wegerfassung kann mechanisch durch Berührung von entsprechend angeordneten Teilen an Schaltern erfolgen; eine berührungslose Abtastung erfolgt z.B. über magnetisch geschaltete Sensoren (elektrisch oder pneumatisch) oder über Luftschranken und Reflexdüsen.
 
  Abwärtszähler
Abwärtszähler sind Zählbausteine, bei denen von einer positiven Zahl nach Null gezählt wird. Meist sind es Vorwahlzähler, die beim Erreichen von Null ein Signal ausgeben.
 
  Adaptiver Regler
Regler, der seine Parameter (P-, I-, D-Anteil) ständig den Gegebenheiten der Regelstrecke anpasst.
 
  Addierer
Logikeinheit, die die Summe der an ihren Eingängen anliegenden Binärzahlen errechnet. Der Addierer kann auch zur Subtraktion verwendet werden.
 
  Adressbus
Leitungsbündel eines Systems, mit dem ausschließlich Adressinformationen übertragen werden, z.B. Adressen von Ein- oder Ausgängen, Merkern oder Peripheriegeräten.
 
  Adresse
Zahl zur Kennzeichnung eines Speicherplatzes. Mit Hilfe der Adresse können z.B. Daten auf einem bestimmten Speicherplatz gespeichert oder von dort wieder gelesen werden.
 
  Adressteil
siehe Befehl, Steuerungsanweisung
 
  Aktor
Ausführende Elemente einer Steuerung. Mit ihnen werden Bewegungen erzeugt (Zylinder, Motoren) oder andere Leistungen (elektrisch, mechanisch, thermisch oder hydraulisch) erbracht. Auch Meldeeinrichtungen wie Lampen gehören zu den Aktoren einer Steuerung.
 
  Aktorik
Die Aktorik umfasst alle Geräte und Einrichtungen innerhalb der Steuerungstechnik, die direkt in den Massenfluss eingreifen. Beispiele sind der Zylinder (Linearbewegung), der Motor (Drehbewegung), das Ventil (Gasfluss), der Schütz (Heizung) u.ä. Je nach Betrachtungsweise werden zur Aktorik auch die Stellglieder mitgezählt: Der Zylinder wird durch ein Ventil angesteuert, der Motor durch ein Schütz usw. Wird das Steuergerät betrachtet, beispielsweise eine Speicherprogrammierbare Steuerung, dann wird das Ventil und der Schütz mit zur Aktorik gezählt. Wird die Bewegung betrachtet, kann das Ventil oder der Schütz zur Prozessorik gezählt werden.
 
  Akustikkoppler
Ein Modem, das binäre Signale zur Datenübertragung über Telefon in hörbare Töne umwandelt und umgekehrt. Dem 1-Signal und dem 0-Signal werden verschiedene Tonfrequenzen zugeordnet.
 
  Algorithmus
Folge von Handlungsanweisungen, die auszuführen sind, um ein Problem zu lösen. Dabei muss eindeutig vorgeschrieben sein, was wann und mit welchen Daten getan werden muss. Jede dieser Handlungsanweisungen muss bekannt, durchführbar und reproduzierbar sein. Wird ein Algorithmus mit einer Programmiersprache dargestellt, erhält man einen Teil eines Programms.
 
  Alphanumerisch
Mit alphanumerisch bezeichnet man alle Zeichen, die entweder Buchstaben oder Ziffern sind.
 
  Ampere (A)
Maßeinheit der elektrischen Stromstärke.
 
  Amplitude
Maximaler Betrag einer Wechselgröße.
 
  Analog
Entspricht eine Messgröße einer Signalgröße, dann spricht man von der Analogie der beiden Größen zueinander. Die Werte sind stetig und stufenlos. Der Gegensatz von analog ist »digital.
 
  Analog-Digital-Wandler
Elektronikschaltung, die Momentanwerte analoger Signale in dazu proportionale Zahlenwerte umsetzt. Das analoge Signal wird zu gewissen Zeitpunkten abgefragt, als zeitlich konstantes Signal gespeichert und dem Analog-Digital-Wandler als Eingangsgröße A zugeführt. In dieser Zeit baut der Analog-Digital-Wandler intern ein digitales Signal auf, das der Eingangsgröße A möglichst genau entspricht. Das ganzzahlige Vielfache der Grundeinheit E (siehe Digitalsignal) wird dazu als Zahlenwert D in dualer Form vom Analog-Digital-Wandler ausgegeben. Beispiel: Ein Temperatursensor liefert ein analoges Spannungssignal. Dieses wird zur Auswertung durch einen A/D-Wandler in ein Digitalsignal umgewandelt.
 
  Analoge Steuerung
Eine innerhalb der Signalverarbeitung mit analogen Signalen arbeitende Steuerung. Anmerkung: Die Signalverarbeitung erfolgt mit stetig wirkenden Funktionsgliedern. (DIN 19237)
 
  Analogsignal
Signalart, bei der jedem Wert eines Wertebereiches ein bestimmtes Signal zugeordnet ist. Dieses Signal kann innerhalb bestimmter Grenzen jeden beliebigen Zwischenwert annehmen. Das Signal ist punktweise stetig. Analoge Signale sind z.B. die Höhe der Quecksilbersäule eines Thermometers oder der Zeigerstand eines Messgerätes.
 
  Anlage
In der Automatisierungstechnik bezeichnet man die Gesamtheit der maschinellen und anderen Ausrüstungen eines Betriebes, die zur Produktion oder Fertigung gehören, als Anlage (Produktions- oder Fertigungsanlagen).
 
  Anschlussplan
Anschlusspläne sind Pläne, in denen die Anschlussstellen einer elektrischen Einrichtung und die daran angeschlossenen inneren und äußeren leitenden Verbindungen dargestellt sind. Sie dienen als Unterlagen für Fertigung, Montage und Wartung. Es können Hinweise auf die entsprechenden Stromlaufpläne und Anordnungspläne sowie auf Funktionszugehörigkeit gegeben werden. (DIN 40719)
 
  Ansprechempfindlichkeit
Unter Ansprechempfindlichkeit versteht man die Änderung einer zu messenden Größe (z.B. Druck, Durchfluss, Temperatur o.ä.), die mindestens nötig ist, damit diese Änderung vom Messgerät registriert wird. Dabei muss sich das Signal stetig in die gleiche Richtung verändern. Die Angabe der Ansprechempfindlichkeit erfolgt meist in Prozent des Maximalwerts.
 
  Ansprechzeit eines Zylinders
Zeit, die zwischen Eintritt des Druckmittels und Beginn der Kolbenbewegung vergeht. Diese kann je nach Belastung, Widerstand und Reibung der Kolbenstange unterschiedlich sein.
 
  Antivalenz
Andere Bezeichnung für eine EXKLUSIV-ODER-Verknüpfung.
 
  Anweisung
Einzelne Anweisung oder Befehl einer Anweisungsliste oder eines Befehlsvorrates. In einer höheren Programmiersprache abgefasste Arbeitsvorschrift. Die Anweisung ist ein elementarer Baustein der Programmierung, der die Zentraleinheit zur Ausführung einer oder mehrerer bestimmter Operationen veranlasst. Die meisten Anweisungen bestehen aus einem Operationsteil, der die Funktion beschreibt, und einem Operanden, der Daten oder Adressen beinhaltet. Eine Anweisung kann sowohl bedingt als auch unbedingt ausgeführt werden.
 
  Anweisungsliste
Programmiersprache für Speicherprogrammierbare Steuerungen, mit deren Befehlsvorrat alle logischen Verknüpfungen und Abläufe programmiert werden können. Eine Anweisungsliste kann sowohl schritt- als auch verknüpfungsorientierte Elemente enthalten. Beispiel: Ein SPS-Programm für eine logische UND-Verknüpfung kann als Anweisungsliste folgende Form haben: WENN E 1.0 UND E 1.1 DANN SETZE A 2.0 (DIN 19239, VDI 2880, IEC 65A)
 
  Anwenderprogramm
In der Steuerungstechnik ein von oder für einen Anwender geschriebenes Programm für ein Steuerungssystem, z.B. eine SPS, mit dem eine spezielle Steuerungsaufgabe für den Anwender gelöst wird. Im Gegensatz zu Betriebssystem oder Systemprogrammen.
 
  Anzugsverzögerung
Die Anzugsverzögerung ist die am häufigsten verwendete Form eines Zeitbausteins. Kennzeichnend für die Anzugsverzögerung ist, dass das Ausgangssignal um die Zeit t verzögert wird. Nach Ablauf dieser Zeit muss das Eingangssignal noch logisch 1 sein. Ist das Eingangssignal nur kürzer als die Zeit t logisch 1, dann bleibt das Ausgangssignal logisch 0.
 
  Arbeit
siehe Energie
 
  Arbeitsbewegung
Bewegung, die ein Aktor erzeugt. Dies kann z.B. eine Hub-, Dreh- oder Schwenkbewegung sein.
 
  Arbeitsdruck
Druck, den fluidische Aktoren (Zylinder, Motoren) benötigen, um eine gewünschte Bewegung zu erzeugen und Arbeit zu leisten.
 
  Arbeitskontakt
siehe Schließer
 
  Arbeitsplan
Der Plan, nach dem die Arbeit verrichtet wird. Steht vor der Ausführung.
 
  Arbeitsspeicher
siehe Hauptspeicher
 
  ASCII
Amerikanischer Standardcode für Informationsaustausch. Hiermit werden Ziffern, Buchstaben, Sonderzeichen und Gerätesteuerzeichen als 7-Bit-Binärkombination dargestellt. Es gibt insgesamt 128 codierte Zeichen.
 
  Assembler
Übersetzungsprogramm zur Übersetzung von Assemblerprogrammen in Maschinencode. Wird auch als Bezeichnung für die Assemblersprache verwendet.
 
  Assemblersprache
Maschinenorientierte Programmiersprache. Die Maschinenbefehle sind in mnemonischer Form dargestellt, jedoch muss in der Regel jeder Befehl einzeln programmiert werden. Das bedeutet, dass z.B. eine Multiplikation als Reihe von Additionen programmiert werden muss.
 
  Asynchrone Datenübertragung
Verfahren der seriellen Datenübertragung, das eingesetzt wird, wenn Daten in zeitlich unregelmäßigen Abständen übertragen werden. Dabei wird die Bitfolge der einzelnen Datenblöcke (meistens 1 Byte) durch ein Startbit eingeleitet und durch ein oder zwei Stopbits beendet. Dieses Verfahren wird auch Start/Stop-Verfahren genannt.
 
  Asynchrone Steuerung
Eine asynchrone Steuerung arbeitet ohne Taktsignal. Änderungen des Ausgangssignals werden nur durch Änderung der Eingangssignale ausgelöst.
 
  Atmosphärendruck
Der natürliche Luftdruck, der auf der Erde herrscht. Dieser Druck beträgt ca. 1 bar. Früher wurde dieser Druck als Bezugsdruck für Druckangaben benutzt. Seit Einführung der SI-Einheiten wird das Pascal als Einheit für Druckangaben verwendet. Es gibt nur den Absolutdruck an.
 
  Auffangbehälter
Dient zum Sammeln (Auffangen) von Kondensat, Lecköl und mechanischen Verunreinigungen eines Fluides; meist drucklos, leicht zu öffnen und/oder zu entleeren. Auffangbehälter dienen auch als Grobreiniger in Fluidleitungen, z.B. vor Filtern.
 
  Auflösung
Kleinste mögliche Beeinflussung eines Ausgangssignals durch ein Eingangssignal. Man unterscheidet zeitliche und betragsmäßige Auflösung. Eine hohe Auflösung ermöglicht eine genauere Unterscheidung verschiedener Zustände eines Eingangssignals. Dies geschieht beispielsweise durch häufigeres Abfragen des Eingangssignals (zeitliche Auflösung). Die Auflösung eines Analog-Digital-Wandlers wird bestimmt durch das Verhältnis von Analogsignal und erzeugtem Digitalsignal. Eine Auflösung von 12 Bit bedeutet, dass ein analoger Spannungsbereich in 12 Bit (entspricht 4096 Schritte) unterteilt wird (betragsmäßige Auflösung).
 
  Aufwärtszähler
Aufwärtszähler sind Zählbausteine, mit denen in aufsteigender Reihe gezählt wird. Beim Vorwahlzähler zählt der Aufwärtszähler von 0 bis zur eingestellten Vorwahl und gibt beim Erreichen des vorgewählten Wertes ein Signal ab.
 
  Aufzeichnungsgerät
Ein Aufzeichnungsgerät dient zur elektromagnetischen (oder optischen) Aufzeichnung von Signalen und deren Möglichkeit zur Wiedergabe auf optische und/oder akustische Weise. Beispiele: Oszilloskop, Diskette, Magnettonband, Videogerät.
 
  Ausführungsteil
Der Ausführungsteil ist der Teil einer Steuerungsanweisung, in dem beschrieben ist, was geschehen soll. Zum Ausführungsteil gehören Setz-, Rücksetz-, Sprung-, Rechen-, Lade- und andere Operationen.
 
  Ausführungszeit
Zeit, die zur Ausführung (Abarbeitung) einer einzelnen Anweisung oder auch eines Programms benötigt wird.
 
  Ausgabebaugruppe
Eine der Signalverarbeitung nachgeschaltete und die Ausgabeglieder zusammenfassende Funktionseinheit. Ausgabeeinheiten von Speicherprogrammierbaren Steuerungen haben vor allem folgende Aufgaben zu erfüllen: Spannungsanpassung zwischen Logikteil (Zentraleinheit, Bussystem) und Steuerspannung des angeschlossenen Schützes oder Ventils, Schutz der Zentraleinheit bzw. des Logikteils vor Überspannungen aus dem Steuerteil (galvanische Trennung) und die Leistungsverstärkung des Signals aus dem Logikteil zum Steuerteil.
 
  Ausgang
Anschluss, an dem Daten ausgegeben werden oder über den Daten gesendet werden.
 
  Automatikbetrieb
Betriebsart, in der die Steuerung ohne Eingriff des Bedienenden in einem gestarteten Steuerungsablauf programmgemäß arbeitet.
 
  Automatisierung
Planung und Aufbau von Geräten, Anlagen und Organisationssystemen zum Zweck des selbsttätigen Ablaufs von Arbeitsvorgängen in einer bestimmten Arbeitsfolge ohne Beeinflussung durch den Menschen.
 
  Außenzahnradpumpe
Das in einer Zahnlücke eingeschlossene Flüssigkeitsvolumen wird durch die Drehung der Zahnräder von der Saugseite S auf die Druckseite D gefördert.
 
  Axialkolbenmotor
Ein Motor, dessen Kolben (meist 5) zur Erzeugung einer Drehbewegung axial zur Motorwelle angeordnet sind. Die Hubbewegung wird dabei über eine Taumelscheibe in eine Drehbewegung umgewandelt.
 
  Axialkolbenpumpe
Eine Axialkolbenpumpe wandelt eine Drehbewegung in Hubbewegungen der axial zur Pumpenwelle angeordneten Kolben um. Man unterscheidet Schrägscheiben-, Schrägachsen und Taumelscheibenpumpen.
 
  B  
  Baendermodell
Das Baendermodell besteht aus dem Valenzband, der verbotenen Zone und dem Leitungsband.
 
  Bahnsteuerung
Steuerung zur Erzeugung von Verfahrbewegungen entlang einer Bahnkurve. Bahnsteuerung besitzt einen Interpolator, der zwischen Start- und Zielpunkt einer Bahnkurve laufend die momentanen Soll-Positionen der Werkzeug- oder Werkstücklage berechnet. Die berechneten Soll-Positionen werden mit der Ist-Position verglichen. Aus der Differenz beider Werte leitet die Lageregelung die Stellbefehle für den Vorschub in die einzelnen Achsrichtungen ab. Als Bahnsteuerung wird meistens eine NC-Steuerung verwendet. Die Bahnsteuerungen können in der Regel nur Geraden oder Kreisbögen fahren, kompliziertere Kurven sind selten. Das Werkzeug kann während der Verfahrbewegung am Werkstück im Eingriff stehen, es kann also gleichzeitig bearbeitet werden.
 
  Bandabstand
Den Abstand zwischen Valenz- und Leitungsband bezeichnet man als Bandabstand.
 
  Bar
Einheit für Druckangaben, die neben der offiziellen SI-Einheit Pascal (Pa) in der Technik verwendet wird. 1 bar entspricht 105 Pa oder 0,1 MPa (Megapascal).
 
  BASIC
Beginners All-purpose Symbolic Instruction Code. Symbolischer
Allzweck-Programmcode für Anfänger. Einfache höhere Programmiersprache. Sie
besitzt in der Regel einen Interpreter und gelegentlich einen Übersetzer
(Compiler).
 
  Basiseinheiten
Zu den Basisgrößen gehörende Einheiten, z.B. Meter m (Länge), Kilogramm kg (Masse) usw. Entsprechend gehören zu den abgeleiteten Größen die aus den Basiseinheiten abgeleiteten Einheiten, z.B. 1 m/s für die Geschwindigkeit oder 1kg * m/s2 = 1N (Newton) für die Kraft.
 
  Basisgrößen
Physikalische Größen, die die Grundlage eines Größensystems darstellen. Sie sind voneinander unabhängig, lassen sich also nicht durch Definitionsgleichungen beschreiben, z.B. Länge, Masse oder Zeit. Alle anderen Größen werden aus den Basisgrößen abgeleitet, z.B. Geschwindigkeit aus Weg und Zeit, Kraft aus Masse und Beschleunigung.
 
  Baud
Einheit für die Datenübertragungsgeschwindigkeit. 1 Baud = 1 Bit/s (bps).
 
  Baudrate
Die Baudrate gibt die Geschwindigkeit der Datenübertragung an. Sender und Empfänger müssen auf die gleiche Baudrate eingestellt sein, da sonst Übertragungsfehler entstehen. Gebräuchliche Baudraten reichen von 75 bis zu 19200 Baud.
 
  Bauelement
Kleinste Normaleinheit mit einer bestimmten Funktion, z.B. Widerstand, Diode, Ventil usw.
 
  Baugruppe
Zusammenfassung von Bauelementen, welche somit als Gruppe, genannt Baugruppe, Teil einer gesamtem Anlage, einer Maschine oder eines Geräts sind.
 
  Baustein
Meist fertig einsetzbare Baugruppe, deren Anwendung (durch Einbau und/oder Anbau) ein bereits vorhandenes Gerät hinsichtlich dessen Verwendung ändern kann, oder durch entsprechende Anordnungen von Bausteinen Geräte entstehen. Beispiel: Verknüpfungsbausteine für Sensoren in der Pneumatik.
 
  BCD-Code
Binäre Darstellung von Dezimalzahlen, bei denen jede Ziffer einzeln durch eine Binärzahl mit 4 Bit geschrieben wird.
 
  Bedienelement
Elemente, über die die Bedienperson einer Steuerung Befehle eingibt. Beispiel: Schalter oder Taster zum Starten eines Steuerungsablaufes, Not-Aus-Schlagtaster oder eine alphanumerische Tastatur.
 
  Bedingungsteil
Der Bedingungsteil ist der Teil einer Steuerungsanweisung, in der die Bedingung beschrieben ist. In den Bedingungsteil gehören alle logischen Operationen (UND, ODER, NICHT usw.) und arithmetischen Vergleiche (<, >, = etc.).
 
  Befehl
Anweisung an ein Rechnersystem oder eine Steuerung zur Ausführung einer genau definierten Operation. Ein Befehl besteht aus dem Operationsteil, der die Information enthält, was zu tun ist, und dem Operanden- oder Adressteil, der die Information enthält, wo etwas getan werden soll oder wo die Information abgespeichert ist oder werden soll.
 
  Befehlsvorrat
Gesamtheit der möglichen Anweisungen, die die Zentraleinheit einer Steuerung oder eines Computers verarbeiten kann; d.h. Befehle, denen eine bestimmte Operation zugeordnet ist. Der Befehlsvorrat einer Zentraleinheit umfasst im allgemeinen: Befehle zum Datentransport, arithmetische Befehle, Sprungbefehle und Befehle zur Bearbeitung logischer Verknüpfungen.
 
  Befehlszähler
Der Befehlszähler ist Teil der Zentraleinheit. Ein Register, das die Adresse des Befehles enthält, der als nächstes zur Ausführung ansteht.
 
  Belegungsliste
In einer Belegungsliste werden die z.B. an eine SPS angeschlossenen Geräte (Taster, Ventile, Schütze usw.) benannt und erläutert. Auch interne Funktionseinheiten wie z.B. Zähler, Timer oder Merker können auf diese Art festgelegt werden.
 
  Bernoullisches Gesetz
Daniel Bernoulli: Mathematiker. Nach dem Bernoullischen Gesetz für reibungsfreie Strömungen ist der Druck in Gebieten größerer Strömungsgeschwindigkeit klein. Ist die Geschwindigkeit klein, so steigt der Druck an.
 
  Betriebsart
Nach DIN 19237 ist Betriebsart: "Kennzeichnung von Art und Umfang der Eingriffe in eine Steuerungseinrichtung durch den Bedienenden oder auch durch Rückmeldungen aus der zu steuernden Anlage."
 
  Betriebsdruck
Betriebsdruck ist der Druck einer pneumatischen, hydraulischen oder sonstigen Druckanlage, mit der die Anlage normalerweise betrieben wird. Dabei darf der Betriebsdruck innerhalb festgelegter Grenzen schwanken. Werden diese Grenzen über- oder unterschritten, arbeitet die Anlage fehlerhaft.
 
  Betriebssystem
Das Betriebssystem ist Bestandteil jedes Computers. Es bestimmt die Leistungsfähigkeit und das Einsatzgebiet eines Computers. Das Betriebssystem sorgt für den reibungslosen Ablauf der verschiedenen Programme, gibt Befehle für den Zugriff auf Ein-/Ausgänge, Massenspeicher usw. vor, sorgt für den Datenverkehr mit Peripheriegeräten über serielle oder parallele Schnittstellen. Bekannte Betriebssysteme sind z.B. MS-DOS für Personalcomputer, UNIX für Mehrplatzrechner, SPS-Betriebssysteme für Speicherprogrammierbare Steuerungen usw.. Das Betriebssystem steuert den Prozessor, verwaltet den Hauptspeicher und die angeschlossenen Peripheriegeräte.
 
  Betätigungsart
Die Betätigung von Geräten, die manuell, mechanisch, elektrisch, pneumatisch, hydraulisch oder mit einer Kombination dieser durchgeführt werden kann. Die Betätigungsmittel sind genormt und werden an das Symbol rechtwinklig angeordnet.
 
  Bewegungsdiagramm
siehe Weg-Schritt-Diagramm
 
  Bidirektional
Bidirektional bedeutet in beide Richtungen. Bidirektionaler Datenbus: Datentransfer in beiden Richtungen möglich. Bidirektionaler Drucker: Druckt sowohl während des Druckkopfvorlaufes als auch während des Rücklaufes.
 
  Bildsensor
Optisches Sensorsystem zur Erfassung von zwei- oder dreidimensionalen Objekten.
 
  Binär
Binär bezeichnet den Zustand einer Information, die lediglich unterschieden wird in EIN oder AUS. Je nach Anwendung werden verschiedene Bezeichnungen für die beiden Information verwendet: Low/High, 0/1 usw.
 
  Binäre Steuerung
Eine innerhalb der Signalverarbeitung mit Binärsignalen arbeitende Steuerung, deren Binärsignale nicht Bestandteil zahlenmäßig dargestellter Informationen sind. 90% aller Steuerungen sind binäre Steuerungen.
 
  Binärsignal
Das Binärsignal ist die in der Steuerungstechnik am meisten verwendete Signalform. Das Binärsignal unterscheidet nur zwischen zwei Informationen: Ein und Aus. Je nach Anwendung werden verschiedene Bezeichnungen für diese beiden Informationen verwendet, etwa: Low/High, 0/1 etc.. Binärsignale sind einfach und zuverlässig zu erzeugen und stellen eine Information eindeutig dar. Sie eignen sich deshalb besonders zur Verarbeitung in logischen Verknüpfungen.
 
  Binärzahl
Eine Zahl, die mit 2 Ziffern (0 und 1) dargestellt wird. Wird über die 1 hinausgezählt, findet ein Übertrag statt. Binärzahlen werden in Computern zur Zahlendarstellung verwendet.
 
  Bit
Abgeleitet von engl.: binary digit = zweiwertiges (binäres) Zeichen, kleinste Einheit der Information.
 
  Bitparallel
Bitparallel wird eine Datenübertragung zwischen mehreren Rechnern genannt, wenn genügend Drahtverbindungen vorhanden sind, um mehrere Bits, also mehrere binäre Signale, gleichzeitig übertragen zu können. Die häufigste bitparallele (aber byteserielle) Schnittstelle dürfte die sogenannte Centronics-Schnittstelle sein. Eine bitparallele Schnittstelle ist auch der Anschluss der Ein- und Ausgänge an einer Speicherprogrammierbaren Steuerung.
 
  Bitseriell
Bitseriell wird eine Datenübertragung genannt, wenn immer nur ein einzelnes binäres Signal, also ein einzelnes Bit, gleichzeitig übertragen werden kann. Jede binäre Information wird also nacheinander übertragen. Typische bitserielle Datenübertragung findet etwa bei der sogenannten V.24-Schnittstelle statt, oder auch bei der Linienstrom-Schnittstelle. Die Geschwindigkeit der bitseriellen Datenübertragung ist naturgemäß langsamer als die der bitparallelen. Die Geschwindigkeit der bitseriellen Datenübertragung wird in Bits je Sekunde, d.h. in Baud gemessen. Typische Baudraten liegen zwischen 300 und 19200 Baud.
 
  Bitverarbeitung
Die Bitverarbeitung bezeichnet bei Speicherprogrammierbaren Steuerungen die Möglichkeit der logischen Verknüpfung von binären Signalen durch die drei Grundverknüpfungen UND, ODER, NICHT. Mit zur Bitverarbeitung wird heute auch die Möglichkeit einfacher Zähl- und Zeitfunktionen gerechnet, so dass die Bitverarbeitung heute zum Mindestbefehlsumfang einer Speicherprogrammierbaren Steuerung gehört.
 
  Blasenbildung
Im Sättigungszustand enthält Öl bei 1 bar ca. 1 Volumenprozent molekular gelöste Luft. Bei Druckanstieg wird weitere Luft gelöst. Diese wird bei Druckabfall ausgeschieden, wodurch Blasen entstehen.
 
  Blockdiagramm
Signalflussplan unter Verwendung von Blöcken. Es dient als grafisches Hilfsmittel zur Erstellung von Programmen. Die zu erfüllenden Funktionen werden in einzelne Blöcke aufgegliedert, deren Beziehungen untereinander dargestellt werden. (DIN 66001, 66260)
 
  Blockschaltbild
Schematische Darstellung einer Schaltung oder eines Signalflussplanes zur Verdeutlichung des Zusammenwirkens einzelner Funktionsgruppen und Übertragungsglieder.
 
  Boyle-Mariottesches Gesetz
Das Boyle-Mariottesche Gesetz besagt:
 
  Bussystem
Sammelleitungssystem zur Übertragung von Daten zwischen den einzelnen Baugruppen einer Steuerung oder eines Computers. Man unterscheidet zwischen Einfachbusstruktur, bei der die Daten, Adressen und Steuersignale auf demselben Bus seriell übertragen werden, und der Mehrfachbusstruktur, bei der diese jeweils ein eigenes, selbständiges Bussystem besitzen und parallel übertragen werden können.
 
  Byte
Gruppe von 8 Bits. Mit einem Byte lassen sich aufgrund der möglichen Kombinationen der einzelnen Bits 256 verschiedene Informationen codieren: z.B. 256 Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen, 256 Adressen o.ä.
 
  C  
  CAD
Rechnerunterstützung im gesamten Konstruktionsprozess mit Formgestaltung, Konzeptentwicklung, Entwerfen und Detaillieren. Beispiele: Schaltplanentwicklung, Programmentwicklung für eine Speicherprogrammierbare Steuerung mittels Kontaktplan oder Funktionsplan.
 
  CAE
Rechnerunterstützung im gesamten Produktentstehungsprozess, meist in Verbindung mit CAD. Umfasst alle Methoden der Analyse, Simulation und Festigkeitsrechnung zum Testen einer Aufgabenlösung, ohne dass das Produkt oder ein Modell davon real (als Hardware) existiert. Sammelbegriff für Rechnerunterstützung in den Bereichen Konstruktion (CAD = Computer-Aided Design), Arbeitsvorbereitung, Fertigungsplanung (CAP = Computer-Aided Planning), Fertigung, Fertigungssteuerung (CAM = Computer-Aided Manufacturing), Qualitätskontrolle (CAQ = Computer-Aided Quality control).
 
  CAM
Rechnerunterstützte Produktherstellung (Fertigungssteuerung, Materialdisposition, Maschinendatenerfassung usw.). Umfasst alle NC-, CNC- und DNC-Verfahren und Maschinen, ferner Produktionsplanungssysteme (PPS) und Fabrikleitsysteme.
 
  Candela
Maßeinheit der Lichtstärke.
 
  CCITT
Internationale Normenorganisation zur Festlegung von weltweit anerkannten Betriebsparametern im gesamten drahtgebundenen Fernmeldebereich. (Comité Consultativ International Télégraphique et Téléphonique)
 
  Centronics-Schnittstelle
Von der Fa. Centronics entwickelte parallele Schnittstelle (Industriestandard) für Computer-Drucker(Plotter)-Verbindungen. Steckverbindung: 36-polig (25-polig) Baudrate: 150 KByte bis 1MByte pro Sekunde
 
  CIM
Rechnerunterstützung im Produktentstehungsprozess. Einsatz von Rechnern in allen Betriebsbereichen, die mit der Produktion zusammenhängen. Umfasst den gesamten Produktentstehungsprozess von der Präzisierung der Aufgabe über Entwicklung, Konstruktion, Planung, Fertigung bis zur Prüfung und Auslieferung des Produktes. CIM umfasst CAE und die Produktionsplanung und -steuerung PPS.
 
  CMY-Farbraum
Die Primärfarben dieses Farbraumes sind cyan, magenta und gelb. Bei Überlagerung aller drei Farben entsteht schwarz.
 
  CNC-Steuerung
Numerische Steuerung (NC) einer Fertigungsmaschine durch ein eigenes Computersystem. Die Arbeitsanweisungen können direkt an der Maschine im Dialog
programmiert und ausgeführt werden (Werkstattprogrammierung) oder von einem externen Leitrechner (DNC) übernommen werden.
 
  Code
Vorschrift zur Zuordnung (Verschlüsselung) bestimmter Zeichen einer Art zu Zeichen einer anderen Art. System von verabredeten Zeichen zur Informationsübertragung.
 
  Codierung
Umsetzen von Daten von einer Darstellungsart in eine andere. Die Gesamtheit beispielsweise von Buchstaben und ihren entsprechenden Bitkombinationen wird als Code bezeichnet. Ein Code muss nicht unbedingt eine Übersetzung in beide Richtungen ermöglichen. Der Maschinencode eines Programms lässt sich nicht wieder in das Quellprogramm verwandeln.
 
  Compiler
Übersetzungsprogramm, das Quellprogramme einer höheren Programmiersprache in Maschinensprache übersetzt und Maschinencode erzeugt. Der erzeugte Maschinencode ist erst nach einem zweiten Übersetzungslauf, dem Linken (Binden), lauffähig. Beim Linken werden getrennte Programmteile zu einem ablauffähigen Programm verbunden.
 
  Computer
Datenverarbeitungsanlage zur programmgesteuerten Verarbeitung von Daten in analoger oder digitaler Form. Ein Computer besteht mindestens aus Zentraleinheit (CPU), Speicher- und Peripherie-Einheiten.
 
  Coulomb
Maßeinheit der elektrischen Ladung.
 
  CPU
Abkürzung für Central Processing Unit (Zentraleinheit).
 
  D  
  Daten
Darstellung von Fakten oder Befehlen in einer formalisierten Form, welche sich für Interpretation, Kommunikation oder Verarbeitung durch Mensch oder Maschine eignet. Auch: Durch Zeichen dargestellte Informationen.
 
  Datenblatt
Ein Datenblatt enthält die wesentlichen Angaben über eine technische Einrichtung, wie Aufbau, Anwendung, technische Daten, Gefahrenhinweise, Symbol, Anschlussplan.
 
  Datenbus
Bus eines Steuerungssystems, mit dem Informationen (Signale, Daten) übertragen werden.
 
  Datenbyte
Datenblock bei der Datenübertragung, der die zu übertragende Information enthält, also ohne Steuerzeichen, Paritätsbit etc.
 
  Datenendeinrichtung
Allgemeine Bezeichnung für eine Einrichtung zum Senden, Empfangen und Verarbeiten von Daten.
 
  Datenfernverarbeitung
Bei der DFV werden die Daten durch Datenfernübertragung zu einerweit entfernt liegenden Datenstation übermittelt und dort verarbeitet.
 
  Datenfernübertragung
Datenübertragung zwischen Datenstationen über das Fernmeldenetz.
 
  Datenflussplan
Zeichnerische Darstellung aller an einem Programmablauf beteiligten Datenträger, Speicher und Peripheriegeräte und der von diesen ausgeübten Funktionen. Die Darstellung erfolgt mittels genormter Symbole.
 
  Datenformat
Gibt
 
  Datennetz
Spezielles Fernmeldenetz für die Datenübertragung, z.B. Datex-Netz.
 
  Datenpaket
Eine vom Datennetz vorgeschriebene Anzahl von Bits, die als Einheit behandelt wird und Steuerbefehle zur Übermittlung (Zieladresse usw.) enthält.
 
  Datenquelle
Ursprungsort der Daten.
 
  Datensenke
Bestimmungsort der Daten.
 
  Datensichtgerät
Peripheres Gerät zur Ein- und Ausgabe von Anweisungen oder Daten. Meist nur aus Bildschirm und Tastatur bestehend.
 
  Datenstation
Funktionseinheit aus Datenendeinrichtung und Datenübertragungseinrichtung, Sammelbezeichnung für Dateneinrichtungen bei der Datenfernübertragung.
 
  Datenträger
Medium zur Aufzeichnung von Daten. Gebräuchliche Datenträger sind Disketten, Magnetbänder, Festplatten, Lochkarten, Lochstreifen und optische Speicher.
 
  Datenwort
Datenmenge, die von einem Computer als Einheit betrachtet und zusammenhängend verarbeitet wird. Bei Steuerungen und Microcomputern besteht dieses Datenwort meist aus 8 oder 16 Bit.
 
  Datenübertragung
Übermittlung von Daten zwischen verschiedenen Rechnern, Modulen oder vom Rechner an Peripheriegeräte.
 
  Datenübertragungseinrichtung
Eine Datenübertragungseinrichtung wandelt die von einer DEE gelieferten Signale in eine zur Datenübertragung geeignete Form um und umgekehrt.
 
  Datenübertragungsparameter
Parameter der seriellen Datenübertragung - z.B. Übertragungsgeschwindigkeit (Baudrate), Anzahl der Datenbits (Datenformat) und Fehlerprüfbedingungen (Parität) - die zur ordnungsgemäßen Übermittlung der Daten durch Konfiguration der beteiligten Datenstationen aufeinander abgestimmt werden müssen.
 
  Datenübertragungsprotokoll
Regeln, die für den Informationsaustausch zwischen Datenendeinrichtungen erforderlich sind. Funktionen, die durch ein Protokoll definiert werden können, sind u.a. Synchronisation, Steuerung der Datenverbindung, Fehlererkennung, Regeln für die Kennzeichnung von Blockende oder Blockbeginn und Zugangskontrolle in Netzwerken.
 
  Datex-Netz
Öffentliches Wählnetz für die Datenübertragung mit digitaler Übertragungstechnik in zwei Formen: Datex-L (Leitungsvermittlung): Für die Dauer einer Wählverbindung werden die beiden Teilnehmer direkt miteinander verbunden. Datex-P (Paketvermittlung): Für die Dauer einer Wählverbindung werden die beiden Teilnehmer nur virtuell miteinander verbunden. Der Datentransport erfolgt als Speichervermittlung, d.h. die Daten werden an einen Netzknoten vermittelt, dort kurzzeitig zwischengespeichert und anschließend der Zieladresse zugeleitet.
 
  Dauerbetrieb
Geräte oder Teile von Einrichtungen werden in der Praxis für eine bestimmte Einschaltdauer ausgelegt. Für die Einschaltdauer wird der in dieser Betriebszeit unter Berücksichtigung aller Toleranzen und Umgebungsbedingungen auftretende ungünstigste Fall zugrunde gelegt (Worst-Case-Bedingungen). Während dieser Zeit muss das Gerät noch ordnungsgemäß arbeiten. Viele Geräte sind für den Dauerbetrieb ausgelegt, d.h. sie müssen als Teil einer Maschine oder Einrichtung mit dieser die ganze Zeit eingeschaltet sein. Technische Angaben enthalten dann den Hinweis: 100% ED (Einschaltdauer).
 
  Dauerkurzschlussfestigkeit
Dauerkurzschlussfestigkeit bedeutet, dass ein Kurzschluss auf Dauer anstehen kann, ohne daß der Ausgang Schaden nimmt. Ist der Fehler behoben, arbeitet der Ausgang wieder normal.
 
  Dauerzyklus
Betriebsart, bei der eine Steuerung so lange arbeitet, wie es programmgemäß gefordert ist.
 
  Dehnungsmessstreifen
Bauelement der elektronischen Messtechnik. Sie dienen zum Messen von mechanischen Längenänderungen und Verformungen bzw. Kräften und Belastungen. Hierbei wird der physikalische Effekt der Widerstandsänderung eines drahtförmigen Leiters bei Dehnung oder Stauchung ausgenutzt.
 
  Dekodierung
Entschlüsselung oder Rückübersetzung von verschlüsselten (codierten) Daten in eine für das nachfolgende System verständliche Sprache.
 
  Dichtung
Bauteile oder Systeme zur Abtrennung zweier Räume mit unterschiedlichem Druckniveau oder verschiedenen Medien. Sie haben die Aufgabe, das Eindringen oder Austreten von Gasen, Flüssigkeiten oder Fremdkörpern (Staub etc.) zu verhindern.
 
  Differenzdruck
Druckunterschied zwischen zwei Meßstellen. Auch die Differenz zwischen dem Atmosphärendruck und dem Absolutdruck. Manometer geben immer den Differenzdruck an.
 
  Differenzdruckmessgerät
Druckmessgerät, das den Druckunterschied zwischen 2 Messstellen oder 2 Drucken anzeigt.
 
  Digital
Von digitalen Größen ist die Rede, wenn diese nur diskrete Werte annehmen können. Digitale Werte sind, im Gegensatz zu »analogen Werten, in Intervalle unterteilt. Je kleiner die Intervalle sind, desto größer ist die Auflösung. Digitale Größen werden
 
  Digital-Analog-Wandler
Elektronikschaltung zur Umwandlung von binären Worten in entsprechende Spannungen.
 
  Digitale Steuerung
Eine innerhalb der Signalverarbeitung mit digitalen Signalen arbeitende Steuerung, die zahlenmäßig dargestellte Informationen verarbeitet.
 
  Digitalsignal
Im Unterschied zum Analogsignal wird beim Digitalsignal nicht jedem Wert eines Wertebereiches ein bestimmtes Signal zugeordnet, sondern das Signal kann nur eine endliche Anzahl von Werten annehmen. Jeder mögliche Wert ist ein ganzzahliges Vielfaches einer bestimmten Grundeinheit, wobei Werte zwischen zwei Grundeinheiten nicht angezeigt werden. Die Genauigkeit der Anzeige ist daher vom Betrag der Grundeinheit abhängig.
 
  DIN-Normen
DIN-Normung ist die planmäßige, durch interessierte Kreise gemeinschaftlich durchgeführte Vereinheitlichung von materiellen und immateriellen Gegenständen zum Nutzen der Allgemeinheit. DIN-Normen dienen der Rationalisierung, Qualitätssicherung, Sicherheit und Verständigung in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit.
 
  Diode
In der Elektronik ist die Diode ein Bauelement mit hohem bis unendlich hohem Widerstand in einer Stromrichtung und niedrigem Widerstand in der entgegengesetzten Richtung. In der Fluidtechnik ist die Diode gleichzusetzen mit einem Rückschlagventil.
 
  Disjunktion
Andere Bezeichnung für eine ODER-Verknüpfung
 
  Diskette
siehe Datenträger, Floppy-Disk
 
  Diskretes Signal
Signal, das seinen Wert in verschieden großen Stufen verändert.
 
  DNC
Abkürzung für Direct Numerical Control d.h. direkte Steuerung von
NC-Maschinen. Dabei entfällt die Datenübernahme durch Bänder, Lochstreifen
oder Disketten.
 
  Doppeltwirkender Zylinder
Pneumatisches oder hydraulisches Arbeitselement, das linear in beide Richtungen wirkt.
 
  Drahtbruchsicherheit
Drahtbruchsicherheit bedeutet, dass ein eventueller Drahtbruch von einer Steuerung als Fehler erkannt wird und keine Fehlfunktion auslöst. Besonders wichtig ist der drahtbruchsichere Anschluss bei allen Halt-Funktionen (Halt-Taster, Aus-Taster) und beim Not-Aus: Not-Aus und Halt-Funktionen müssen immer als Öffner angeschlossen werden: Bricht der Draht, gilt dies als Halt-Signal, die Maschine stoppt und der Fehler kann gesucht werden. Würde anders verdrahtet, könnte die Maschine bei einem Drahtbruch nicht mehr angehalten werden.
 
  Drehgeber
Der Teil einer Messeinrichtung, der den eigentlichen Messfühler darstellt. Er wandelt die physikalischen Größen Winkel, Strecke oder Drehzahl in eine elektrische Spannung oder in eine Folge von Impulsen um. Drehgeber werden als direkt arbeitende Messmittel für die Winkelstellung von Maschinenteilen eingesetzt, z.B. als Digital-Inkremental-Drehgeber an Rundschalttischen. Ebenso kann man Drehzahlen mit Drehgebern erfassen. Hier werden meist Impulsaufnehmer oder Tachogeneratoren verwendet. Aus Drehgebern in Verbindung mit entsprechender mechanischer Umlenkung werden indirekt arbeitende Wegmeßsysteme gebaut. In allen Fällen wird absolut oder inkremental gemessen und die Signale digital oder analog verarbeitet.
 
  Drehstrommotor
Elektromotor, der mit 3-Phasen-Wechselstrom (Drehstrom) betrieben wird. Man
unterscheidet Synchron- und Asynchronmotoren.
 
  Drehzylinder
Die lineare Bewegung der Kolbenstange eines Zylinders wird über ein Ritzel in eine Drehbewegung umgewandelt. Die Kolbenstange ist eine Zahnstange, die ein im Zylinder gelagertes Ritzel antreibt. Beim Vorhub dreht die Zahnstange dieses Ritzel und erzeugt so eine Drehbewegung. Es gibt auch Drehzylinder mit Flügelzellen. Da diese Drehbewegung endlich ist (Vor- und Rückhub), bezeichnet man diese Zylinder auch als Schwenkzylinder. Sie werden vorwiegend zum Öffnen oder Schließen von Hähnen oder Schiebern, für Wende- und bei Kippvorrichtungen verwendet.
 
  Drosselrückschlagventil
Baugruppe aus Stromregelventil (fest oder verstellbar) und Rückschlagventil. Die Drosselung ist nur in einer Richtung wirksam. In der Gegenrichtung hat das Fluid freien Durchgang. Anwendung: Zur Geschwindigkeitsregulierung eines pneumatischen Antriebes, z.B. durch Zuluftdrosselung. Hierbei wird die Zuluft durch die Drossel reguliert und die Abluft hat in der Gegenrichtung freien Durchgang; dies gilt entsprechend für die Hydraulik.
 
  Drosselung
Verminderung des Durchflusses eines Fluids. Auch elektrische Ströme können gedrosselt werden.
 
  Drosselventil
Stromventil mit verstellbarem oder konstantem Drosselquerschnitt, der durch ein Stellglied verengt werden kann. Je kleiner der Drosselquerschnitt, desto kleiner ist die Durchflussmenge. Die Drosselung ist in beiden Richtungen wirksam.
 
  Druck
Quotient aus der senkrecht auf eine Fläche A wirkenden Kraft F und dem Inhalt dieser Fläche (p = F/A). Als Einheit für den Druck wird heute das Pascal verwendet. 1 Pascal (Pa) ist gleich dem senkrecht auf eine Fläche von 1m2 gleichmäßig wirkenden Druck mit der Kraft von 1 Newton (N). Da die Maßeinheit Pascal für Angaben in der Fluidik zu klein ist (es würden schon bei Normaldrucken mehrstellige Zahlen entstehen), wird das Bar (bar) verwendet.
1 bar = 100 000 Pa = 1000 HPa (Standardatmosphäre 1013,2 mbar = 1013,2 HPa).
 
  Druckaufnehmer
Gerät zum Messen eines Druckes.
 
  Druckbegrenzungsventil
Ventil zur Begrenzung des Druckes in fluidischen Systemen. Wird hauptsächlich in der Hydraulik zur Begrenzung des Systemdruckes verwendet.
 
  Druckbehälter
Geschlossenes Gefäß, unter Druck stehend; Anwendung in Fluidiksystemen, in der Chemischen Industrie, in Druckluftversorgungsnetzen u.ä. Die Druckbehälter dienen als Speicher und zum Glätten pulsierender Durchflussströme. Je nach Volumen und Betriebsdruck sind die Druckbehälter abnahmepflichtig. Ist das Produkt aus Druck (in bar) und Volumen (in Litern) kleiner als 200, dann besteht keine Abnahmepflicht, ist es größer als 200 und kleiner als 1000, besteht einmalige Abnahmepflicht, und ist das Produkt größer als 1000, dann erfolgt eine Abnahme alle 5 Jahre.
 
  Druckbereich
Angaben an Geräten der Hydraulik/Pneumatik, die angeben, in welchem Bereich diese funktionsfähig sind. Eine weitere Druckbereichsangabe betrifft die Sicherheit, die für die Geräte notwendig ist z.B. bei Druckbehältern.
 
  Druckfilterung
Filterung des unter Systemdruck stehenden Fluides in Fluidikanlagen.
 
  Druckflüssigkeit
Die Druckflüssigkeit transportiert die hydraulische Energie vom Ort der Erzeugung (Pumpe) zum Ort der Energieumwandlung (Zylinder, Motor). Außerdem soll die Druckflüssigkeit den Verschleiß aufeinander gleitender Teile mindern, vor Korrosion schützen und eventuell Wärme abführen. Für diese Aufgaben stehen Mineralöle und schwerentflammbare Flüssigkeiten zur Verfügung.
 
  Druckluft-Wartungseinheit
Baugruppe aus Filter, Druckluftregler mit Manometer und Öler. Sie hat die Aufgabe, die Druckluft aufzubereiten, um die Arbeitselemente vor Verschleiß zu schützen.
 
  Druckluftfilter
Filter, der die Aufgabe hat, durchströmende Druckluft von Verunreinigungen und von Kondenswasser zu befreien. Die eintretende Druckluft wird durch Leitschlitze in Rotation versetzt. Durch die dabei entstehende Abkühlung und Zentrifugalkraft wird noch vorhandenes Wasser als Kondensat ausgeschieden und ein Filtereinsatz hält die festen Teilchen zurück.
 
  Druckluftmotor
Pneumatischer Aktor zur Erzeugung von Drehbewegungen. Er ist universell einsetzbar, hat kleine Abmessungen, ist unempfindlich gegenüber Umwelteinflüssen und Belastungen. Druckluftmotoren können im Gegensatz zu Elektromotoren auch in explosionsgefährdeter Umgebung eingesetzt werden. Es gibt verschiedene Bauarten von Druckluftmotoren: Radialkolbenmotor, Axialkolbenmotor und Lamellenmotor.
 
  Druckluftnetz
Fest verlegte und miteinander verbundene Leitungen, die von einem Druckluftbehälter die Druckluft zu den Entnahmestellen der einzelnen Verbraucher leiten.
 
  Druckluftregler
Ein Druckluftregler hält einen gewünschten Arbeitsdruck (Sekundärdruck), unabhängig vom Netzdruck (Primärdruck) und Verbrauch, auf einem konstanten Niveau. Der Arbeitsdruck kann eingestellt werden. Der Netzdruck muss immer höher als der gewünschte Arbeitsdruck sein.
 
  Druckluftsignal
Binärsignal, das mit Hilfe von Druckluft übertragen und dargestellt wird. Das 1-Signal wird durch Anwesenheit und das 0-Signal durch Abwesenheit von Druckluft repräsentiert.
 
  Druckluftspeicher
Behälter, in dem Druckluft bis zu einem Höchstdruck gespeichert werden kann.
 
  Druckluftverdichter
siehe Verdichter
 
  Druckluftöler
Gerät, das die Arbeitselemente einer pneumatischen Anlage mit Schmiermittel (Öl) versorgt. Dabei wird von der durch den Öler strömenden Druckluft Öl aus einem Vorratsbehälter angesaugt, zerstäubt und zum Verbraucher mitgeführt. Die Entfernung eines Ölers zum nächsten Verbraucher sollte 5m nicht überschreiten, da sonst eine ausreichende Versorgung mit Schmiermittel nicht gewährleistet ist.
 
  Druckmessgerät
siehe Druckaufnehmer
 
  Druckminderer
Druckluftregler, welcher die Verbindung zwischen einem Teilsystem höheren Druckes und einem Teilsystem niedrigeren Druckes herstellt.
 
  Druckmittelwandler
Mit einem Druckmittelwandler wird bei gleichem Druck von Luft zu Hydraulikflüssigkeit übergegangen.
 
  Druckniveau
In der Pneumatik wird zwischen 2 Druckbereichen, Normal- und Niederdruck, unterschieden. Normaldruck bezeichnet einen Steuer- und Arbeitsdruck von 3 bis 10 bar. Der Niederdruckbereich wird nur als Steuerdruck verwendet und reicht von 0 bis max. 2 bar.
 
  Druckregler
Gerät zur Regelung eines Druckes.
 
  Druckschalter
Druckaufnehmer, der bei Erreichen eines bestimmten Druckes elektrische Kontakte öffnet oder schließt und so Steuerfunktionen ausübt.
 
  Druckwächter
Druckschalter, der als Überwachungsgerät eingesetzt ist.
 
  Druckübersetzer
Ein Druckübersetzer besteht aus 2 unterschiedlichen Druckkammern x und y zur Erhöhung des Druckes in y. Wird auch in Verbindung mit Druckmittelwandlern verwendet.
 
  Dualsystem
System zur Darstellung von Informationen mit Hilfe des Zahlensystems zur Basis 2. Die duale Darstellung ist eine mögliche binäre Darstellung.
 
  Dualzahl
siehe Binärzahl, Zahlensysteme
 
  Durchfluss
Volumenmenge von Gasen oder Flüssigkeiten, die in einer bestimmten Zeit durch einen festgelegten Querschnitt fließen.
 
  Durchflusssensor
Sensor, der den Massenstrom von Flüssigkeiten oder Gasen misst.
 
  Durchflusswiderstand
Widerstand, den ein reibungsbehaftetes Fluid beim Durchströmen von Leitungen und Ventilen überwinden muss. Er macht sich in Form eines Druckabfalls (Druckverlustes) bemerkbar.
 
  Dynamikbereich
Der Dynamikbereich eines Sensors beschreibt, in welchem Helligkeitsbereich er arbeitet.
 
  Düse
Technische Form eines definierten Widerstandes für Gase oder Flüssigkeiten. Sie finden Verwendung in Abtastsystemen (Düse-Prallplatte, Ringstrahlsensor), hydraulischen oder pneumatischen Netzwerken, Servoventilen und Proportionalventilen.
 
  Dämpfung
Allgemein bei einer mechanischen oder elektrischen Schwingung das Abnehmen der Schwingungsamplitude durch Energieverlust. Im Zylinder wird die Kolbengeschwindigkeit vor dem Hubende durch Verdrängung eines Luft- oder Ölvolumens über eine Drosselstelle vermindert.
 
  E  
  E/A-Baugruppe
In E/A-Baugruppen werden Eingangs- und Ausgangssignale zusammengefasst.
 
  EAROM
Elektrisch veränderbarer Festwertspeicher (ROM). Einzelne Speicherbereiche, z.B. ein Befehl in einem Programmspeicher, können gezielt verändert werden. Vorteil gegenüber einem RAM ist, daß sein Inhalt auch bei Ausfall der Stromversorgung nicht verloren geht.
 
  Editor
Programm, mit dessen Hilfe Daten über die Tastatur eingegeben werden oder sich verändern lassen. Aufgaben eines Editors sind: Abspeichern von Dateien auf Massenspeicher, Laden von Dateien vom Massenspeicher in den Hauptspeicher, Darstellen von Daten auf dem Bildschirm und Ausführung von Editierfunktionen wie: Löschen, Einfügen, Suchen, Austauschen oder Verschieben von Daten oder Datenblöcken.
 
  EEROM
Elektrisch löschbarer Festwertspeicher. Bei dieser Art von Speichern kann der Inhalt nur als ganzes gelöscht und dann mit neuen Informationen beschrieben werden.
 
  Effektor
Die "Hand" eines Roboters, die mit dem Handhabungsobjekt in Wechselwirkung steht. Entsprechend den unterschiedlichen Aufgaben des Roboters (Handhabung, Montage, Werkstückbearbeitung) gibt es auch sehr unterschiedliche Ausführungsformen.
 
  Einfachwirkender Zylinder
Pneumatisches oder hydraulisches Arbeitselement, das linear und nur in eine Richtung Arbeit verrichtet.
 
  Eingabebaugruppe
Die Eingabebaugruppe stellt die Verbindung zwischen Sensorik und Prozessorik her. Die Aufgaben einer Eingabebaugruppe sind: Spannungsanpassung zwischen Steuerspannung und Logikspannung der Zentraleinheit bzw. des Bussystems, Entstörung des Eingangssignals und Schutz des Logikteils vor Überspannungen.
 
  Eingang
Anschluss, dem Daten zugeführt werden oder über den Daten empfangen werden.
 
  Eingangssignal
Das Eingangssignal ist ein von außen direkt auf die Signalverarbeitung oder auf eine Eingabebaugruppe wirkendes Signal.
 
  Eingangsspannung
Spannung, die an einem Eingang anliegt.
 
  Eingangsstrom
Strom, den der Eingang eines elektronischen Gerätes bei Anliegen einer Eingangsspannung infolge seines Eingangswiderstandes aufnimmt.
 
  Eingangswiderstand
Der Eingangswiderstand ist eine Kenngröße eines elektrischen Gerätes. Er bestimmt den Eingangsstrom, der bei einer angelegten Spannung am Eingang fließt.
 
  Einrichtbetrieb
Betriebsart, in der die Stellgeräte einzeln durch Eingriffe des Bedienenden unter Umgehung vorhandener Verriegelungen gesteuert werden. Sicherheitsverriegelungen müssen im allgemeinen wirksam bleiben (z.B. NOT-AUS). Der Einrichtbetrieb wird von dafür ausgebildetem Personal benutzt, um Einzelfunktionen einer Anlage zu testen, die unter normalen Umständen so nicht benutzt werden dürfen.
 
  Einschaltdauer
Die vom Hersteller eines Gerätes zulässige Nutzungsdauer unter Maximalbedingungen. Sie gibt an, zu wie viel Prozent ein elektrisches Gerät an Spannung liegen darf. Bei Kleinmotoren z.B. wird häufig eine ED von 50% angegeben, d.h. der Motor muss in (im Datenblatt anzugebenden) Intervallen abgeschaltet werden. Bei Magnetspulen wird meist eine ED von 100% angegeben, manchmal allerdings abhängig vom Einbauabstand zu anderen Spulen.
 
  Einzelschrittbetrieb
Testbetriebsart, bei der jeder Schritt eines Steuerungsprogramms als Einzelschritt abgearbeitet wird. So können die Ausführung der einzelnen Schritte und die Signalzustände der Ein- und Ausgänge überprüft werden, bevor der nächste Schritt ausgeführt wird.
 
  Einzelzyklus
Betriebsart, die nur einen einzelnen automatischen Ablauf zulässt. Anschließend muss die Steuerung erneut gestartet werden. Das Steuerungsprogramm wird ein einziges Mal abgearbeitet.
 
  Elektrohydraulik
Teilgebiet der Steuerungstechnik. In der Elektrohydraulik sind die Steuerketten mit hydraulischen und elektrischen Komponenten realisiert. Der Leistungsteil, d.h. Antriebsglieder und Energiesteuerglieder, sind hydraulisch ausgeführt. Der Signalsteuerteil, d.h. Signaleingabeglieder und Signalverarbeitungsglieder, sind elektrisch bzw. elektronisch ausgeführt. Der Signalverarbeitungsteil kann speicherprogrammiert oder verbindungsprogrammiert (meistens Kontaktsteuerung) sein. Die Schnittstelle zwischen Signalsteuerteil und Leistungsteil liegt im Stellglied, also im Magnetwegeventil. Das Magnetwegeventil ist auch der Wandler des elektrischen Signals in ein hydraulisches. Neben der Elektrohydraulik gibt es auch eine reine Hydraulik (Handhebelhydraulik), Pneumohydraulik, Servo- und Proportionalhydraulik.
 
  Elektromagnet
Magnet, dessen Magnetfeld durch elektrischen Strom in einer Spule erzeugt wird, die auf einen Eisenkern gewickelt ist. Am einen Ende der Spule entsteht bei Gleichstrom ein magnetischer Nordpol, am anderen Ende ein magnetischer Südpol. Anwendungen des Elektromagneten: Lasthebemagnete, Aufspannvorrichtungen an Werkzeugmaschinen, elektrische Bremsen, Relais und Magnetventile.
 
  Elektromagnetische Verträglichkeit
Elektromagnetische Verträglichkeit ist nach DIN IEC 50 Teil 902: Gleichzeitiges Vorhandensein eines Nutzsignals und einer Störung ohne Verlust der im Nutzsignal vorhandenen Information.
 
  elektromagnetisches Feld
Ein Bereich, in dem elektrischer Strom durch das Bewegen eines Magnetpols entsteht.
 
  Elektromotor
Maschine zur Umsetzung von elektrischer in mechanische Energie. Es wird die magnetische Wirkung des elektrischen Stroms ausgenutzt. Die Hauptteile eines jeden Elektromotors sind der feststehende Stator (Ständer) und der drehende Rotor (Läufer). Man unterscheidet Gleichstrom- und Drehstrommotoren.
 
  Elektron
Ein Elektron ist ein winziges Elementarteilchen, welches negativ geladen ist.
 
  Elektronik
Teilgebiet der Elektrotechnik. In erster Linie eine Schaltungstechnik ohne mechanisch bewegte Teile und Kontakte. In elektronischen Schaltungen finden vorwiegend Halbleiterbauelemente Verwendung.
 
  Elektronische Datenverarbeitung
Datenverarbeitung mit Computern oder elektronischen Schaltungen.
 
  Elektropneumatik
Sammelbegriff für Systeme mit elektrischen, elektronischen und pneumatischen Funktionselementen.
 
  Empfänger
Andere Bezeichnung für Datensenke.
 
  Endlagensensor
Ein Signalglied, das erkennt, ob eine Endlage erreicht ist. Es kann sich dabei um einen mechanischen Positionsschalter, der auch als Grenztaster bezeichnet wird, oder um einen berührungslosen Sensor handeln.
 
  Endschalter
Abtastung, Grenztaster, Sensor
 
  Energie und Arbeit
Energie ist gespeicherte Arbeit oder Arbeitsvorrat. Die Menge der Energie wird durch die Arbeit angegeben, die mit ihr verrichtet werden kann. Energie tritt als ein und dieselbe physikalische Größe in verschiedenen Erscheinungsformen auf:
Als mechanische Energie (kinetische oder potentielle), als Wärme, elektrische Energie, chemische Energie usw.
 
  Energieband
Mehrere Energieniveaus in einem Atom liegen so dicht beieinander, dass man sie sich als ein Energieband vorstellen kann.
 
  Energieerhaltungssatz
Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden. Sie läßt sich nur aus einer ihrer Erscheinungsformen in eine andere umwandeln (kinetische, potentielle Energie, Wärme, chemische, elektrische Energie usw.). Deshalb ist die Energiesumme in einem abgeschlossenen physikalischen System, dem von außen weder Energie zugeführt noch entzogen wird, stets konstant.
 
  EPROM
Festwertspeicher, dessen Inhalt mit UV-Licht gelöscht und anschließend elektrisch mit neuen Informationen beschrieben werden kann.
 
  Ersatzstromkreis
Auch Ersatzschaltbild genannt, ist eine vereinfachende grafische Darstellung des Stromkreises einer elektrischen, elektronischen oder elektromechanischen Einrichtung, in der die näher zu betrachtende Komponenten dargestellt werden.
 
  EXKLUSIV-ODER-Verknüpfung (XOR)
Steuerungstechnische Signalverknüpfung zweier Eingangssignale im Sinne von "entweder oder" (Antivalenzverknüpfung): Der Ausgang wird nur dann wahr, wenn die Eingangssignale entgegengesetztes Signal führen.
 
  F  
  Farad
Das Farad ist die Einheit für die elektrische Kapazität. Es ist eine abgeleitete Einheit.
 
  Farbeigenschaften
Eine Farbe wird durch die drei Faktoren Farbton (auch Hue oder Buntton genannt), Helligkeit (Luminanz) und Sättigung (Buntheit) beschrieben.
 
  Farbtiefe
Sie beschreibt die Anzahl der verschiedenen Farbtöne in einem Bild. Die Farbtiefe steigt mit Anzahl der Farbtöne.
 
  Federrückstellung
Federrückstellung wird eingesetzt, um ein Arbeitselement durch Federkraft wieder in Grundstellung zu bringen. Federrückgestellte Elemente sind z.B. die meisten Relais und Schütze sowie viele Ventile und mechanische Grenztaster.
 
  Fehlerspannung
Fehlerspannung ist die Spannung, die zwischen Körpern oder zwischen diesen und der Bezugserde im Fehlerfall auftritt. Sie kann auch zwischen verschiedenen Geräten oder zwischen Maschinen und geerdeten Teilen, z.B. Gas- und Wasserleitungen auftreten.
 
  Fehlerstrom
Fehlerstrom ist nach VDE/DIN 57100 "der Strom, der durch einen Isolationsfehler zum Fließen kommt".
 
  Feldbus
Serielles Bussystem zum Informationsaustausch zwischen räumlich weit voneinander entfernten Teilen eines Verfahrens oder fertigungstechnischen Prozesses. An diesen dezentralen Stationen des Prozesses befinden sich Sensoren, Aktoren und Steuereinheiten mit unterschiedlicher Komplexität. Hauptvorteile beim Einsatz eines Feldbusses sind die Verminderung der Parallelverkabelung, die Entlastung der übergeordneten Steuereinheit durch dezentrale Vorverarbeitung und die Beseitigung der Schwierigkeiten von Analogwertübertragungen bei einer Digitalisierung in der Unterstation. Bei Ausfall des Leitrechners können die Unterstationen des Feldbusses einen Minimalbetrieb aufrechterhalten.
 
  Feldplatte
Feldplatten sind magnetisch steuerbare Widerstände, die ihren elektrischen Widerstand ändern, wenn ein Magnetfeld auf sie einwirkt. Sie dienen der Positions-, Winkel- und Strommessung.
 
  Festwertspeicher
siehe ROM
 
  Filter
Bauteil oder Baugruppe, dessen Funktion das Zurückhalten von Fremdkörpern in einem Druckmedium ist. Mit der Filterung soll erreicht werden, dass der Verschleiß an bewegten Teilen durch Fremdkörper herabgesetzt und damit die Lebensdauer der Geräte erhöht wird.
 
  Firmware
Firmware sind die Programme, die ein Hersteller von Hardware dem Anwender mitliefert. Diese Programme kann der Anwender nicht verändern und sie sind speziell an die Hardware angepasst. Die Firmware umfasst meist das sogenannte BIOS (basic input/output system) zum Betreiben von Peripheriegeräten und das Betriebssystem.
 
  Fließbilddarstellung
Das Fließbild ist die mit Hilfe von Bildzeichen (siehe DIN 30 600 T1) und Schriftzeichen vereinfachte, zeichnerische Darstellung von Aufbau und Funktion verfahrenstechnischer Anlagen. Es dient der Verständigung der an der Entwicklung, Planung, Montage und dem Betreiben derartiger Anlagen beteiligten Stellen über die Anlage selbst oder über das darin durchgeführte Verfahren.
 
  Flipflop
Bistabiles elektronisches Speicherglied zur Speicherung von 1 Bit. Flipflops sind selbsthaltende Schalter, d.h. der Ausgang behält seinen Schaltzustand auch bei Wegfall des Eingangsimpulses bei. Dieser Schaltzustand wird beibehalten, bis ein gegenteiliges Eingangssignal ansteht. Dies wird pneumatisch oder hydraulisch durch ein Impulsventil und elektronisch durch eine Transistorschaltung realisiert. Heute eine der wichtigsten Speicherschaltungen und wird fast ausschließlich in integrierten Schaltkreisen verwirklicht.
 
  Floppy-Disk
Speichermedium, das aus einer flexiblen Kunststoffscheibe besteht, die ca. 1/10 mm dick ist. Die Oberfläche ist mit Eisenoxid beschichtet und kann magnetisiert werden. Zum Schutz vor Beschädigung befindet sich die Diskette in einer flexiblen Hülle, die innen eine Vliesschicht besitzt. Das Vlies dient zur Verbesserung des Drehmoments und der Selbstreinigung. Es gibt 3 1/2"-Disketten (1,44 MByte) und 5 1/4"-Disketten (bis 1,2 MByte).
 
  Fluid
Gasförmiges oder flüssiges (meist Öl) Druckmedium zur Übertragung von Energie.
 
  Fluidtechnik
Verfahren der Übertragung von Energie durch Gase oder Flüssigkeiten.
 
  Flussdiagramm
siehe Programmablaufplan
 
  Flügelzellenpumpe
Eine Flügelzellenpumpe besitzt einen Stator mit doppelexzentrisch ausgebildeter Innenlaufbahn und Rotor, an dessen radial angeordneten Schlitzen Flügel geführt sind. Die Flügel werden bei Drehung durch Fliehkraft und Druckbeaufschlagung nach außen gegen die Laufbahn des Stators gedrückt. So entstehen zwei gegenüberliegende Druck- und Saugräume.
 
  Flüssigkristallanzeige
Bauelement zur Anzeige von alphanumerischen Zeichen und einfachen Graphiken. Bei Flüssigkristallen wird der physikalische Effekt der Richtungsabhängigkeit (Anisotropie) zwischen Schmelz- und Klärpunkt ausgenutzt. Die elektrische Leistungsaufnahme ist gegenüber anderen Anzeigeelementen (z.B. Leuchtdioden) sehr gering, die Anzeige kann jedoch nur bei Licht gelesen werden, da sie nicht leuchtet.
 
  Folgesteuerung
siehe Ablaufsteuerung, Steuerungsarten
 
  Fortschaltbedingung
siehe Weiterschaltbedingung
 
  Fotodiode
Fotodioden sind Halbleiterdioden, die Lichtschwankungen in Stromschwankungen umwandeln. Sie erzeugen bei der Bestrahlung mit Licht eine Fotospannung, die in einem definierten Verhältnis zur Lichtstärke steht.
 
  Fototransistor
Fototransistoren sind Halbleiterverstärker zur Umwandlung von Lichtschwankungen in Strom- bzw. Spannungsschwankungen. Durch die einfallende Lichtenergie leitet der Transistor.
 
  Fotowiderstand
Lichtempfindlicher elektrischer Widerstand, dessen Widerstand bei Lichteinfall zu- oder abnimmt. Die Hauptaufgabe des Fotowiderstandes ist die Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie.
 
  Freiheitsgrad
Der Freiheitsgrad gibt an, um wie viele Achsen der Greifer eines Industrieroboters bewegt werden kann. Jede Achse bzw. jedes Gelenk ist ein Freiheitsgrad: Heben/Senken, Drehen, Vor/Zurück usw.
 
  Frequenz
Die Frequenz gibt an, wie häufig ein sich wiederholender Vorgang während einer Zeiteinheit auftritt. Gewöhnlich wird als Zeiteinheit 1 Sekunde verwendet. Die Einheit für die Frequenz ist Hertz: 1Hz = 1/s (Frequenz der Wechselspannung: 50 Hz). Die Frequenz ist der Kehrwert der Periode, d.h. der Zeit in Sekunden(-bruchteilen), die ein sich wiederholender Vorgang benötigt.
 
  Funkenlöschmaßnahme
Durch Induktivität von Magnetspulen wird in eingeschaltetem Zustand des Stromkreises elektromagnetische Energie gespeichert, die beim Abschalten abgebaut wird. Je nach Art des verwendeten Schalters wird diese Energie entweder in eine Spannungsspitze (Abschaltüberspannung) umgeformt, die zu Durchschlägen in der Isolierung führen kann, oder sie wirkt sich in einem Lichtbogen aus, der Kontaktabbrand oder Materialwanderung verursachen kann. Durch Verwendung verschiedenartiger Bauelemente können diese Erscheinungen vermieden werden, indem die elektromagnetische Energie langsam und stetig vernichtet wird. Dies geschieht durch Kondensatoren, Dioden oder Varistoren.
 
  Funktionsdiagramm
Diagramm, in welchem die Funktionsfolgen, d.h. der Bewegungsablauf (Weg-Schritt-Diagramm) und die Zustände der Steuerelemente (Steuerdiagramm) dargestellt sind. Es ist sozusagen eine Zusammenfassung von Steuer- und Weg-Schritt-Diagramm.
 
  Funktionskleinspannung
Funktionskleinspannung ist eine in der Steuerungstechnik häufig verwendete Schutzmaßnahme, bei der die Stromkreise mit Nennspannung bis 50V Wechselspannung bzw. 120V Gleichspannung betrieben werden, die aber nicht die an die Schutzkleinspannung gestellten Forderungen erfüllt und deshalb zusätzlichen Bedingungen unterliegt. Anforderungen an Funktionskleinspannungen in der Steuerungstechnik werden in DIN/VDE 0113 Abschnitt 5.1.2.3 beschrieben.
 
  Funktionsplan
Der Funktionsplan ist eine geeignete, grafische Darstellungsart für schrittorientierte steuerungstechnische Aufgaben (Ablaufsteuerungen). Die Darstellungsweise ist rein wirkungsmäßig und unabhängig von der technischen Realisierung der Steuerungsaufgabe. Spezielle Gerätekenntnisse sind daher nicht erforderlich. Es werden genormte Symbole nach DIN 40719 T. 6 verwendet.
 
  Fühler
Ältere Bezeichnung für Sensor.
 
  Führungsgröße
Die Größe eines Regelkreises, die als Bezugswert für den Istwert gilt. Besteht ein Unterschied zwischen beiden Größen, so wird die Stellgröße verändert, bis der Istwert der Führungsgröße angeglichen ist. Die Führungsgröße wird der Steuerkette oder dem Regelkreis von außen zugeführt und die Ausgangsgröße folgt dieser in vorgegebener Abhängigkeit (z.B. Sollwertgeber bei einer Regelung, Eingangssignal einer Steuerung).
 
  Füllstandsensor
Sensor, der den Füllstand einer Flüssigkeit oder eines festen Stoffes in einem Behälter misst.
 
  G  
  Gatter
Andere Bezeichnung für einen Verknüpfungsbaustein. Nach DIN 44300 ist diese Bezeichnung jedoch als missverständlich zu vermeiden.
 
  Gegeninduktion
Wird bei einer an Spannung angeschlossenen Spule die Spannung abgeschaltet, dann muss mit dem Abschalten der Spannung auch der Strom schlagartig absinken. Diese sehr schnelle Stromänderung bewirkt eine sehr schnelle Änderung des die Spule umgebenden Magnetfeldes. Ein sich änderndes Magnetfeld induziert (erzeugt) in der Spule eine Spannung. Diese vom Magnetfeld erzeugte Induktionsspannung ist der angelegten Spannung entgegengerichtet (Gegeninduktionsspannung). Da beim Abschalten des Stromkreises der Strom sehr schnell absinkt, also das Magnetfeld sich schnell ändert, kann die Gegeninduktionsspannung sehr hoch sein, bei 24V bis über 400V.
 
  Generator
Elektromaschinenbau: Spannungserzeuger. Datenverarbeitung:
Ein Programm, das Programme in einer bestimmten Programmiersprache erzeugen kann.
 
  Geschwindigkeitsdiagramm
Die Darstellung der Geschwindigkeit über der Zeit in grafischer Form.
 
  Glasfaserkabel
Optisches Übertragungskabel zur Übermittlung von Daten und Informationen. Der Informationsträger ist nicht wie beim Kupferkabel der elektrische Strom, sondern Licht. Deswegen spricht man auch häufig vom Lichtwellenleiter oder Lichtleiter. Das Übertragungsmedium ist eine Glasfaser mit einem Durchmesser von einem Zehntel Millimeter. Dieses Übertragungsverfahren bietet die Möglichkeit, viele Informationen gleichzeitig weiterzuleiten und ist sehr störsicher.
 
  Gleichrichter
Ein Gleichrichter wandelt einen elektrischen Wechselstrom in einen Gleichstrom um. Das einfachste Bauelement hierzu ist eine Diode. Sie lässt in der einen Richtung den Strom durch, in der anderen Richtung sperrt sie ihn.
 
  Gleichstrom
Elektrischer Strom mit gleichbleibender Richtung. Gleichstrom als Energieversorgung wird entweder galvanisch durch Batterien oder durch Gleichrichtung von Wechsel- oder Drehstrom erzeugt. Die Qualität des gleichgerichteten Stroms hängt dabei von der verwendeten Gleichrichterschaltung ab.
 
  Gleichstrommotor
Elektromotor, der mit Gleichstrom betrieben wird. Zur Erzeugung der Drehbewegung benutzt man die Kräfte, die auf bewegte Ladungsträger im magnetischen Feld wirken. Der Motor besteht aus einem feststehenden Teil (Permanentmagnet, Ständer) und einem umlaufenden Teil (Läufer, Anker). Ein Stromwender (Kommutator) sorgt dafür, dass der zugeführte Strom umgepolt wird. Die Drehzahl kann mit der Spannung an der Ankerwicklung und mit dem Erregerstrom gesteuert werden. Die Drehrichtungsänderung erfolgt durch Umpolen.
 
  Greifer
Das Element eines Industrieroboters, das in unmittelbarem Kontakt mit den zu handhabenden Werkstücken steht, sie sicher ergreift, zuverlässig hält und wieder abgibt. Der Greifer muss auf Gestalt, Masse und physikalische Eigenschaften des Objekts abgestimmt sein. Nach Art der Greiforgane unterscheidet man folgende Bauformen: Fingergreifer, Zangengreifer, Sauggreifer und Magnetgreifer.
 
  Grenzsignal
Ein Grenzsignal ist ein binäres Ausgangssignal eines Grenzsignalgliedes.
 
  Grenzsignalglied
Ein Grenzsignalglied (nach DIN 19237): "Vergleicht den Wert einer
Eingangsgröße mit einem Grenzwert. Wird dieser Grenzwert über- oder
unterschritten, so ändert sich das Grenzsignal."
 
  Grenztaster
Signalglied, das bei Berührung durch ein Objekt bzw. Maschinenelement ein Signal abgibt. Grenztaster werden eingesetzt, um z.B. zu überprüfen, ob in einer Bearbeitungsmaschine ein Werkzeug oder Werkstück eingelegt ist oder ob die Kolbenstange eines Zylinders eine bestimmte Lage erreicht hat.
 
  Grenzwert
Der Grenzwert ist der Wert der Eingangsgröße eines Grenzsignalglieds, bei dem sich dessen binäres Ausgangssignal ändert. (DIN 19237)
 
  Grenzwertgeber
siehe Grenzsignalglied
 
  Grundstellung
Stellung der mechanischen Teile und der Signalzustände der Signalspeicher einer Steuerung vor Beginn eines Steuerungsprogramms. Die Versorgungsenergie ist dabei schon zugeschaltet.
 
  H  
  Halbbildverfahren
Beim Halbbildverfahren werden zunächst die ungerade Zeilen und anschließend die geraden Zeilen aufgenommen bzw. am Ausgabegerät angezeigt.
 
  Halbduplex
Datenübertragung, bei der beide Übertragungsrichtungen im Wechsel möglich sind, jedoch zu ein- und derselben Zeit Informationen nur in eine Richtung übertragen werden können.
 
  Halbleiter
Materialien, deren spezifischer Widerstand zwischen denen von Leitern und Nichtleitern liegt.
 
  Halbleiterspeicher
Informationsspeicher auf der Grundlage der Halbleitertechnik. Entsprechend den vielseitigen Anwendungen gibt es unterschiedliche Speichertypen. Die wichtigsten Speichertypen sind die Schreib-Lese- und die Nur-Lese-Speicher. Beim Schreib-Lese-Speicher kann der Inhalt gelesen und/oder geändert werden. Der Inhalt des Nur-Lese-Speichers kann nur gelesen werden.
 
  Hallgenerator
Ein Hallgenerator ist ein Halbleiterbauelement, das eine von der Induktion eines daraufwirkenden Magnetfelds und dem durchfließenden Strom abhängige Spannung (Hallspannung) liefert. Der Hallgenerator wird als Multiplikator, zur Messung der magnetischen Induktion und als Leistungsmesser verwendet.
 
  Haltegliedsteuerung
In einer Haltegliedsteuerung bleibt nach Wegnahme der Führungsgröße der erreichte Wert der Ausgangsgröße (Speicher) erhalten. Eine andersartige Führungsgröße ist notwendig, um die Ausgangsgröße wieder auf einen Anfangswert zu bringen.
 
  Handbereich
Der Handbereich ist der Bereich, der sich von der Standfläche eines Arbeitsplatzes aus erstreckt und dessen Grenzen ohne besondere Hilfsmittel erreicht werden können.
 
  Handbetrieb
Betriebsart, in der eine Steuerungseinrichtung durch Eingriff des Bedienenden nur in Abhängigkeit von etwaigen Verriegelungen arbeitet. Der Eingriff des Bedienenden kann sich dabei sowohl auf die Einzel- oder Antriebssteuerung als auch auf die Gruppensteuerung oder die Leitsteuerung erstrecken. (DIN 19237)
 
  Handhabungstechnik
Jede Positionsänderung eines Werkstückes oder Werkzeuges erfordert einen Handhabungsvorgang. Die hierzu notwendigen technischen Einrichtungen heißen Handhabungselemente. Dabei kann es sich im einfachsten Fall um einen einzelnen Zylinder handeln, der fehlerhafte Teile aussortiert, oder um einen Industrieroboter, der komplizierte Schweißarbeiten ausführt. Handhabungsfunktionen sind z.B. Greifen, Zuteilen, Ordnen, Eingeben, Positionieren, Spannen, Ausgeben und Weitergeben. Für Handhabungstechnik wird häufig auch der Begriff "Industrial Handling" oder "Handling" gebraucht.
 
  Handling
siehe Handhabungstechnik
 
  Handshake-Leitung
Leitung, mit denen beim Hardware-Handshake die elektrischen Handshake-Signale ausgetauscht werden.
 
  Handshake-Verfahren
Wechselseitige Kontrollverfahren der an einer Datenübertragung beteiligten Geräte nach standardisierten Vorschriften (Protokollen). Man unterscheidet zwischen Hardware- und Software-Handshake.
 
  Hardware
Alle elektronischen und mechanischen Bestandteile eines Rechnersystems. Zur Hardware gehören Peripheriegeräte, CPU und Speicher. Im Gegensatz dazu werden die Programme des Systems als Software bezeichnet.
 
  Hardware-Handshake
Handshake, bei dem die Kontrolle über die zu erfolgende Datenübertragung nicht durch Steuerzeichen, sondern durch den jeweiligen elektrischen Zustand separater Handshake-Leitungen übermittelt werden.
 
  Hauptprogramm
Hauptbestandteil eines Gesamtprogramms, das Module wie Prozeduren, Funktionen, Unterprogramme usw. aufruft.
 
  Hauptsteuerventil
Der Begriff Hauptsteuerventil wird für 2 Sachverhalte verwendet:
 
  HDRC-Bildsensor
Der HDRC-Sensor ist ein logarithmischer Bildsensor. Aus diesem Grund kann er Bilder im im Hellen, wie auch Dunkeln sehr gut aufnehmen.
 
  Heißleiter
Heißleiter sind elektrische Widerstandselemente, die in heißem Zustand einen niedrigen Widerstand haben, in kaltem Zustand dagegen einen hohen Widerstand. Heißleiter werden u.a. benutzt, um Einschaltvorgänge zu verlangsamen: In kaltem Zustand fließt ein schwacher Strom, der mit steigender Temperatur größer wird.
 
  Henry (H)
Abgeleitete Einheit für die Induktivität einer Spule oder allgemein einer Leiteranordnung.
 
  Hertz (Hz)
Abgeleitete Einheit der Frequenz.
 
  Hexadezimalzahl
Eine Zahl des Hexadezimal- oder Sedezimalsystems. Sie wird mit 16 verschiedenen Zeichen (0...9,A,B,C,D,E,F) dargestellt, wobei die Buchstaben A bis F für die Zeichen 10 bis 15 zu Hilfe genommen werden. Wird über die F (entspricht dezimal 15) hinausgezählt, findet ein Übertrag statt. Die Hexadezimalzahlen haben für die Rechnertechnik den Vorteil, dass sie mit 4 Bit darstellbar sind.
 
  Hilfsrelais
Hilfsrelais werden in der Steuerungstechnik, die mit Relais oder Schützen arbeitet, diejenigen Relais genannt, die nicht direkt einen Aktor ansteuern. Es sind also Relais, die dabei helfen, das Programm der Steuerung zu verdrahten. Hilfsrelais werden z.B. als Kontaktvervielfacher für einen Sensor eingesetzt, als Zwischenspeicher für eine Betriebsart, als Hilfsmittel zum Aufbau einer Taktkette usw. Hilfsrelais sind den Merkern einer Speicherprogrammierbaren Steuerung und den Impulsventilen zur Signalspeicherung bei pneumatischen Steuerungen vergleichbar.
 
  Hilfsschütz
Hilfsschütze haben in einer Schützsteuerung die gleiche Funktion wie Hilfsrelais in einer Relaissteuerung oder Merker in einer Speicherprogrammierbaren Steuerung.
 
  Histogramme
Sie stellen die Verteilung der Grautöne in einem Bild dar. Handelt es sich um ein Farbbild, so existierst für jede Grundfarbe ein Histogramm.
 
  Hydraulik
Angewandte Lehre der Bewegungen von Flüssigkeiten, d.h. die Erzeugung von Kräften und Bewegungen durch Druckflüssigkeiten. Die Druckflüssigkeit ist hierbei das Übertragungsmedium.
 
  Hydraulikaggregat
Selbständige Baugruppe, bestehend aus Antriebsmotor, Hydraulikpumpe und Behälter für Druckflüssigkeit, Druckbegrenzungsventil und meistens Rücklauffilter.
 
  Hydraulikfilter
siehe Filter
 
  Hydraulikflüssigkeit
siehe Druckflüssigkeit
 
  Hydraulikmotor
Gerät zur Umformung von hydraulischer (Q, p) in mechanische Energie (M, n) durch Erzeugung eines Drehmoments. Generell können heute alle Pumpen, mit Ausnahme der ventilgesteuerten, auch als schnellaufende Hydraulikmotoren eingesetzt werden. Dazu kommen eine Reihe von speziellen Ausführungen, wie Orbitmotor, Rollflügelmotor oder Sperrflügelmotor u.a. sowie die Gruppe der Langsamläufer.
 
  Hydraulikpumpe
In der Hydraulik werden fast ausnahmslos hydrostatische Pumpen eingesetzt. Die Hydraulikpumpe ist ein Gerät zur Umformung von mechanischer Energie in hydraulische Energie. Dazu werden in der Hydrostatik Verdrängerpumpen eingesetzt. Hydraulikpumpen können nach unterschiedlichen Gesichtspunkten gegliedert werden: Außen oder innen beaufschlagt, mit konstantem oder veränderlichem Fördervolumen oder nach dem Verdrängerprinzip.
 
  Hydraulikschaltplan
Analog zur Fließbilddarstellung ist ein Hydraulikschaltplan die - mit Hilfe von Bildzeichen und Schriftzeichen vereinfachte - zeichnerische Darstellung von Aufbau und Funktion hydraulischer Anlagen.
 
  Hydraulikspeicher
Druckbehälter, der eine Flüssigkeit unter Druck speichert und damit hydraulische Energie abgeben kann. Die Druckbelastung erfolgt überwiegend durch Gasdruck (Luft, Stickstoff, "Gasdruckspeicher"), selten durch Federn oder Gewichte (Federspeicher, Gewichtsspeicher). Der letztere ist der einzige Speicher, der bei Volumenentnahme den Druck konstant hält. Bei Gasdruck- und Federspeichern nimmt dagegen der Flüssigkeitsdruck infolge der Ausdehnung des belastenden Elements umso mehr ab, je härter die Federkennlinie ist (Gasdruckspeicher). Zu den Aufgaben eines Speichers zählen: Energiespeicherung zur Deckung eines Spitzenbedarfs, Federung und Gewichtsausgleich, Lecköl- und Volumenkompensation und Notbetätigung (Sicherheitsreserve). Als Bauformen stehen Blasenspeicher, Membranspeicher oder Kolbenspeicher zur Verfügung. Wegen ihrer Gefährlichkeit sind für den Betrieb mit Hydraulikspeichern die in der UVV 17 "Druckbehälter" festgelegten Unfallverhütungsvorschriften zu beachten.
 
  Hydraulikzylinder
Gerät, das die Druckenergie eines Mediums in gradlinige mechanische Energie umsetzt.
 
  Hydrodynamik
Strömungslehre der Flüssigkeiten. Die Hydrodynamik beschreibt und berechnet die Bewegungsformen der strömenden Flüssigkeiten und ermittelt die Kräfte, die auf umströmte Körper und durchströmte Kanäle und Rohre ausgeübt wird.
 
  Hydrostatik
Lehre vom Gleichgewicht ruhender Flüssigkeiten. Im Innern einer Flüssigkeit heben sich alle Kräfte nach dem Gesetz von actio = reactio auf. Beim Flüssigkeitsdruck in einem Punkt nach verschiedenen Richtungen gilt das Gesetz von Pascal: In einer ruhenden, reibungsfreien Flüssigkeit ist in einem Punkt der Druck nach allen Richtungen gleich.
 
  Hysterese
Unter Hysterese versteht man in der Technik allgemein das Zurückbleiben einer Ausgangsgröße (Wirkung) hinter den Änderungen einer Eingangsgröße (Ursache). Als Schalthysterese bezeichnet man z.B. bei einem Relais die Differenz der (höheren) Spannung, bei der es anzieht, und der (niedrigeren) Spannung, bei der es erst wieder abfällt.
 
  I  
  IEC-Schnittstelle
Besonders in der Messtechnik eingesetztes genormtes Bussystem zur Verbindung von Computersystemen mit mehreren Peripherie- oder Messgeräten. Es besitzt 8 Daten-, 3 Quittungs- und 5 Steuerleitungen.
 
  Impuls
Meist kurze Zustandsänderung eines Signals. Mehrere Impulse bilden einen Impulszug oder Puls. Der Signalwechsel wird als Signalflanke bezeichnet.
 
  Induktionsgesetz
Wird eine Leiterschleife oder Spule von einem Magnetfeld durchdrungen, das sich in seiner Stärke ändert, dann wird in ihr eine elektrische Spannung induziert. Diese Spannung versucht, einen Strom anzutreiben, dessen Magnetfeld die Änderung des vorhandenen Magnetfeldes abschwächt.
 
  Induktiver Näherungsschalter
Näherungsschalter, der die Annäherung von elektrisch leitenden Gegenständen durch Änderung seiner Induktivität erkennt und ein Signal abliefert.
 
  Induktiver Sensor
In dem Oszillator eines induktiven Sensors fließt ein definierter Ruhestrom. Gelangt ein elektrisch leitfähiges Material in die Nähe, werden Wirbelströme erzeugt, die dem Oszillator Energie entziehen und eine Änderung der Stromaufnahme bewirken. Durc
 
  Induktivität
Die Induktivität einer Spule (allgemein einer Leiteranordnung) ist das Maß für ihre Selbstinduktionswirkung. Sie ist eine abgeleitete Größe mit der Einheit H (Henry). Eine Spule hat die Induktivität L = 1H = 1 Vs/A, wenn ein hindurchfließender Strom, der sich in seiner Stärke pro Sekunde gleichmäßig um 1A ändert, in ihr eine Spannung von 1V hervorruft.
 
  Industrieroboter
Industrieroboter sind universell einsetzbare Bewegungsautomaten mit mehreren Achsen, deren Bewegungen hinsichtlich Bewegungsfolge und Wegen oder Winkeln frei (d.h. ohne mechanischen Eingriff) programmierbar und gegebenenfalls sensorgeführt sind. Sie sind mit Greifern oder Werkzeugen ausrüstbar und können Handhabungs- und Fertigungsaufgaben ausführen.
 
  Induziert
Elektrische Spannung und Stromfluss werden in einer geschlossenen Leiterschleife induziert bzw. erzeugt, wenn diese in einem Magnetfeld bewegt wird. Wird Spannung an eine Leiterschleife angelegt, entsteht ein elektromagnetisches Feld. Mithilfe dieser
 
  Information
Nachricht, die ein Signal beinhaltet. Beispiel: Gibt ein Lagesensor ein 1-Signal, dann bedeutet die Information dieses Signals: Werkstück vorhanden.
 
  Inhibition
Binär arbeitendes, monostabiles Element. Schaltzeichen für eine Inhibition nach DIN 40900.
 
  Initiator
Andere Bezeichnung für Näherungsschalter.
 
  Inkompressibilität
Eigenschaft eines Stoffes, unter Druck sein Volumen beizuhalten. D.h. Stoffe, die nicht zusammenpressbar sind.
 
  Inkrementale Wegmessung
Meßsystem, bei dem ein Weg in kleine Teilabschnitte unterteilt ist, die von einem Sensor erfasst werden. Die Position wird über einen Zähler bestimmt.
 
  Inkrementalgeber
Inkrementalgeber erfassen z.B. von einem Glasmaßstab Strichteilungen mithilfe einer Lichtquelle und Fotodioden oder über Winkelschrittgeber und Hallgeneratoren. Die erfassten Impulse werden gezählt, die Bewegungsrichtung wird erkannt und die Impulse zu einem Nullpunktwert, je nach Richtung, addiert oder subtrahiert. Durch den Zähl- oder Rechenvorgang ist die genaue Lage in Bezug zum festgelegten Nullpunkt definiert.
 
  Interpolation
Mit Interpolation wird ein mathematisches Verfahren bezeichnet, das die Errechnung von Zwischenwerten einer Funktion oder Kurve ermöglicht, wenn von dieser nur einzelne Werte bekannt sind.
 
  Interpolator
Rechenschaltung, die nach einer vorgegebenen mathematischen Funktion Zwischenwerte einer Kurve berechnet, wenn nur einzelne Kurvenstützpunkte vorgegeben sind. Sie werden z.B. bei Bahnsteuerungen verwendet, um Bearbeitungskurven zu berechnen.
 
  Interpreter
Übersetzer, der die Anweisungen von Programmen einzeln in den Maschinencode wandelt und sofort zur Ausführung bringt. Es entfällt der Übersetzungs- und Linklauf, jedoch ist die Ausführungszeit länger als bei gelinkten Programmen.
 
  Interrupt
Ein Interrupt unterbricht ein gerade laufendes Programm in einem Rechner an einer beliebigen Stelle, wenn der Prozessor ein Signal mit höherer Priorität erhält, um ein Interruptprogramm aufzurufen, das sofort bearbeitet werden soll. Der Interrupt wird eingesetzt, um auf Ereignisse während eines Programmlaufes reagieren zu können. Unterschieden wird häufig zwischen Hardware-Interrupt, bei dem der Prozessor per Drahtverbindung direkt unterbrochen wird, und dem Software-Interrupt, bei dem per Programm der Interrupt dauernd erzeugt wird. Der Hardware-Interrupt verlangt eine aufwendige Hardware, ist jedoch sehr schnell. Der Software-Interrupt ist relativ einfach zu verwirklichen, jedoch langsam. In der Regel fährt das Programm nach Abarbeitung des Interruptprogramms an der Stelle fort, an der es unterbrochen wurde.
 
  Inversion
siehe NICHT-Verknüpfung
 
  ISO-Norm
Die weltweite Normung wird von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) in Genf wahrgenommen. Ihre Aufgabe ist es, mit weltweit einheitlichen Normen den internationalen Austausch von Gütern und Dienstleistungen zu erleichtern, sowie die Zusammenarbeit auf wissenschaftlichem, technischem und ökonomischem Gebiet über die Grenzen hinweg zu aktivieren.
 
  Isolatoren
Der Bandabstand ist bei Isolatoren so groß, dass keine Elektronen vom Valenzband in das Leitungsband gelangen können.
 
  Istwert
Der tatsächlich gemessene Wert einer physikalischen Größe zu einem bestimmten Zeitpunkt.
 
  J  
  Joule (J)
Das Joule (sprich: "dschuul") ist die (abgeleitete) Einheit der Energie.
 
  Justierung
Mit Justierung bezeichnet man die genaue Ausrichtung von Bauteilen in einer automatisierungstechnischen Anlage (Sensoren, Näherungsschalter), so dass die Anlage wunschgemäß arbeitet. Sensoren werden justiert, damit sie das zu erfassende Signal richti
 
  K  
  K = Kelvin
Maßeinheit für die absolute Temperatur. Das Kelvin ist eine der sieben Basiseinheiten im SI-System. Temperaturdifferenzen haben in Grad Celsius denselben Zahlenwert: 1 °C = 1 K. Die Kelvin-Skala beginnt im absoluten Nullpunkt der Temperatur.
 
  Kaltleiter
Temperaturabhängiger Spezialwiderstand der Elektrotechnik. Der elektrische Widerstand wächst mit zunehmender Temperatur. Der Stromfluss durch den Widerstand ist bei niedrigeren Temperaturen größer, er leitet also im kalten Zustand besser. Kaltleiter werden u.a. für einfache Temperaturmessungen verwendet.
 
  Kapazitiver Näherungsschalter
Berührungsloses Sensorelement, das die Annäherung von beliebigen Objekten durch Änderung seiner Kapazität erkennt und ein Signal liefert. Im Gegensatz zum induktiven Näherungsschalter, der auf elektrisch leitende Materialien reagiert, erkennt der kapazitive Näherungsschalter beliebige Materialien, allerdings mit je nach Material unterschiedlicher Empfindlichkeit.
 
  kapazitiver Sensor
In einem kapazitiven Sensor erzeugt ein Oszillator ein elektrostatisches Streufeld. Wird ein Medium wie Gummi, Kunststoff, Glas, Holz oder Kunststoff in die Nähe gebracht, verändert sich die Kapazität des Schwingkreises, und es wird ein entsprechende
 
  Kapazität
Die Kapazität eines Kondensators ist das Maß für sein Vermögen, elektrische Ladung zu speichern. Sie ist eine abgeleitete Größe mit der Einheit Farad (F). Ein Kondensator hat die (sehr große) Kapazität C = 1F = 1As/V, wenn er durch Anlegen einer Spannung von 1V die Ladung 1As aufnimmt.
 
  Kaskadensteuerung
Eine vor allem in der pneumatischen Steuerungstechnik angewandte Methode der Signalabschaltung bei Ablaufsteuerungen: Hintereinanderschaltung von Speichern. Das Kaskadensystem gewährleistet, dass Signal- und Steuerglieder nur dann mit Druckluft beaufschlagt werden, solange sie ein Signal abzugeben haben. Dadurch werden Umschaltvorgänge in Stellgliedern nicht mehr durch Dauersignale blockiert.
 
  Kavitation
Hohlsog oder Hohlraumbildung (Blasen) in Flüssigkeiten. Sinkt in einer Flüssigkeitsströmung der statische Druck unter den Dampfdruck, so bilden sich Dampfblasen, die beim Wiederansteigen des Druckes schlagartig kondensieren, wobei lokal hohe Drücke entstehen. Dies führt zu Geräuschbildung und erhöht den Verschleiß.
 
  Kegelventil
Ein Kegelventil ist ein Ventil, dessen Abschlusskörper ein Kegel ist. Es wird hydraulisch angesteuert und kann nur die Stellungen AUF und ZU einnehmen.
 
  Kippschaltung
- Astabiles Kippglied: wechselt dauernd zwischen den Werten 1 und 0 und erzeugt am Ausgang eine Rechteckschwingung.
- Monostabiles Kippglied: kehrt nach der Ansteuerung zeitverzögert wieder in den Ausgangszustand zurück.
- bistabiles Kippglied: kippt je nach Eingangssignal in den entsprechenden Zustand und hält diesen bei, bis ein erneutes Eingangssignal diesen ändert.
 
  Kleinspannung
siehe Funktionskleinspannung
 
  Kolben
Beweglicher Teil eines Zylinders, abgedichtet gegen die Zylinderrohrwand. Wandelt Druckkräfte in Bewegungskräfte (statische Energie in mechanische Energie) um.
 
  Kolbenpumpe
Hydraulikpumpe, in der das Druckmedium durch einen oder mehrere Kolben verdrängt wird. Die Kolben können in Reihe sowie radial oder axial zur Antriebswelle angeordnet sein.
 
  Kolbenzylinder
Zylinder, bestehend aus Zylinderrohr, Kolben, Kolbenstange und Dichtelementen. Die mechanische Kraft entsteht durch Einwirkung des Druckmittels auf den Kolben.
 
  Kompressibilität
Zusammendrückbarkeit. Ein von außen auf Gase oder Flüssigkeiten einwirkender Druck verändert deren Volumen unterschiedlich. Als Maß hierfür dient die Kompressibilität. Je geringer die Volumenverminderung, desto kleiner die Kompressibilität. Gase besitzen eine größere Kompressibilität als Flüssigkeiten.
 
  Kompressor
Verdichteranlage zur Erzeugung von Druckluft. Man unterscheidet zwei Bauarten von Verdichtern: Hubkolbenverdichter und Rotations- oder Lamellenverdichter.
 
  Komprimierung von Bildern / Videosequenzen
Komprimierungsverfahren versuchen unwichtige Details im Bild / Video wegzulassen, um dadurch Speicher zu sparen.
 
  Kondensator
Elektrisches Bauelement, das in der Lage ist, elektrische Ladung zu speichern. Es besteht im Prinzip aus zwei (großflächigen) leitenden Folien, die in geringem Abstand voneinander angeordnet sind, isoliert durch das dazwischenliegende Dielektrikum (nichtleitende Schicht z.B. aus Papier oder einer Kunststoff-Folie).
 
  Konfiguration
Anpassung der Datenübertragungsparameter einer Schnittstelle durch
Programmierung (Softwarekonfiguration) oder mechanische Einstellung
(Hardwarekonfiguration) mit Kodierschaltern.
 
  Konjunktion
siehe Logische Verknüpfung, UND-Verknüpfung
 
  Kontaktplan
Grafische Beschreibungsart für verknüpfungsorientierte Steuerungsaufgaben, die dem elektrischen Stromlaufplan entspricht. Die als Kontaktplan vorhandene Programmiervorlage kann mit den entsprechenden Programmiergeräten oder mit entsprechender Programmiersoftware von einem Rechnersystem aus direkt als SPS-Programm eingegeben werden.
 
  Koordinatensystem
Koordinatensysteme werden in der Steuerungstechnik, insbesondere bei der NC- und Handhabungstechnik, verwendet, um eindeutige Angaben über die Lage im Raum oder über Weginformationen machen bzw. programmieren zu können.
 
  Kraftmessdose
Mechanische Einheit zur Aufnahme eines Kraftsensors. Diese Einheit wird wird bei zulässiger mechanischer Belastung im elastischen Bereich definiert verformt. Ein Dehnungsmessstreifen oder ein Piezokristall erkennt diese Verformung und erzeugt ein elektrisches Signal als Maß der Verformung und damit der beaufschlagten Kraft.
 
  Kraftmessung
Die Kraftmessung ist das Ermitteln von auftretenden Kräften. Die SI-Einheit der Kraft ist das N (Newton), das Formelzeichen ist F (DIN 1301 und DIN 1305). Kräfte werden größtenteils durch Verformungen elastischer Körper, z.B. von Dehnungsmessstreifen, mittels des magnetoelastischen Effekts oder des piezoelektrischen Effekts gemessen. Auch spannungsoptisch lassen sich Kräfte messen. Rein mechanische Kräfteaufnehmer bestehen z.B. aus einer Ringfeder in Verbindung mit einer Messuhr. Die Anwendung von Federwaagen geschieht bei Kraftmessungen, die keine hohe Genauigkeit erfordern. Kraftmessung kann auch durch hydraulische Umwandlung in Drücke mittels Manometer durchgeführt werden.
 
  Kraftsensor
Sensor zur Erfassung von Kräften und mechanischen Belastungen. Meist bestehen Kraftsensoren aus piezoelektrischen Elementen oder Dehnungsmessstreifen.
 
  Kurvenscheibe
Teil einer mechanischen Steuerung, der den Bewegungsablauf durch seine Form festlegt. Dabei sind alle Schalt- und Weginformationen in der Kurvenscheibe selbst gespeichert. Elektrische und pneumatische Programmschaltwerke arbeiten mit Kurven- oder Nockenscheiben.
 
  Kurzschlusserkennung
Da die Steuerungstechnik in zunehmendem Maße elektrische oder elektronische Steuergeräte verwendet, wird die Kurzschlusserkennung der Ausgänge immer wichtiger. Bei pneumatischen oder hydraulischen Steuerungen ist die Kurzschlusserkennung überflüssig, da die Pneumatik und Hydraulik zu 100% überlastfest ist. Die Elektrotechnik ist nicht überlastfest. Wird z.B. an einem Ausgang einer Speicherprogrammierbaren Steuerung ein defektes Magnetventil angeschlossen, das einen zu hohen Strom zieht, dann wird der Ausgang zerstört. Das gilt gleichermaßen für Relaisausgänge und elektronische Ausgänge. Um die Zerstörung der Ausgänge zu verhindern, muss der Kurzschluss erkannt werden:
eine Kurzschlusserkennung wird eingebaut. Beim Relais wird im allgemeinen eine Sicherung vorgeschaltet. Bei einem Kurzschluss wird die Sicherung zerstört (Schmelzsicherung) oder ausgelöst (Automat). Um den Kurzschluss auch zu erkennen, also von der Steuerung her darauf reagieren zu können (etwa den Ausgang abschalten, eine Fehlermeldung ausgeben o.ä.), kann in einem Automaten ein Hilfskontakt verwendet werden, mit dessen Hilfe der Kurzschluss weitergemeldet werden kann. Bei elektronischen Ausgängen reicht eine Sicherung nicht aus, da die Elektronik (Transistor oder Thyristor) schneller zerstört wird, als eine Sicherung im allgemeinen schalten kann. Daher wird ein elektronischer Schutz eingebaut, der den Transistor o.ä. selbst abschaltet. Zugleich kann die Elektronik ein Signal nach außen geben, das gegebenenfalls ausgewertet werden kann. Vor allem bei elektronischen Ausgängen wird unterschieden zwischen kurzschlussfest, dauerkurzschlussfest und überlastfest.
 
  Kurzschlussfestigkeit
Kurzschlussfestigkeit bedeutet, dass ein kurzzeitiger Kurzschluss von einigen Sekunden Dauer ohne Schaden verkraftet werden kann.
 
  Kurzschlussüberwachung
siehe Kurzschlusserkennung
 
  Kurzschreibweise
Die Kurzschreibweise ist neben Weg-Schritt-Diagramm (WSD), Weg-Zeit-Diagramm (WZD) und Funktionsplan (FUP) eine Darstellungsform für einen Steuerungsablauf. Für die Antriebsglieder werden Kürzel verwendet.
 
  Kybernetik
Allgemein: Die Lehre von sämtlichen selbsttätigen Steuerungs- und Regelungsmechanismen in technischen, biologischen, soziologischen usw. Systemen. In der Steuerungstechnik: Steuerungssysteme, die Baugruppen aus verschiedenen Technologien umfassen.
 
  Kältetrockner
Aggregat, bestehend aus Kältemaschine und Wärmetauscher, zur Trocknung von Druckluft. Eintretende Druckluft wird auf Temperaturen von 1,7 bis 5 Grad Celsius abgekühlt. Da Luft in abgekühltem Zustand weniger Wasser aufnehmen kann, wird dieses als Kondensat ausgeschieden. Danach wird die Luft wieder auf die benötigte Betriebstemperatur erwärmt. Kältetrocknung ist ein sehr ökonomisches Verfahren der Druckluftaufbereitung, da durch Verwendung eines Wärmetauschers der Energieverbrauch sehr gering ist und bei diesem Verfahren gleichzeitig 80 bis 90% des in der Luft eventuell enthaltenen Öles ausgeschieden wird.
 
  Kältetrocknung
Reinigen der Druckluft von Feuchtigkeit durch Herabsetzen der Taupunkttemperatur.
 
  L  
  Ladung
Die elektrische Ladung oder Elektrizitätsmenge ist eine abgeleitete Größe. Sie haftet den sogenannten Ladungsträgern (den freien Elektronen und Ionen) an und bewirkt zwischen diesen anziehende oder abstoßende Kräfte. Sie ist eine abgeleitete Größe mit der Einheit C (Coulomb).
 
  Lageplan
Schematische Darstellung der räumlichen Anordnung der Arbeitselemente einer Steuerung.
 
  Lageregelkreis
Steuerungsvariante, im wesentlichen für Industrieroboter, bei der wegproportionale Geschwindigkeitswerte an den Antrieb abgegeben werden, die ein stetiges Einfahren in eine Lage (Niveau, Hub, Temperatur o.ä.) sichern.
 
  Lagesensor
siehe Positionssensor, Sensor, Wegmessverfahren
 
  Lamellenmotor
In einem zylinderförmigen Raum ist ein Rotor exzentrisch gelagert. In diesem Rotor befinden sich Schlitze, in denen Lamellen geführt werden, die durch die Fliehkraft gegen die Innenwand des Zylinders gedrückt werden. Die Abdichtung der einzelnen Kammern ist damit gewährleistet. Die Lamellen bilden Arbeitskammern, in denen die Druckluft je nach Größe der Angriffsfläche der Lamellen wirksam werden kann. Die Luft tritt in die kleinste Kammer ein und entspannt sich, wenn die Kammer größer wird. Die Drehzahl liegt zwischen 3000 und 8500 Umdrehungen pro Minute. Sie werden hauptsächlich in Handwerkzeugen eingesetzt, wo hohe Drehzahlen und geringe Leistung gefordert sind.
 
  Lecköl
Bei der Konstruktion von hydraulischen Ventilen wird ein Optimum gesucht zwischen Dichtheit und der Reibung zwischen Ventilschieber und Ventilbohrung. Aufgrund des dabei verbleibenden Spaltes zwischen Schieber und Bohrung kann Öl vom Druckraum zum Tank abfließen. Diese Ölmenge bezeichnet man als Lecköl.
 
  Leerrücklaufrolle
Mechanische Signalabschaltung über eine Rolle, nur in einer Richtung arbeitend. Die Signalgabe erfolgt nicht in der Endlage, da das Gerät vollständig überfahren werden muss.
 
  Leistung
Allgemein ist Leistung definiert als die verrichtete Arbeit pro Zeiteinheit.
Die Einheit der Leistung ist W (Watt), es ist eine abgeleitete Einheit. Es
gelten folgende Kohärenzen: 1W = Nm/s = 1J/s.
 
  Leiter
Leiter sind Materialien, in denen elektrischer Strom fließen kann, da sie
eine sehr große Anzahl beweglicher Ladungsträger besitzen. Man unterscheidet
 
  Leitrechner
Rechner zur Steuerung von Leitsteuerungen.
 
  Leitsteuerung
Steuerungssystem, das nach DIN 19237 hierarchisch gegliedert ist:
 
  Leuchtdiode
Halbleiterdiode, die monochromatisches (einfarbiges) Licht erzeugt. Sie wird als Sichtanzeige und bei Lichtschranken als Senderelement verwendet.
 
  Lichtbrechung
Man spricht von Lichtbrechung, wenn Licht beim Eintritt in ein anderes Medium abgelenkt wird.
 
  Lichtleiter
Ein Lichtleiter ist ein Leiter zum Übertragen von Lichtsignalen. Als Lichtleiter dienen Glasfasern und Kunststoffasern. Je nach Qualität der Faser kann ein Lichtleiter ein Lichtsignal einige Meter oder bis zu einigen Kilometern übertragen.
 
  Lichtschranke
Kombination aus Lichtsender und Lichtempfänger. Der Sender ist genau auf den Empfänger gerichtet. Befindet sich ein lichtundurchlässiges Objekt zwischen Sender und Empfänger, so wird der Lichtstrahl unterbrochen, und der Empfänger erzeugt ein Signal zur Weiterverarbeitung. Beispiel: Überwachung von Füllständen in durchsichtigen Behältern.
 
  Linearantrieb
Linearantriebe wandeln elektrische, pneumatische oder hydraulische Energie in eine geradlinige mechanische Bewegung oder in eine statische Haltekraft. Linearantriebe werden eingesetzt als Antriebsglieder (Aktoren), als Betätigungselemente für Geräte im Energie- und Signalsteuerteil und als Stellantriebe für verstellbare Energieversorgungen. Linearantriebe finden auch Anwendung als Anzeigegeräte.
 
  Linearmotor
Aktor, der die Drehbewegung eines Schrittmotors in eine lineare Bewegung umwandelt. Jeder Schritt des Schrittmotors verschiebt die Gewindespindel um einen genau definierten Weg vor oder zurück. Es lassen sich sehr kleine Bewegungen erzeugen, was eine genaue Positionierung ermöglicht. Da jedem Drehschritt eine genau festgelegte Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung entspricht, ist eine Abfrage der Position nicht erforderlich.
 
  Linienstrom-Schnittstelle
Serielle Schnittstelle, bei der 1-Signal und 0-Signal anhand des Strompegels unterschieden werden. Das 0-Signal entspricht der Stromstärke von 20mA, das 1-Signal der Stromstärke von 0mA (oder 4mA, wenn der Drahtbruch automatisch überwacht wird). Dieser Standard wurde zur Ansteuerung von Fernschreibern entwickelt. Vorteil dieser Schnittstelle ist die relativ hohe Störsicherheit; es können Entfernungen bis zu 1000 m überbrückt werden. Nachteilig ist der relativ hohe Preis für die benötigte Konstantstromquelle.
 
  Loch
Ein Loch ist das Gegenstück zum Elektron. Im Gegensatz diesem besitzt es jedoch eine positive Ladung.
 
  Logikelement
Elektrisches, elektronisches, pneumatisches, mechanisches oder hydraulisches Funktionselement, das eine logische Verknüpfung ausführen kann, z.B. eine der logischen Grundverknüpfungen.
 
  Logikplan
Der Logikplan verwendet die logischen Verknüpfungen, um eine Steuerungsaufgabe grafisch darzustellen, zu planen und/oder zu dokumentieren. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Logikplan dem Funktionsplan gegenübergestellt. Der Logikplan enthält nur die logischen Verknüpfungen, der Funktionsplan bietet darüber hinaus noch die Möglichkeit der Ablaufdarstellung.
 
  Logische Verknüpfung
Logische Verknüpfungen sind logische Gleichungen, die den Zusammenhang zwischen dem Ausgang und den Eingängen einer Steuerschaltung beschreiben. Die wichtigsten logischen Verknüpfungen sind die UND-, die ODER- und die NICHT-Verknüpfung. Diese Funktionen sind untereinander mit Hilfe der Booleschen Algebra kombinierbar. Eine logische Verknüpfung kann dargestellt werden mit einer Schaltfunktionen, einer Wertetabelle oder logischen Symbolen.
 
  Lokales Netzwerk
Unternehmensinternes (lokales) Kommunikationsnetz, das mehreren unabhängigen Geräten die Möglichkeit bietet, miteinander zu kommunizieren. Das lokale Netz ist, im Unterschied zu Weitverkehrsnetzen (Einrichtungen an verschiedenen Orten des Landes, öffentliche Netze), auf ein begrenztes Gebiet (Bürogebäude, Lagerhaus, Universitätsgelände) eingeschränkt.
 
  Luftmotor
siehe Druckluftmotor
 
  Luftschranke
Kombination aus pneumatischem Sender und Empfänger. Der Sender ist genau auf den Empfänger gerichtet. Befindet sich ein Gegenstand zwischen Sender und Empfänger, der den Luftstrahl unterbricht, wird ein Signal gegeben.
 
  M  
  Magnetfeld
Einflussbereich der magnetischen Feldlinien, die jeden stromdurchflossenen elektrischen Leiter und jeden Permanentmagneten umgeben. Das Magnetfeld stellt einen Energiezustand des Raumes dar, der sich in Kraftwirkungen auf Eisenteile, Magnetnadeln und stromdurchflossene Leiter äußert.
 
  Magnetventil
Ventil mit elektromagnetischer Betätigung. In elektropneumatischen oder elektrohydraulischen Systemen ist das Magnetventil die Schnittstelle zwischen Elektrik und Pneumatik bzw. Hydraulik.
 
  Manometer
Druckmesser für Gase und Flüssigkeiten.
 
  MAP
Vereinbarungen über verbindliche, im Detail beschriebene Regeln für die Datenübertragung zur Sicherstellung der Kommunikation zwischen Automatisierungskomponenten verschiedener Hersteller. MAP befasst sich mit dem Austausch von Nachrichten zwischen Geräten wie Leitrechnern, speicherprogrammierbaren Steuerungen, CNC/DNC-Maschinen und Robotern und der Betriebsdatenerfassung.
 
  Maschinencode
Verschlüsselung von Programmen entsprechend dem Codeschlüssel einer Datenverarbeitungsanlage oder eines Mikroprozessors. Die Programme werden in einer computerinternen Form, d.h. mit Befehlen, die die Zentraleinheit direkt ausführen kann, dargestellt. Diese Programme sind dann ohne Kompilierung ausführbar.
 
  Maschinensprache
Programmiersprache im Maschinencode mit Anweisungen, die vom Steuerwerk des Rechners direkt verarbeitet werden können. Da die Maschinensprache der Assemblersprache sehr ähnlich ist, wird die eigentliche Maschinensprache oft als Assembler bezeichnet.
 
  Massenstrom
Physikalisch exakte Formulierung für Durchfluss, d.h. Masse pro Zeiteinheit.
 
  Membranmanometer
Druckmessgerät, bei dem die Kraft gemessen wird, die eine Membran auf eine Feder ausübt. Wirkt auf die Membran ein Druck, so wird die Feder zusammengedrückt, bis ein Gleichgewicht beider Kräfte entstanden ist. Der Federweg wird über Hebel auf einen Zeiger übertragen, dessen Ausschlag den Druck analog anzeigt.
 
  Membranzylinder
Ein Membranzylinder besteht aus einer Membran, die zwischen zwei Metallschalen fest eingespannt ist. Diese Membran besteht aus Hartgummi, Kunststoff oder Metall. An dieser Membran ist die Kolbenstange zentrisch befestigt. Der Vorhub entsteht durch Beaufschlagung der Membran durch das Druckmittel, der Rückhub durch Federkraft. Mit Membranzylindern können nur kurze Hübe erzeugt werden. Sie werden deshalb vorwiegend für Spannvorgänge verwendet.
 
  Merker
Merker sind Einrichtungen bei Speicherprogrammierbaren Steuerungen, um Signalzustände, Informationen o.ä. zwischenzuspeichern. Merker können, wie Ausgänge einer SPS, gesetzt, gelöscht und abgefragt werden. Merker sind aber nicht wie Ausgänge nach außen geführt, sind also nur mit Hilfe eines Programmiergerätes sichtbar zu machen. Sie entsprechen in ihrer Funktion dem Hilfsrelais in einer Relaissteuerung oder dem Impulsventil in einer pneumatischen Steuerung. Es wird zwischen Haftmerkern und flüchtigen Merkern unterschieden: Haftmerker werden bei Spannungsausfall gespeichert, meist mit Hilfe einer Batteriepufferung. Flüchtige Merker werden bei Spannungsausfall auf 0-Signal zurückgesetzt.
 
  Merkerwort
Ein Merkerwort ist die Zusammenfassung von mehreren Merkern zu einem Wort, das als Zahlenwert ausgelesen werden kann. Es entspricht in seiner Funktion einem Register, wobei aber die einzelnen Merker des Merkerworts veränderbar sind. Die Länge eines Merkerworts ist abhängig von der Länge des Registers und kann 8, 16 oder 32 Bit betragen.
 
  Messumformer
Wandelt eine Messgröße von der einen in eine andere physikalische Form um.
 
  Metalle
Sie besitzen leitende Eigenschaften, weil sich dauerhaft Elektronen im Leitungsband befinden.
 
  Mikroprozessor
Technische Realisierung einer Zentraleinheit auf einem oder mehreren integrierten Schaltkreisen (IC).
 
  Mnemotechnischer Code
Leicht merkbare Darstellung des Maschinencodes, z.B. ADD für den Additionsbefehl.
 
  Modem
Gerät, das durch Modulation und Demodulation binärer Signale die Übertragung von Daten über Fernmeldeeinrichtungen ermöglicht.
 
  Modul
Baustein oder Funktionseinheit, die austauschbar konstruiert ist.
 
  MOS-Speicher
Metalloxid-Halbleiterspeicher. Speicher, dessen Speicherzellen aus MOS-Feldeffekttransistoren bestehen. Sie zeichnen sich durch große Integrationsdichte aus, d.h. es können große Mengen dieser Transistoren auf einem Chip oder einem integrierten Schaltkreis untergebracht werden.
 
  Motorschutzschalter
Motorschutzschalter sind eine Kombination mehrerer Schutzeinrichtungen von Elektromotoren: Motorschutzschalter vereinigen den Kurzschlussschutz im Motor oder in den Leitungen zum Motor und den Überstromschutz, also den Schutz vor zu hohen Dauerströmen, etwa beim Ausfall einer Phase eines Drehstrommotors. Beim Einsatz von Motorschutzschaltern erübrigt sich die Aufteilung des Motorschutzes in Kurzschlussschutz (Schmelzsicherung) und Überlastschutz (Bimetallauslöser). Die Notwendigkeit, diese beiden Schutzfunktionen zu trennen, ergibt sich daraus, dass der Anlaufstrom der üblichen Asynchronmotoren so hoch ist, dass eine einzelne Sicherung allein entweder keinen Überlastschutz bieten würde, weil sie den hohen Anlaufstrom aushalten muss, oder beim Anlaufen auslösen würde, weil sie bei Überlast abschalten muss. Herkömmliche Motorschutzschalter arbeiten mit magnetischer Schnellauslösung (Kurzschlussschutz) und Bimetallelement (Überstromauslöser). Moderne Motorschutzschalter arbeiten elektronisch.
 
  Multiplexer
Elektronischer Mehrstellungsschalter, der die Umschaltung zwischen mehreren Signalquellen, z.B. verschiedenen Messstellen, ermöglicht. Wird oft in Verbindung mit einem A/D-Wandler verwendet, um mehrere Messstellen mit ein und demselben A/D-Wandler verarbeiten zu können.
 
  Multitasking
Fähigkeit eines Computer- oder Steuerungssystems, mehrere Programme oder Prozesse (Tasks) gleichzeitig verarbeiten zu können. Beispiel: Steuerung eines Rundtaktautomaten mit einer SPS. Nach jedem Takt müssen die Stationen des Automaten gleichzeitig arbeiten und überwacht werden. Diese Aufgabe kann mit einem multitasking-fähigen System besonders einfach gelöst werden.
 
  N  
  NAND-Verknüpfung
UND-Verknüpfung, deren Ausgang negiert wird.
 
  NC (numerical control)
Abkürzung für Numerical Control (numerische Steuerung): durch Eingabe von Zahlenwerten gesteuert. Umfasst numerische Steuerungssysteme, überwiegend zur Steuerung von Werkzeugmaschinen. Die Arbeitsanweisungen für einen Bearbeitungsvorgang werden als Ziffern (numerisch) und Kennbuchstaben in Maschinensprache oder einer anwendungsorientierten NC-Programmiersprache (z.B. APL, EXAPT, ADAPT, AUTOSPOT) zu einem Programm zusammengestellt. Das Programm enthält die Weginformation (x,y,z-Koordinaten), Angaben über das zu verwendende Werkzeug (z.B. Bohrer), technische Daten wie Drehzahl, Vorschub, Werkzeugnummer oder Vorschubgeschwindigkeit und Zusatzfunktionen (z.B. Schmiermittelzugabe). Die Eingabe des Programms erfolgt in codierter Form durch Lochstreifeneingabe oder über Steckerfeldeingabe (Kreuzschienenverteiler). Einzelne Arbeitsanweisungen (z.B. zur Einrichtung der Maschine) können von Hand über Adresstasten, Ziffertasten oder über Vorwahlschalter an der NC-Maschine eingegeben werden.
 
  Negation
siehe Logische Verknüpfung, NICHT-Verknüpfung
 
  Nenndruck
Druck, auf den sich angegebene Werte beziehen, wenn das Gerät unter Nennbedingungen arbeitet. Meist der Hydraulik- oder Luftdruck, auf den sich vom Hersteller angegebene Werte bezüglich Leistung etc. beziehen.
 
  Netzdruck
Der in einem Druckluftnetz vorherrschende Druck. Dieser ist höher als der Betriebsdruck der einzelnen Pneumatikelemente (Verbraucher) und muss durch einen Druckminderer reduziert werden.
 
  Netzentstörung
Die Verminderung oder Unterdrückung von Störspannungen oder unerwünschten hoch- oder niederfrequenten Signalen.
 
  Netzfilter
Filter zum Ausblenden störender Signale in einem bestimmten Frequenzbereich.
 
  Netzteil
Mit dem Netzteil wird in Anlagen der Steuerungstechnik aus der Netzspannung die Steuerspannung gewonnen.
 
  Netzwerk
Verbindungssystem zwischen den verschiedenen Komponenten eines Steuerungssystems oder den Teilnehmern eines Kommunikationsnetzes zum Austausch
von Informationen. Es gibt drei Grundstrukturen (Netztopologien), die sich in der räumlichen Anordnung der Kommunikationspartner und der Art der Verbindung im Netz unterscheiden.
 
  Newton (N)
Abgeleitete Einheit für die Kraft. 1 N ist die erforderliche Kraft, um die
Masse 1 kg mit 1m/s2 zu beschleunigen.
 
  NICHT-Verknüpfung
Logische Grundfunktion:
Die Ausgangsgröße nimmt immer den negierten Wert der Eingangsgröße an. Es wird also mit dem umgekehrten Wert des Eingangssignals weitergearbeitet.
 
  Nichtleiter
Nichtleiter oder Isolatoren sind Materialien, die praktisch keine beweglichen Ladungsträger besitzen. Im technischen Sinn bezeichnet man solche Stoffe als Nichtleiter, deren spezifischer Widerstand mindestens 1010 mal höher ist als der von Metallen. Dazu gehören Glas, Porzellan, Gummi, Öl, Alkohol, destilliertes Wasser, Luft usw.
 
  Niederdruckpneumatik
Druckbereich in der Pneumatik bis maximal 2 bar. Dieser Druck ist jedoch nicht ausreichend, um Arbeitselemente zu betreiben und wird deshalb ausschließlich als Steuerdruck für Schaltelemente verwendet.
 
  Nockenscheibe
Radial um eine Zylinderachse drehende Scheibe, deren Umriss exzentrische Bewegungen bei Rotation um die Zylinderachse ausführt. Der Umriß der Nockenscheibe wird Nockenform genannt; damit werden gezielte Hubbewegungen bei drehender Nockenscheibe mittels Übertragungsgliedern (z.B. Stößel) erreicht, z.B. für Steuerungsabläufe.
 
  NOR-Verknüpfung
ODER-Verknüpfung, deren Ausgang negiert wird.
 
  Normaldruck
Bezeichnung in der Pneumatik für einen Arbeits- und Steuerdruck von etwa 3 bar bis 10 bar.
 
  NOT-AUS-Schalter
Der NOT-AUS-Schalter dient an allen Maschinen einheitlich dem Schutz von Menschen und wichtigen Maschinenteilen (VDE 0113). Bei Betätigung des NOT-AUS-Schalters soll die Maschine in einen sicheren Zustand gehen. Das bedeutet häufig das Stillsetzen der Maschine. Der NOT-AUS wird meistens mit Schlagtastern ausgelöst, die den entsprechenden Vorschriften in Farbe, Anordnung, Zugänglichkeit und Schaltverhalten genügen müssen. Die vom NOT-AUS auszulösenden Reaktionen dürfen nicht indirekt, z.B. von einer Speicherprogrammierbaren Steuerung, ausgelöst werden, weil es dann keinen Schutz vor dem Fehlverhalten dieser Steuerung gäbe. Daher muss der NOT-AUS-Schalter in den üblichen Fällen verdrahtungsprogrammiert an einer Speicherprogrammierbaren Steuerung vorbei wirken. Häufig wird bei NOT-AUS verlangt, dass die Maschine sofort stillgesetzt wird. In der Pneumatik und Hydraulik geschieht dies am einfachsten durch das Spannungslos-Schalten von Mehrstellungsventilen mit Sperrmittelstellung; bei Elektromotoren durch das Spannungslos-Schalten von Bremsmotoren. Bei rotierenden Bewegungen existieren genaue Vorschriften, wie viel Zeit längstens vergehen darf, bis die Bewegung steht.
 
  Nur-Lese-Speicher
siehe ROM
 
  Näherungsschalter
Näherungsschalter sind Sensoren, die auf Annäherung, also berührungsfrei, arbeiten. Man unterscheidet meist zwischen induktiven Näherungsschaltern (reagieren auf Metall), kapazitiven Näherungsschaltern (reagieren auf nichtleitende Materialien, außer auf Luft), magnetischen Näherungsschaltern (reagieren auf ein Magnetfeld) und optischen Näherungsschaltern (reagieren auf Lichtreflexion). Näherungsschalter gibt es in 2- und 3-Draht-Ausführung. Bei 2-Draht-Ausführungen wird der Näherungsschalter zwischen Versorgungsspannung und Signalempfänger geschaltet. Bei 3-Draht-Ausführungen wird der Näherungsschalter an den positiven und negativen Anschluss der Versorgungsspannung sowie an den Signalempfänger angeschlossen.
 
  O  
  Objektcode
siehe Maschinencode
 
  ODER-Verknüpfung
Logische Grundfunktion:
Die Ausgangsgröße nimmt nur dann den logischen Wert 1 an, wenn mindestens eine Eingangsgröße den Wert 1 hat. Das Ausgangssignal ist also nur 0, wenn beide Eingangssignale 0 sind.
 
  Oeffner
Schaltelement, das in Ruhestellung geschlossen ist. Verwendung in der Kontaktplanprogrammierung als Abfrage des 0-Signals an einem Eingang. In der Elektrotechnik ein Relaiskontakt, der bei erregter Spule einen Stromkreis öffnet und bei nicht erregter Spule schließt.
 
  Oelkreislauf
Geschlossener Ölkreislauf: Schaltung eines Hydraulikgetriebes, bei der der Flüssigkeitsumlauf von der Pumpe zum Motor oder zum Zylinder und von dort direkt zurück in die Saugleitung der Pumpe führt. Auftretendes Lecköl wird durch eine Niederdruck-Speisepumpe ersetzt. Der geschlossene Kreislauf bringt besonders dort Vorteile, wo die Last schiebt (z.B. bei Fahrzeugen) oder zieht (z.B. bei Kränen). In diesen Phasen wird der Hydraulikmotor zur Pumpe, die sich ihrerseits auf den Antriebsmotor (z.B. Verbrennungsmotor) stützt, d.h. man kann mit einem geschlossenen Kreislauf verlustlos bremsen.
Offener Ölkreislauf: Grundform eines hydraulischen Antriebes, bei der die Pumpe Öl aus dem Vorratsbehälter ansaugt, das nach Arbeitsleistung wieder in den Behälter zurückgeführt wird. Eine Richtungsumkehr der Pumpenförderung ist nicht möglich. Eine Richtungsumkehr des Antriebsgliedes (Zylinder, Motor) erfolgt hier durch ein Wegeventil.
 
  Offline
Auch indirekte oder unabhängige Datenfernverarbeitung. Hierbei werden die Daten nach der Datenfernübertragung auf Datenträgern zwischengespeichert. Es besteht keine direkte Verbindung zur Datenverarbeitungsanlage. Auch der Zustand einer Steuerung bei abgeschalteter Maschine.
 
  Offline-Programmierung
Offline-Programmierung ist die Programmierung einer Steuerung ohne Verbindung zur Steuerung. Beispielsweise kann das Programm einer Speicherprogrammierbaren Steuerung im Büro offline eingegeben werden. Es muss dann in die Steuerung geladen werden, damit es getestet werden kann.
 
  Ohm
Abgeleitete Einheit des elektrischen Widerstandes.
 
  Ohmsches Gesetz
Das von Georg Simon. (1789 - 1854) gefundene Naturgesetz besagt, dass der Widerstand R der meisten elektrischen Leiter.
 
  Oktalzahl
Eine Zahl auf der Basis 8. Die einzelnen Ziffern reichen von 0 bis 7 und können mit 3 Bit dargestellt werden. Wird über 7 hinausgezählt, findet ein Übertrag statt.
 
  Online
Auch direkte oder abhängige Datenverarbeitung. Hierbei ist die Datenverarbeitungsanlage mit den zur Datenfernübertragung benutzten Fernmeldewegen direkt verbunden. In der Steuerungstechnik bedeutet online die direkte Verbindung zwischen Steuerung und Maschine.
 
  Online-Programmierung
Programmierung einer Steuerung bei direkt angeschlossener und eingeschalteter Maschine.
 
  Operand
Die Steuerungsanweisung eines Programms für eine Speicherprogrammierbare Steuerung wird meistens in Operation und Operand unterteilt: Die Operation gibt an, was zu tun ist und der Operand gibt an, womit etwas zu tun ist. Der Operand kann sowohl die Adresse eines E/A-Bausteins als auch eine steuerungsinterne Adresse sein (z.B. ein Merker, Zeitbaustein o.ä.). Bei der Anweisung: "UND E3.2" ist "UND" die Operation, "E3.2" der Operand. Beim Operanden ist "E" (für Eingang) das Operandenkennzeichen, "3.2" der Operandenparameter.
 
  Operation
Steueranweisung; es wird ein Maschinenbefehl durch den Prozessor ausgeführt.
 
  Operationsteil
Der Teil einer Steuerungsanweisung, der die auszuführende Operation der Steuerungsanweisung enthält.
 
  Optischer Sensor
Sensor, der auf Lichtsignale reagiert und ein elektrisches Signal liefert. Dabei kann es sich um sichtbares oder auch um unsichtbares Licht (z.B. Infrarotlicht) handeln.
 
  Optoelektronik
Hiermit wird die Technik bezeichnet, die sich mit der Umwandlung, Beeinflussung und Wechselwirkung zwischen optischen und elektrischen Signalen befasst. Dabei wird die Verwendung von elektronischen Bauelementen wie z.B. Halbleiter vorausgesetzt. Häufig wird auch von Fotoelektronik gesprochen.
 
  Optokoppler
Ein Optokoppler wandelt ein elektrisches Eingangssignal mit einem optoelektronischen Sender in ein optisches Signal um und dieses in einem optoelektronischen Empfänger wieder zurück in ein elektrisches Ausgangssignal. Die optische Übertragungsstrecke dazwischen ist elektrisch nichtleitend, so dass zwischen Ein- und Ausgang eine galvanische Trennung besteht. Moderne Optokoppler bieten Schutz bis etwa 5000 V.
 
  P  
  Parallel/Seriell-Wandler
Wandelt ein paralleles Datenwort in ein serielles Datenwort um. Die einzelnen Bits eines Datenwortes werden dann zeitlich nacheinander am Ausgang des Wandlers zur Verfügung gestellt.
 
  Parallele Datenübertragung
Jedes einzelne Byte wird bitparallel übertragen, d.h. 8 Bits gleichzeitig (parallel) auf separaten Datenleitungen. Zudem muss die Übertragung synchron ablaufen. Dazu werden über Steuerleitungen Signale über Sende- und Empfangsbereitschaft ausgetauscht. Vorteil dieser Form der Datenübertragung ist eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit.
 
  Parallele Schnittstelle
Schnittstelle zur bitparallelen Datenübertragung.
 
  Paritätsbit
Zusätzliches Bit zur Übertragung von Daten. Es wird an eine Gruppe von Bits angehängt und entweder auf 0 oder 1 gesetzt. Man unterscheidet gerade und ungerade Parität. Bei gerader Parität wird das Paritätsbit so gesetzt, dass sich pro Byte eine gerade Anzahl von 1-Bits ergibt, bei ungerader Parität eine ungerade Anzahl der 1-Bits.
 
  Paritätsprüfung
Bei der Paritätsprüfung wird anhand des Paritätsbits kontrolliert, ob bei der Übertragung von Bitgruppen Fehler entstanden sind. Es wird das Paritätsbit der empfangenen Daten berechnet und mit dem Paritätsbit, das gesendet wurde, verglichen.
 
  PASCAL
Höhere Programmiersprache auf der Grundlage von ALGOL. Fördert die Methode der strukturierten Programmierung und eignet sich auch zur Entwicklung von Systemsoftware. Sie ist weitgehend selbstdokumentierend.
 
  Pascal (Pa)
Abgeleitete SI-Einheit für Druck, benannt nach dem Physiker Blaise Pascal.
 
  PE-Wandler
Druckschalter, der zur Umwandlung von pneumatischen Signalen in elektrische Signale verwendet wird. Durch ein pneumatisches Signal am Eingang X schaltet ein kleiner Kolben einen Mikrotaster. Dieser elektrische Signalgeber ist als Wechsler ausgeführt und kann somit als Öffner, Schließer oder Wechsler eingesetzt werden. Wird das Eingabesignal am Eingang X gelöscht, wird der Schaltkolben durch eine Feder zurückgedrückt, der elektrische Signalgeber wird dadurch freigegeben.
 
  Peripheriegerät
Externes Gerät außerhalb der CPU, das mit dem Rechnersystem verbunden ist und zur Eingabe, Ausgabe, Sichtanzeige oder Speicherung von Daten verwendet wird (z.B. Terminal, Drucker, Diskettenlaufwerk).
 
  Permanentmagnet
Magnet, der seine magnetische Kraft ohne äußere Einwirkung dauernd beibehält; auch als Dauermagnet bezeichnet.
 
  Personalcomputer
Kleinrechner, die sowohl im kommerziellen als auch im privaten Bereich nutzbar sind. Zum Betrieb gehören sowohl das Betriebssystem als auch Anwenderprogramme. Personalcomputer werden (mit dem entsprechenden Anwenderprogramm) auch als Programmiergeräte für Speicherprogrammierbare Steuerungen eingesetzt.
 
  Photon
Nach Einstein verhält sich das Licht in manchen Situationen wie ein Teilchenstrom. Ein solches Lichtteilchen wird Photon genannt. Siehe auch Welle-Teilchen Dualismus
 
  Pick-and-Place
Industrieroboter werden in Pick-and-Place-Einheiten, punktgesteuerte und bahngesteuerte Industrieroboter unterteilt. Pick-and-Place bedeutet dabei, von einem definierten Punkt Teile zu nehmen und an einen anderen definierten Punkt zu setzen.
 
  Pneumatik
Pneumatik ist die Lehre und Wissenschaft von der Luft, ihren Bewegungen und Bedingungen. In der Steuerungstechnik die technische Verwirklichung und Anwendung von Arbeitsgeräten und Steuerelementen, die mit Luft betrieben werden.
 
  Pneumatikzylinder
Pneumatischer Aktor, der überwiegend zur Erzeugung von Linearbewegungen eingesetzt wird. Es gibt viele unterschiedliche Ausführungsformen, z.B. den einfachwirkenden, den doppeltwirkenden und den kolbenstangenlosen Zylinder (Membranzylinder) sowie Sonderzylinder.
 
  Positioniereinrichtung
Einrichtung, die es möglich macht, fest eingestellte oder frei wählbare Positionen anzufahren.
 
  Positionieren
Genaues Festlegen eines Werkstücks auf dem Arbeitstisch oder genaues Anhalten einer Vorschubeinheit an einem vorbestimmten Punkt des Vorschubweges.
 
  Positionierregelkreis
Die Gesamtheit aller Geräte, die es gestatten, innerhalb festgelegter Grenzen den Vorgang Positionieren erfolgskontrolliert ablaufen zu lassen. So kann man, wie bei NC-Maschinen, die Positioniergenauigkeit von wenigen tausendstel Millimeter erreichen. Das Erreichen der Position geschieht durch laufenden Vergleich der momentanen Position oder Lage als Regelgröße mit dem vorgegebenen, gewünschten Wert (Führungsgröße). Störgrößen wie u.a. Änderung der Belastung, bleiben infolge der Regelung im Rahmen der Wirkungsmöglichkeiten ohne Einfluss auf das Erreichen der Position.
 
  Positionssensor
Sensor zur Ermittlung der Position von beweglichen Teilen, z.B. eines Maschinenschlittens.
 
  Potentiometer
Widerstandschaltelement mit beweglichem Schleifkontakt, mit dem sich beliebige Teilwiderstände eines Gesamtwiderstandes (oder Teilspannungen der anliegenden Gesamtspannung) einstellen lassen.
 
  PPS
Produktionsplanungs- und Steuerungssystem. Sammelbegriff für Einsatzgebiete der EDV im Fertigungsprozess. Im PPS fließen Daten über Produktion, Aufträge, Termine, Kapazitäten und Materialdisposition zusammen.
 
  Programm
Das Programm einer Steuerung ist die Gesamtheit aller Anweisungen für die Signalverarbeitung, durch die eine zu steuernde Anlage beeinflusst wird (DIN 66257). Es besteht aus einer Folge von Steuerungsanweisungen. Das Programm kann mit Kabel- oder Schlauchverbindungen realisiert werden (Pneumatik, Relaistechnik) oder als Software in einem Speicher hinterlegt sein (Speicherprogrammierbare Steuerungen). Ein Programm in der elektronischen Datenverarbeitung ist die Gesamtheit aller Anweisungen für Datenverarbeitung, mit der eine bestimmte Aufgabe gelöst wird.
 
  Programmablauf
Die zeitlichen Beziehungen zwischen den Teilvorgängen, aus denen sich die folgerichtige Ausführung eines Programms zusammensetzt.
 
  Programmablaufplan (PAP)
Grafische Darstellung eines Programms oder Programmteils mit Hilfe genormter Symbole (DIN 66001) für die verschiedenen Operationen eines Programms. Der so dargestellte Programmablauf kann als Grundlage zur Programmerstellung verwendet werden.
 
  Programmbaustein
Zusammengehörende Folge von Anweisungen für eine in sich abgeschlossene anwendungsorientierte Funktion innerhalb eines Programms. Um diese Funktion zu ändern, muss nur der Programmbaustein geändert oder ausgetauscht werden.
 
  Programmiergerät
Dient zur Eingabe der Befehlsfolge eines Steuerungsprogramms für eine SPS. Das Programm kann entweder direkt in den Programmspeicher eingegeben werden (online) oder auf einem Datenträger erstellt und dann in die Steuerung geladen werden (offline). Neben der Betriebsart "Programmeingabe" bieten viele Programmiergeräte noch weitere Betriebsarten, mit deren Hilfe Programme getestet werden können.
 
  Programmiersprache
Programmiersprachen dienen der Beschreibung von Verarbeitungsvorschriften, Daten und der Ein- und Ausgabe mittels einer normierten Sprache. Man unterscheidet maschinenorientierte und anwendungsorientierte oder höhere Programmiersprachen. Maschinenorientierte Programmiersprachen oder Assemblersprachen sind computerabhängig. Jeder Maschinenbefehl muss einzeln programmiert werden, z.B. eine Multiplikation als Reihe von Additionen. Höhere Programmiersprachen unterstützen den Anwender durch Operationen und Regeln zur Erstellung von Programmen. Diese Programmtexte werden dann von einem Compiler oder Interpreter in Maschinencode übersetzt. Sie berücksichtigen die Architektur eines Computers nur begrenzt.
 
  Programmschaltwerk
Das Programmschaltwerk ermöglicht von einer zentralen Stelle aus ganz bestimmte Steuerungsabläufe zu steuern. Nockenwellen mit Nockenscheiben oder Programmatten können verschiedene Grenztaster ansteuern. Der Antrieb erfolgt wahlweise durch Fremdantrieb, Getriebemotor oder Regelantrieb.
 
  Programmspeicher
Speicher, in dem ausschließlich Programme abgespeichert sind, die dann von der Zentraleinheit abgerufen werden. Dies kann auch ein Speicherbereich des Hauptspeichers sein, der für diesen Zweck reserviert ist.
 
  Programmspeicherkapazität
Gibt Auskunft über die maximale Anzahl der im Programmspeicher zu speichernden Befehle. Die Programmspeicherkapazität bei Speicherprogrammierbaren Steuerungen reicht von 1 KByte bis 256 KByte.
 
  Programmteiltechnik
Verfahren zur Aufteilung eines Programms in verschiedene Teilprogramme, die auch parallel abgearbeitet werden können. In einer Speicherprogrammierbaren Steuerung durch virtuelle Speicher verwirklicht.
 
  PROM
Programmierbarer Nur-Lese-Speicher, den der Anwender selbst mit Hilfe eines Programmiergerätes programmieren kann. Der Speicher kann nur einmal beschrieben werden. Jedoch können lauffähige Programme, die einmal programmiert sind, mehrfach kopiert werden.
 
  Proportionalhydraulik
Technologie innerhalb der hydraulischen Schaltungstechnik, die es ermöglicht, ein mechanisches, elektrisches oder elektronisches Signal in ein entsprechendes verhältnisgleiches hydraulisches Signal umzuwandeln.
 
  Proportionalpneumatik
Steuerung mit Stetigventilen. Einem gegebenen elektrischen Eingangswert ist ein bestimmter Druck oder Öffnungsweg eines Ventils zugeordnet. Durch Veränderung des elektrischen Eingangswertes erfolgt eine proportionale Verstellung des Druckes oder des Öffnungsquerschnittes.
 
  Proportionalventil
Ein Proportionalventil besteht aus einem Druck- oder Wegeventil und aus einer Baueinheit, die bewirkt, dass der Volumenstrom am Ventilausgang proportional zu einem elektrischen Eingangssignal gesteuert werden kann. Die Steuerung erfolgt über einen Proportionalmagneten, der den Steuerkolben verschiebt. Es wird also ein elektrisches Signal in ein entsprechendes hydraulisches oder pneumatisches Signal umgewandelt.
 
  Proportionalverstärker
Ein Proportionalverstärker erzeugt aus einem elektrischen Signal (Spannung oder Strom) das für ein Proportionalventil notwendige Ansteuersignal.
 
  Prozessor
Funktionseinheit innerhalb eines Computers oder Steuerungssystems, die die Fähigkeit hat, Daten zu verarbeiten.
 
  Prozessorik
Die Prozessorik umfasst den Teil des Steuerungssystems, das die Signale der Sensorik entsprechend einer Verarbeitungsvorschrift (dem Programm) verarbeitet und entsprechende Stellsignale an die Aktorik sendet.
 
  Prozessrechner
Digitalrechner zur Erfassung, Verarbeitung und Steuerung von Prozessdaten. Meist sind diese Rechner für diese Aufgabe besonders ausgelegt und werden eingesetzt, wenn umfangreiche Steuerungs- und Regelvorgänge koordiniert und überwacht werden müssen.
 
  Prozessvisualisierung
Grafische Veranschaulichung von Prozessabläufen auf einer Bildwand und zunehmend auch auf elektronischen Bildschirmen.
 
  Prozessüberwachung
Zentrale Überwachung eines Prozesses mit Hilfe von visuellen Geräten, z.B. mit Farbgrafikmonitoren. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn die Systemkomponenten des zu überwachenden Prozesses räumlich weit auseinanderliegen oder die einzelnen Abläufe unsichtbar sind. Einsatz in der chemischen Verfahrenstechnik sowie bei Werkzeugmaschinen der spannenden und umformenden Fertigung.
 
  Prozeß
Laut DIN 66201 ist ein Prozess ein Vorgang zur Umformung und/oder zum Transport von Material, Energie und/oder Informationen.
 
  Prozeßabbild
Das Prozessabbild ist eine bei manchen Speicherprogrammierbaren Steuerungen verwirklichte Funktion innerhalb der Zentraleinheit. Bei diesen Speicherprogrammierbaren Steuerungen wird in einem RAM-Speicher in jedem Zyklus ein vollständiges Abbild aller Eingänge abgelegt, und es werden zyklisch alle Ausgänge entsprechend dem RAM-Speicher geschaltet. Betrachtet man also einen ganzen Zyklus der Zentraleinheit, dann gehört zu diesem auch die Erneuerung des Prozessabbildes zusätzlich zum Programmablauf. Je nach Speicherprogrammierbarer Steuerung erfolgt die Erneuerung des Prozessabbildes prozessunabhängig (automatisch) oder abhängig vom Prozess bzw. vom Programm.
 
  Punktsteuerung
Steuert die Bewegungen einer Maschine ohne Funktionszusammenhang der Achsen untereinander. D.h. eine Punktsteuerung ermöglicht es, mit dem Werkzeug einzelne Punkte innerhalb eines Bearbeitungsfeldes anzufahren. Das Werkzeug steht während der Verfahrbewegung normalerweise nicht am Werkstück im Eingriff.
 
  Pyrometer
Ein Pyrometer ist ein berührungslos arbeitendes Gerät zur Messung der Temperatur einer strahlenden Oberfläche. Gemessen wird der Strahlungsfluss auf eine bekannte Empfängerfläche mit Hilfe der Gesetze der Wärmestrahlung.
 
  Q  
  Quellprogramm
Programmtext einer höheren Programmiersprache, der durch Kompilierung in Maschinencode übersetzt wird. Sollen Änderungen an diesem Programm vorgenommen werden, muss dies im Quellprogramm geschehen und dieses neu kompiliert werden.
 
  Querverweisliste
Die Querverweisliste ist eine wichtige Möglichkeit zum Auffinden von bestimmten Funktionseinheiten (Operanden) in einem Programm oder einem Schaltplan. Beispielsweise enthalten Querverweislisten von Relais- und Schützsteuerungen alle Kontakt- und Schützbezeichner und geben deren Position innerhalb einer Steuerung an. In Querverweislisten für Speicherprogrammierbare Steuerungen ist aufgeführt, an welchen Stellen im Programm ein Eingang, Ausgang, Merker oder eine beliebige andere Funktionseinheit benutzt wird. Da jede Funktionseinheit im Programm beliebig oft abgefragt werden darf, zumeist auch Ausgänge beliebig oft geschaltet werden dürfen, ist die Querverweisliste eines der wichtigsten Hilfsmittel bei der Suche nach Programmfehlern.
 
  R  
  Radialkolbenmotor
Pneumatischer oder hydraulischer Aktor zur Erzeugung von Drehbewegungen. Beim Radialkolbenmotor treiben hin- und hergehende Kolben über ein Pleuel die Kurbelwelle des Motors an. Damit ein stoßfreier Lauf gewährleistet ist, werden mehrere Zylinder radial angeordnet. Die Leistung dieser Motoren ist abhängig vom Eingangsdruck, von der Anzahl der Kolben, der Kolbenfläche, der Hub- und Kolbengeschwindigkeit.
 
  Radialkolbenpumpe
Die Zylinder sind sternförmig um die Achse angeordnet. Man unterscheidet zwischen innenbeaufschlagten, schlitzgesteuerten Radialkolbenpumpen und außenbeaufschlagten, ventilgesteuerten Radialkolbenpumpen.
 
  RAM
Speicher mit wahlfreiem Zugriff. Der Inhalt solcher Speicher kann unter Rechnerkontrolle sowohl gelesen, gelöscht als auch geändert werden. Auf die gespeicherten Daten wird durch Angabe der Adresse zugegriffen. Dies ermöglicht jederzeit schnellen Zugriff auf alle gespeicherten Daten. Da diese Speicher beim Abschalten oder bei Spannungsausfall ihre Speicherfähigkeit verlieren, muss ihr Inhalt auf einem anderen Speichermedium (Diskette, Festplatte) abgespeichert (gesichert) werden, wenn er nicht verloren gehen soll.
 
  Reaktionszeit
Die Reaktionszeit bezeichnet die Zeit, die vergeht, bis ein Steuerungssystem am Ausgang mit einem Signal auf ein Signal an einem Eingang reagiert. Die Reaktionszeit einer Speicherprogrammierbaren Steuerung setzt sich zusammen aus: Eingangsverzögerung der Eingabebaugruppe, Zykluszeit der Zentraleinheit und der Signalverzögerung der Ausgabebaugruppe. Die Signalverzögerung der Ausgabebaugruppe kann im allgemeinen vernachlässigt werden.
 
  Realzeitverarbeitung
Die Datenverarbeitung erfolgt in dem Augenblick, in dem die Daten anfallen.
 
  Rechenwerk
Teil der Zentraleinheit eines digitalen Rechen- oder Steuersystems zur Datenverarbeitung. Es enthält Register, Merker und die Arithmetisch-Logische Einheit zur Ausführung von Rechenoperationen und logischen Vergleichen.
 
  Reed-Schalter
Ein magnetischer Näherungsschalter, bei dem Kontaktzungen aus einem ferromagnetischen Material in einem mit Schutzgas gefülltem Glasrohr eingeschmolzen sind. Die Reed-Kontakte können von außen durch kleine Magnete oder Magnetspulen geschaltet werden.
 
  Referenzfahrt
Bei Positionier- oder Wegmeßsystemen, die nicht absolut messen, welcher Punkt gerade angefahren worden ist, muss der Weg immer in Bezug auf einen Referenzpunkt angegeben werden. Ist durch irgendein Ereignis, z.B. Spannungsausfall, unklare Befehlsausführung o.ä., keine Sicherheit mehr vorhanden, an welcher Position sich das System gerade befindet, wird eine Referenzfahrt durchgeführt, um das System wieder in Bezug zu einem eindeutigen Referenzpunkt festzulegen.
 
  Referenzpunkt
Bezugspunkt bei inkrementalen Wegmeßsystemen. Damit ist eine Position im Verfahrweg einer NC-Maschine gemeint, die vom Wegmeßsystem nach Stromausfall oder nach dem Wiedereinschalten erfasst werden kann. Wird auch Maschinennullpunkt genannt.
 
  Reflexdüse
siehe Ringstrahlsensor
 
  Regeldifferenz
Die Regeldifferenz ist die Differenz zwischen der Regelgröße und der Führungsgröße. Sie wird durch den Regler zur Stellgröße weiterverarbeitet.
 
  Regelgröße
Die Regelgröße ist die zu regelnde Größe, z.B. an einer Druckluftanlage der Druck oder bei einer Temperaturregelung die Temperatur.
 
  Regelstrecke
Die Regelstrecke ist der Bereich einer Anlage, dessen Größe geregelt werden soll.
 
  Regelung
Ein Vorgang, bei dem die zu regelnde Größe (Regelgröße) fortlaufend erfasst, mit einer Führungsgröße verglichen, und abhängig vom Ergebnis dieses Vergleiches, eine Angleichung der Regelgröße an die Führungsgröße bewirkt wird.
 
  Regelventil
Regelventile sind pneumatische oder hydraulische Ventile zum Regeln eines Druckes oder Volumenstroms. Besitzen sie einen internen Regelkreis, spricht man von Servoventilen.
 
  Register
In die Zentraleinheit integrierter Speicher für Zwischenergebnisse, Befehle oder Adressen.
 
  Regler
Ein Gerät, das mehrere Aufgaben der Regeleinrichtung zusammenfasst. Ein Regler muss mindestens den Vergleicher und ein weiteres, wichtiges Bauglied, z.B. Verstärker, enthalten. Der Vergleicher berechnet die Differenz von Soll- und Istwert. Diese Differenz wird zur Bildung der Stellgröße (Ausgangsgröße des Reglers) herangezogen und an das Stellglied im Regelkreis weitergegeben.
 
  Relais
Elektromagnetisches Schaltgerät, das durch die magnetische Wirkung eines schwachen Stroms Kontakte betätigt, die andere Stromkreise, auch solche mit erheblich größeren Stromstärken, ein-, aus- oder umschalten.
 
  RGB-Farbraum
Er besteht aus den Primärfarben rot, grün und blau. Bei Überlagerung aller Primärfarben entsteht weiß.
 
  Richten
Richten bezeichnet das Zurückfahren einer Anlage in die Grundstellung.
 
  Richtimpuls
Der Richtimpuls ist das Signal, das die speichernden Glieder einer Steuerung in die Grundstellung bringt.
 
  Ringstrahlsensor
Pneumatischer, berührungsloser Sensor. Der Ringstrahlsensor besteht im wesentlichen aus einer Sender- und einer Empfängerdüse. Aus der Senderdüse strömt ständig ein Luftstrahl. Bei Annäherung eines Objektes wird dieser Luftstrahl beeinflusst, es findet ein Rückstau (Reflex) statt, der über die Empfängerdüse als Signal ausgewertet werden kann.
 
  Roboter
siehe Industrieroboter
 
  Rohrfedermanometer
Mechanisches Druckmessgerät, bei dem die Druckluft in eine Rohrfeder geleitet wird, die sich bei Druckbeanspruchung streckt. Je größer der Druck ist, desto größer wird der Biegeradius. Diese Bewegung wird über einen Zeiger auf eine Skala übertragen.
 
  ROM
Speicher, dessen Inhalt nur gelesen werden kann. Er wird meist vom Gerätehersteller programmiert und enthält Programme, die immer wieder verwendet werden, z.B. Programme für den Start des Betriebssystems oder Steuerungsprogramme für Standardaufgaben. Bei vielen Steuerungen können auch die Anwenderprogramme in Nur-Lese-Speichern hinterlegt werden, um sie vor Verlust zu schützen.
 
  RS-Flipflop
Binär arbeitendes, bistabiles Element, das den einfachsten Datenspeicher darstellt. Werden solche Speicherelemente durch Geräte realisiert, verwendet man.
 
  RS232C-Schnittstelle
Genormte, serielle Asynchronschnittstelle zur Datenübertragung. Die RS232C-Norm ist weitgehend mit der V.24-Norm identisch, deswegen wird diese Schnittstelle auch häufig als V.24-Schnittstelle benannt.
 
  Ruhekontakt
siehe Oeffner, Relais
 
  Ruhestellung
Die Ruhestellung einer Anlage ist der Zustand, wenn die Anlage energielos ist. Der Zustand ergibt sich entweder zwangsläufig oder wird vom Hersteller festgelegt. Bezogen auf die einzelnen Bauglieder wird als Ruhestellung die Stellung bezeichnet, bei der die beweglichen Teile im unbetätigten Zustand, z.B. durch Federkraft, eine bestimmte Lage einnehmen (VDI 3260). Vielfach wird in der Praxis für das Wort Ruhestellung auch das Wort Nullstellung verwendet.
 
  Rundschalttisch
siehe Rundtakttisch
 
  Rundtakttisch
Drehtisch mit einstellbaren Gradeinteilungen, welcher pneumatisch-mechanisch gedreht und pneumatisch arretiert wird. Das Werkstück muss nur einmal zugeführt und eingespannt werden und durchläuft dann mehrere Bearbeitungsstationen. Es gibt auch hydraulisch-mechanische und elektromechanische Rundtakttische.
 
  Rückschlagventil
Wegeventil, das in einer Strömungsrichtung den Durchgang selbsttätig sperrt. Die Sperre wird meist durch eine Feder verursacht, die eine Kugel, einen Kegel oder eine Membran in deren Sitz presst. Steht nun in der Durchlassrichtung ein Druck an, der größer als die Federkraft ist, wird der Durchlass freigegeben.
 
  S  
  Schaltfrequenz
Anzahl der Schaltspiele (Arbeitstakt von der Ausgangsstellung bis zur Rückkehr in die Ausgangsstellung) eines Steuerungselements innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit.
 
  Schalthysterese
siehe Hysterese
 
  Schaltplan
Symbolische Darstellung der Geräte und Baugruppen einer Steuerung und ihrer Verbindungsleitungen.
 
  Schalttransistor
Betriebsart eines Transistors, der als elektronischer, kontaktloser Schalter wirkt. An den Eingang des Transistors wird nicht wie in der Verstärkerbetriebsart ein dynamisches Signal angelegt, sondern meist nur die Werte 5V und 0V. Der Transistor wird mit diesen Werten entweder ganz geöffnet oder ganz gesperrt, Zwischenwerte gibt es nicht. Die Ausgangsspannung ist dann von der Versorgungsspannung und der Ausgangsbeschaltung abhängig.
 
  Schaltungsalgebra
siehe Boolesche Algebra
 
  Schaltvorgang
Pneumatik und Hydraulik: Ein Schaltvorgang ist eine (plötzliche) Veränderung in einem System, hervorgerufen durch Eingriffe in das System mittels Schaltern, Ventilen, Steuerungsteilen, wodurch beabsichtigte Abläufe und/oder Veränderungen eingeleitet bzw. ausgelöst werden. Elektronik und Elektrik: Schaltvorgänge sind plötzliche Veränderungen in Stromkreisen, wodurch entweder leitende Verbindungen hergestellt (Schließen eines Kontaktes) oder unterbrochen werden (Öffnen eines Kontaktes). Wenn an dem Verhalten des gesamten Stromkreises Energiespeicher, also Magnetfelder oder elektrische Felder, beteiligt sind, dann erfordert ein neuer Schaltzustand meist eine Veränderung der gespeicherten Energien, die nicht in beliebig kurzer Zeit vor sich gehen kann. Steuerungstechnik:
Reaktion eines Systems (elektrisch, pneumatisch, hydraulisch oder Kombinationen aus diesen) auf den Wechsel eines Eingangssignals.
 
  Schaltzeichen
Schaltzeichen sind vereinfachte Darstellungen von Geräten und Funktionen in Schaltplänen. Schaltzeichen für fluidische Systeme und Geräte siehe DIN ISO 1219. Schaltzeichen für die Elektrotechnik siehe DIN 40 700, DIN IEC 3A ff.
 
  Schieberegister
- Digitalelektronische Baugruppe zur Realisierung der Seriell/Parallel- oder
Parallel/Seriell-Umwandlung eines Datenwortes.
- Register zum Zwischenspeichern von Daten zur Datenübertragung.
- Register zur Ausführung von Schiebeoperationen wie z.B. das Verschieben
einer Kommastelle. Bei Prozentrechnungen muss nur das Komma um 2 Stellen
nach links verschoben werden und der so entstandene Wert mit der Anzahl der
Prozente multipliziert werden.
 
  Schließer
Kontakt, der in Ruhestellung geöffnet ist und bei Betätigung geschlossen wird.
 
  Schnittstelle
Verbindungsstelle zwischen zwei Einheiten, z.B. Baugruppen, Rechnern, Programmbausteinen oder Geräten. Über Schnittstellen erfolgt der Datenaustausch oder der Austausch von Steuerfunktionen.
 
  Schnittstellenparameter
siehe Datenübertragungsparameter
 
  Schreib-Lese-Speicher
siehe RAM
 
  Schrittmotor
Motor, welcher über Steuerungsimpulse schrittweise definierte Drehbewegungen ausführt.
 
  Schrittschaltwerk
Fortschaltrelais, das mit jedem Einschaltimpuls einen Stellschalter weiterschaltet. Bei Speicherprogrammierbaren Steuerungen: eine Funktionseinheit, die die Zentraleinheit solange im aktiven Schritt eines Ablaufprogramms hält, bis dieser abgearbeitet ist. Erst dann wird der nächste Schritt aktiv. Die Abfrage von Merkern und Zählern oder Verriegelung der Schritte gegeneinander ist nicht notwendig.
 
  Schrittsetzen
Betriebsart bei Ablaufsteuerungen, in der durch Eingriff des Bedienenden die Ablaufkette auf einen beliebigen Schritt gesetzt werden kann.
 
  Schutzerdung
Schutzerdung ist die unmittelbare Erdung eines nicht zum Betriebsstromkreis gehörenden leitfähigen Teils der Betriebsmittel oder einer Anlage zum Schutz gegen zu hohe Berührungsspannung.
 
  Schutzleiter
Leiter, der bei einigen Schutzmaßnahmen bei indirektem Berühren zum Verbinden von Körpern mit anderen Körpern, fremden leitfähigen Teilen, Erdungsleitungen und geerdeten aktiven Teilen verwendet wird.
 
  Schutzmaßnahmen (elektrisch)
Schutzmaßnahmen dienen dem Schutz gegen gefährliche Körperströme, d.h. sie dienen dazu, den Menschen davor zu schützen, dass er von gefährlichen Strömen durchflossen wird, z.B. Schutzerdung oder besondere Schutzschaltungen (VDE 0100).
 
  Schütz
Schalter, der elektromechanisch betätigt wird. Im Normalfall ohne mechanische Sperre mit Rückstellkraft. Schütze werden durch ihren Antrieb betätigt und festgehalten. Man unterscheidet: Schütze zum Schalten von Motoren (Motorschalter) und Hilfsschütze (Hilfsstromschalter).
 
  Sedezimalsystem
Andere Bezeichnung für das Hexadezimalsystem.
 
  Selbsthalteschaltung
Die Selbsthalteschaltung bezeichnet die mit Relais oder Schützen praktizierte Möglichkeit, einen Speicher aufzubauen. Die Selbsthalteschaltung besteht immer aus drei Elementen: Einschaltsignal, Selbsthaltung und Ausschaltsignal. Je nach Anordnung des Ausschaltsignals kann eine Selbsthalteschaltung "dominierend setzend" oder "dominierend löschend" sein.
 
  Selbstinduktion
Fließt in einer Spule (allgemein in einer Leiteranordnung) ein elektrischer Strom, dessen Stärke sich zeitlich ändert, so ändert sich auch das durch diesen Strom in der Spule erzeugte Magnetfeld. Damit wird gemäß Induktionsgesetz als Folge der Stromänderung in der Spule eine elektrische Spannung induziert, die der Stromänderung entgegenwirkt.
 
  Sender
Andere Bezeichnung für Datenquelle.
 
  Sensor
Gerät, das Informationen (Messgrößen) aus einem Prozess erfasst und an die Steuerung weitergibt. Sensoren erfassen z.B. geometrische Größen wie Länge und Weg, die Annäherung von Objekten, den Füllstand von Behältern, Grenzwerte von Kraft, Druck, Feuchte oder Temperatur und bewegungsbezogene Größen wie Geschwindigkeit, Drehzahl oder Durchfluss und stellen diese Informationen dem Prozessorikteil der Steuerung zur Verfügung.
 
  Sensorarray
Fotodioden, die in einer 2-dimensionalen Matrix angeordnet sind.
 
  Sensorik
In der Steuerungstechnik die Gesamtheit der Funktionselemente, die für die Signalerfassung, -anpassung, -aufbereitung und -umwandlung zuständig sind.
 
  Sensorzeile
Mehrere Fotodioden, die in einer Zeile angebracht sind (1-dimensionale Matrix).
 
  Seriell/Parallel-Wandler
Wandelt einen seriellen Datenstrom in parallele Datenworte um. Es gibt Bausteine, die beide Funktionen, Parallel/Seriell-Wandlung und Seriell/Parallel-Wandlung ausführen. Solche Bausteine heißen ACIA (Asynchronous Communication Interface Adapter) oder UART (Universal Asynchronous Receiver Transmitter).
 
  Serielle Datenübertragung
Form der Datenübertragung, bei der die Daten Bit für Bit nacheinander übertragen werden. Man benötigt hierzu mindestens eine Datenleitung zwischen Sender und Empfänger. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist langsamer als bei der parallelen Datenübertragung, jedoch sind längere Verbindungsleitungen möglich. Anwendungsgebiet ist der Informationsaustausch auch über weite Entfernungen zwischen verschiedenen Geräten mit genormter serieller Schnittstelle.
 
  Serielle Schnittstelle
Schnittstelle zur seriellen Datenübertragung.
 
  Servohydraulik
Ein mit einer Regelung arbeitender Hydraulikkreis. Es werden mechanische Größen (Weg, Kraft, Geschwindigkeit) oder hydraulische Größen (z.B. Druck, Volumenstrom) zur Regelung herangezogen. Die Regelung kann auf Servoantriebe (Pumpen) oder Servoventile eingreifen. Um eine raschwirkende und genaue Regelgüte zu erreichen, werden Spezialelemente wie Servomotoren, Servozylinder etc. eingesetzt. In den Antrieben ist schon das Rückmeldesystem integriert. Der Regelungseingriff wird elektronisch vorgenommen.
 
  Servomotor
Motor für die Regelungstechnik. Der Motor wird durch Änderung der elektrischen Eingangsgröße in Drehzahl und/oder Drehmoment geregelt. In der Hydraulik z.B. ein Flügelzellen- oder Kolbenmotor mit verstellbarem Hubvolumen.
 
  Servopneumatik
Steuerung von pneumatischen Aktoren mit elektronischen Regelkreisen. Die Servopneumatik ermöglicht es, pneumatische Zylinder zwischen den Endlagen sehr genau (1/10 mm) zu positionieren oder einen Druck durch ein elektrisches Signal kontinuierlich zu verstellen. Wegen der Kompressibilität von Luft werden sehr schnelle und genaue Ventile und komplexe elektronische Regelkreise benötigt.
 
  Servosteuerung
Mit Servosteuerung wird eine Funktion bezeichnet, bei welcher eine kleine Eingangsgröße eine große Ausgangsgröße bewirkt, wie bei vorgesteuerten Ventilen. Das Umsteuersignal schaltet ein Zwischenglied, welches die Umschaltung des Hauptventils bewirkt.
 
  Servoventil
Servoventile sind Leistungsverstärker mit großem Verstärkungsfaktor. Sie besitzen beliebig viele Zwischenstellungen zwischen den beiden Endlagen des Steuerkolbens. Je nach Verstärkung verwendet man ein-, zwei- oder dreistufige Servoventile. Ein Steuermotor wandelt kleine Steuersignale in proportionale Bewegungen des Steuerkolbens um.
 
  Siebensegmentanzeige
Alphanumerische Anzeige, die mit Hilfe von sieben einzeln ansteuerbaren Leuchtbalken ein Zeichen darstellt. Jeder Leuchtbalken besteht aus einer Leuchtdiode oder LCD.
 
  Signal
Ein Signal ist die Darstellung einer Information durch den Wert oder Werteverlauf einer physikalischen Größe.
 
  Signalanpassung
Umsetzung von Signalarten, z.B. Analogsignale in Digitalsignale oder
umgekehrt.
 
  Signalform
Signale können in verschiedenen Formen vorliegen und verarbeitet werden. Übliche Signalformen sind Analogsignale, Digitalsignale und Binärsignale. In der Steuerungstechnik werden überwiegend Binärsignale oder aus Binärsignalen zusammengesetzte Digitalsignale verwendet.
 
  Signalgeber
Gerät, das ein zur Beeinflussung einer Steuerung notwendiges Signal erzeugt.
 
  Signalspeicher
Die von einem Prozess gelieferten Signale müssen häufig nicht zum Zeitpunkt ihres Auftretens verarbeitet werden, sondern später. Zu diesem Zweck werden die Signale im Signalspeicher zwischengespeichert.
 
  Signalumformer
Gerät, welches ein Eingangssignal, eventuell unter Verwendung von Hilfsenergie, möglichst eindeutig in ein damit zusammenhängendes Ausgangssignal umformt. (DIN 19226)
 
  Signalverarbeitung
Signale können gewandelt, verstärkt, verknüpft und in einem Steuerprogramm neu erzeugt werden.
 
  Signalverstärker
Signalumformer, der Signale einer Messeinrichtung verstärkt, wenn deren Wertebereich zu klein für die verarbeitende Einrichtung ist.
 
  Signalwandler
Ein Signalwandler ist ein Signalumformer ohne Hilfsenergie, der das Eingangssignal in ein physikalisch gleichartiges Ausgangssignal mit einem für die nachfolgenden Glieder geeigneten Wertebereich umformt.
 
  Simplex
Datenübertragung, bei der Informationen grundsätzlich nur in einer Richtung übertragen werden können.
 
  Software
Programme zum Betrieb eines Computers oder einer Steuerung. Die Software umfasst das Mikroprogramm, das Betriebssystem, alle Dienst- und Anwenderprogramme. Jedes Rechnersystem besteht aus Hardware (Elektronik) und Software (Programme).
 
  Software-Handshake
Handshake-Verfahren, bei dem die Steuerinformation durch Übertragung von Steuerzeichen übermittelt wird.
 
  Sollwert
Wert, den eine Größe haben soll. In der Steuerungstechnik der Wert, der erreicht oder beibehalten werden soll.
 
  Spannung (elektrische)
Die Spannung ist ein Maß für die Antriebsenergie der Ladungsträger, die diese entweder beim Lauf durch die Spannungsquelle aufnehmen (Ursache des Stromflusses) oder als Spannungsabfall beim Durchdringen eines Leiters, Widerstandes oder dergleichen an diesen abgeben (Wirkung des Stromes). Die elektrische Spannung ist eine abgeleitete Größe mit der Einheit V (Volt). Die Spannung U = 1V ist erforderlich, um die Ladungsmenge Q = As so durch einen Leiter zu treiben, dass darin eine Energie W = 1Nm = 1J = 1Ws umgesetzt wird.
 
  Spannungsquelle
Als Spannungsquelle wird die Batterie, der Generator oder eine ähnliche Einrichtung in einem Stromkreis bezeichnet, von der ein Antrieb auf die Ladungsträger ausgeht.
 
  Speicher
- Funktionseinheit, welche Energie, Information oder Materie speichert.
- Funktionseinheit innerhalb einer Steuerung oder eines Computers zum Aufbewahren von Daten. Dazu zählen auch externe Speichermedien wie Disketten, Festplatten oder Datenbänder. Sie unterscheiden sich in Technologie, Kapazität, Zugriffsart und -zeit.
 
  Speicherbedarf eines Bildes
Der Speicherbedarf von Bildern hängt von der Auflösung und der Farbtiefe ab.
 
  Speicherkapazität
Sagt aus, wie viele Bit oder Datenworte ein Speicher aufnehmen (speichern) kann. Die Angabe erfolgt meist in KBit (Kilobit) oder in KByte (Kilobyte). Dabei bedeutet die Angabe 1 K, dass der Speicher eine Kapazität von 1024 Bits oder Bytes hat.
 
  Speicherprogrammierbare Steuerung
Nach DIN 19237 ist eine Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) eine Steuerung, deren Programm in einem Programmspeicher abgelegt ist. Die SPS ist ein auf steuerungstechnische Anwendungen zugeschnittenes Computersystem.
 
  spektrale Empfindlichkeit
Die spektrale Empfindlichkeit stellt die Abhängigkeit zwischen der Wellenlänge und der Wahrscheinlichkeit freie Ladungsträger zu erzeugen dar. Aus diesem Diagramm kann man auch ersehen, für welche Wellenlänge der Sensor am empfindlichsten ist.
 
  Sperrventil
Ventile, die den Durchfluss vorzugsweise in einer Richtung sperren und in der entgegengesetzten Richtung freigeben. Der Druck auf der Abflussseite belastet das sperrende Teil und unterstützt dadurch das Schließen des Ventils. Sie werden auch Rückschlagventile genannt.
 
  Start/Stop-Verfahren
siehe Asynchrone Datenübertragung
 
  Startvoraussetzung
Schritte, die erforderlich sind, um von der Ruhestellung in die Grundstellung zu kommen, z.B. Einschalten des Hauptschalters, Füllen des Magazins usw. (VDI 6260).
 
  Staudruck
Staudruck nennt man den Druck, der sich in dem Staugebiet einer Strömung, z.B. als Winddruck auf eine feste Mauer, zusätzlich zum statischen Luftdruck bildet.
 
  Staudüse
Pneumatischer Grenztaster, der nach dem Prinzip des Rückstaus arbeitet. Über eine Düse strömt Druckluft ins Freie. Wird dieser Luftstrom von einem Gegenstand beeinflusst, so baut sich am Ausgang A ein Druck auf. Der Abstand des Objekts muss zwischen 0 und 0,5 mm betragen, damit ein eindeutiges Signal erzeugt werden kann.
 
  Stellantrieb
Der Stellantrieb dient zur Verstellung des Stellglieds, sofern es mechanisch betätigt wird, und somit zur direkten Einwirkung auf eine Regel- oder Steuerstrecke. Hydraulische oder pneumatische Stellantriebe: Membransystem, Stellkolben, Stellmotor.
 
  Stellbefehl
Der Stellbefehl ist das Signal, welches die gewünschte Betätigung eines Stellgliedes auslöst.
 
  Stellglied
Am Eingang einer Steuer- oder Regelstrecke liegender Baustein, der in einen Massenstrom oder Energiefluss eingreift, z.B. Motor, Ventil, Zylinder. Das Stellglied ist der Teil einer Steuerung oder Regelung, der den Zustand des Antriebsgliedes verändert.
 
  Stellgröße
Ein vom Prozessorikteil einer Steuerung erzeugtes Signal an die Aktorik. Die Stellgröße beeinflusst das Stellglied, das seinerseits eine Verstellung des Aktors (z.B. Motor) bewirkt. Die Stellgröße ist Ausgangsgröße der Steuereinrichtung und zugleich Eingangsgröße der Steuerstrecke.
 
  Steuerbus
Busleitung eines Bussystems, mit dem ausschließlich Steuerbefehle übertragen werden.
 
  Steuerdiagramm
Im Steuerdiagramm wird der Schaltzustand von Steuer- und Stellgliedern in Abhängigkeit von Schritten oder Zeiten dargestellt. Die Schaltzeit bleibt dabei unberücksichtigt. Das Steuerdiagramm sollte nach Möglichkeit in Verbindung mit dem Bewegungsdiagramm dargestellt werden.
 
  Steuereinrichtung
- DIN 19226: Die Steuereinrichtung ist derjenige Teil des Wirkweges einer Steuerung, welcher die aufgabengemäße Beeinflussung der Strecke über das Stellglied bewirkt.
- Die Steuereinrichtung ist der Signalsteuerteil einer Steuerkette. Der Signalsteuerteil ist entsprechend der Steuerungsaufgabe ausgelegt. Das Ausgangssignal der Steuereinrichtung wirkt im Leistungsteil der Steuerkette auf das Stellglied.
 
  Steuerenergie
Die Steuerenergie bewirkt den Signalfluss in einer Steuerung. Häufig haben Steuerungen getrennte Energieversorgungen für Signalsteuerteil und den
Leistungsteil.
 
  Steuergerät
In der Automatisierungstechnik ein Gerät, das Prozesse steuert.
 
  Steuerglied
Das Steuerglied bestimmt den Signalfluss zwischen Signalglied und Stellglied nach vorgegebener Bedingung.
 
  Steuerkette
DIN 19226: Eine Steuerkette ist eine Anordnung von Systemen, die in Kettenstruktur aufeinander einwirken. Eine Steuerkette als Ganzes kann innerhalb eines übergeordneten Systems mit weiteren Systemen in beliebigem wirkungsmäßigem Zusammenhang stehen.
 
  Steuerprogramm
Steuerprogramme dienen zum Steuern von Prozessen und stellen einen Ablauf von Anweisungen dar, die jeweils aus einem Operationsteil und und einem Operandenteil oder nur aus einem Operationsteil bestehen. Sie werden in einer Zentraleinheit gespeichert
 
  Steuersignal
Die Darstellung einer Information durch den Wert oder Werteverlauf einer physikalischen Größe, die zur Steuerung oder Regelung eines Prozesses aufgenommen und zur automatischen Steuerung oder Regelung desselben verwendet wird.
 
  Steuerspannung
Steuerspannung ist die Spannung, die innerhalb einer elektrischen Steuerung für die Sensorik und Teile der Aktorik verwendet wird. Sie beträgt meistens 24V Gleichspannung oder 220V Wechselspannung (DIN VDE 0113).
 
  Steuerstrecke
Die Steuerstrecke ist derjenige Teil des Wirkungsweges, welcher den aufgabengemäß zu beeinflussenden Bereich der Anlage darstellt.
 
  Steuerung
Vorgang in einem System, bei dem durch Eingangsgrößen die Ausgangsgrößen beeinflusst werden. Kennzeichen für das Steuern ist der offene Wirkungsablauf, die Steuerkette. Auf ein Signal hin wird eine Reaktion ausgelöst, ohne dass deren Ergebnis überprüft wird. Eine Steuerung korrigiert sich nicht selbst.
 
  Steuerungsanweisung
Einzelne Anweisung eines Steuerungsprogramms einer speicherprogrammierbaren Steuerung. Sie besteht aus einem Operationsteil und einem Operandenteil, kann jedoch auch nur aus einem Operationsteil bestehen.
 
  Steuerungssystem
Zusammenfassung aller bei einer Steuerung verwendeten Baugruppen und Geräte.
 
  Steuerwerk
Bestandteil der Zentraleinheit, der die Ausführung von Befehlen steuert und überwacht.
 
  Steuerzeichen
Steuerzeichen sind eine Erweiterung des zur Codierung der Daten erforderlichen Zeichensatzes (z.B. ASCII).
 
  Strahlungsthermometer
siehe Pyrometer
 
  Streckensteuerung
Mit Streckensteuerungen können Verfahrbewegungen parallel zu den Verfahrachsen durchgeführt werden. Nur die Anfangs- und Endpunkte einer Geraden und die Vorschubgeschwindigkeit müssen programmiert werden. Das Werkzeug kann während der Verfahrbewegung am Werkstück im Eingriff sein. d.h. es kann während der Verfahrbewegung bearbeitet werden.
 
  Strom (elektrischer)
Elektrischer Strom ist die geordnete Bewegung von Ladungsträgern und damit von elektrischen Ladungen. Per Definition fließt der Strom (Gleichstrom) vom Pluspol der Spannungsquelle durch den Stromkreis hindurch zu ihrem Minuspol (positive Stromrichtung = Bewegungsrichtung positiver Ladungsträger).
 
  Stromlaufplan
Ein Stromlaufplan ist die ausführliche Darstellung einer Schaltung mit ihren Einzelheiten. Er zeigt und erläutert durch übersichtliche Darstellung der einzelnen Stromwege die Wirkungsweise einer elektrischen Schaltung. Im Stromlaufplan darf die übersichtliche Darstellung der Wirkungsweise durch die Wiedergabe gerätetechnischer und räumlicher Zusammenhänge nicht beeinträchtigt werden.
 
  Strompfad
- Ein von oben nach unten gelesener Pfad in einem Stromlaufplan.
- Teil eines Steuerprogramms in der grafischen Programmiersprache "Kontaktplan". Im allgemeinen von links nach rechts gezeichnet, wobei im linken Teil Eingangsanweisungen wie Abfragen von Funktionseinheiten und Vergleichsoperationen (Bedingungen) angegeben und im rechten Teil Ausgangsanweisungen wie Setzen und Rücksetzen von Funktionseinheiten, Rechenoperationen, Zeitwerk- und Zähleranweisungen (Aktionen) programmiert werden.
 
  Stromschleife
siehe Linienstrom-Schnittstelle
 
  Stromstärke
Die Stromstärke ist das Maß für die Intensität des elektrischen Stroms. Sie ist eine der sieben Basisgrößen im SI-Einheitensystem und wird in der Basiseinheit Ampere (A) gemessen.
 
  Stromventil
Ventil zur Regulierung des Mengenstroms eines Fluids. Es wird auch Durchfluss- oder Stromregelventil genannt.
 
  Störfestigkeit
Grenzwert eines Störsignals, bis zu dem die Geräte und Schalteinrichtungen einer Steuerung noch nicht zerstört werden (DIN 19237).
 
  Störgröße
Alle von außen wirkenden Kräfte, soweit sie die Funktion einer Steuerung oder Regelung beeinträchtigen.
 
  Störsicherheit
Allgemein: Schutz eines Geräts vor Störeinflüssen von außen sowie das Vermeiden der Störabstrahlung eines Geräts nach außen.
 
  Synchrone Datenübertragung
Synchronverfahren der Datenübertragung, bei dem die Daten in einem festen Zeitraster übertragen werden. Die Datenblöcke (mehrere Byte) werden durch ein oder mehrere Synchronisationsbytes (Steuerzeichen) eingeleitet und durch ein anderes Steuerzeichen beendet.
 
  Synchrone Steuerung
Eine Steuerung, bei der die Signalverarbeitung synchron zu einem Taktsignal erfolgt (DIN 19237).
 
  Synchronisation
Unbedingt erforderliche zeitliche Abstimmung von Sender und Empfänger während einer Datenübertragung durch Einstellung der Übertragungsgeschwindigkeit, Einstellung des Datenformats, Erkennung des 1.Bits des Datenblockes und Austausch von Steuerinformationen über Sende- und Empfangsbereitschaft.
 
  Synchronisationssignal
In der Videotechnik benötigt man Synchronisationssignale. Sie teilen den Endgeräten mit, wann eine Zeile (Signal H_Sync) bzw. wann eine Seite (Signal V_Sync) beendet ist.
 
  Synchronmotor
siehe Drehstrommotor, Gleichstrommotor
 
  System
Ein System ist eine abgegrenzte Anordnung von Gebilden, die miteinander in Beziehung stehen. Solche Gebilde können sowohl Gegenstände als auch Denkmethoden und deren Ergebnisse (z.B. Organisationsformen, mathematische Methoden, Programmiersprachen) sein. Diese Anordnung wird durch eine Hüllfläche von ihrer Umgebung abgegrenzt oder abgegrenzt gedacht. Durch die Hüllfläche werden Verbindungen des Systems mit seiner Umgebung geschnitten. Die mit diesen Verbindungen übertragenen Eigenschaften und Zustände sind die Größen, deren Beziehungen untereinander das dem System eigentümliche Verhalten beschreiben.
 
  Systemanalyse
Phase der Projektierung, in der ein Steuerungsproblem analysiert und eine zur Lösung geeignete Software-Hardware-Konfiguration entworfen wird.
 
  Systemsoftware
Gesamtheit der Systemprogramme zum Betreiben eines Computers, wie Betriebssysteme, Compiler, Interpreter und Hilfsprogramme.
 
  T  
  Taktgeber
Zeitbaustein, der bei anstehendem Eingangssignal ein getaktetes Ausgangssignal ausgibt.
 
  Taktstufe
Steuerung bestehend aus einem UND-Element, einem ODER-Element und einem Speicherelement. Bei jedem Takt werden über den Speicher die Umschaltsignale für die Stellglieder gesetzt. Mehrere solcher Taktstufen können zu einer Taktkette zusammengefasst werden.
 
  Taktstufensteuerung
Realisierung von Ablaufsteuerungen mit Hilfe von Taktstufenbausteinen.
 
  Teach-In-Programmierung
Mit Teach-In-Programmierung wird eine Programmiermethode beschrieben, bei der ein gewünschter Maschinenzustand vom Anwender/Programmierer herbeigeführt wird, damit dieser Zustand vom Rechner abgespeichert wird. Von Teach-In-Programmierung wird vor allem bei der Programmierung von Robotern gesprochen. Der Roboter wird vom Programmierer mit Hilfe eines Programmiergerätes geführt. Der Rechner "lernt" die Bahn dabei und führt sie später selbständig aus. Bei Speicherprogrammierbaren Steuerungen gibt es die Teach-In-Programmierung in wenigen Fällen. Hier werden bei angeschlossener Maschine die Ausgänge der SPS vom Programmierer geschaltet. Diesen Maschinenzustand "lernt" die SPS selbst, d.h. die Eingangsbedingungen müssen nicht extra programmiert werden. Schließlich wird Teach-In-Programmierung bei der Einstellung von Positionierantrieben benutzt. Der Programmierer fährt die gewünschte Position an, der Rechner "lernt" diese Position.
 
  Teilautomatik
Betriebsart, in der nur Teile der Steuerung oder des Programms ohne Eingriff des Bedienenden programmgemäß arbeiten.
 
  Terminal
siehe Datensichtgerät
 
  Thermistor
Nach DIN 44070 ist ein temperaturabhängiger Widerstand (Thermistor) ein Halbleiterwiderstand mit der Funktion, dass mit der Änderung der Temperatur des Bauelements eine wesentliche Änderung seines elektrischen Widerstandswerts erzielt wird, worauf die Temperaturmessung beruht. Ist der Temperaturkoeffizient positiv, so spricht man von einem Kaltleiter oder PTC-Widerstand (positive temperature coefficient). Bei negativem Temperaturkoeffizienten spricht man von einem Heißleiter oder NTC-Widerstand (negative temperature coefficient). Der Begriff Thermistor wird auch oft in der Bedeutung eines NTC-Widerstandes gebraucht.
 
  Thermoelement
Thermoelemente sind elektrische Thermometer, deren Wirkungsweise darauf beruht, dass man zwei Drähte aus unterschiedlichen Metallen, Legierungen oder Halbleitern in Kontakt bringt. Befinden sich die Verbindungsstellen auf verschiedener Temperatur, so lässt sich an den offenen Leiterenden eine eingeprägte, temperaturabhängige Spannung, die sogenannte Thermospannung oder Thermokraft, messen (Seebeck-Effekt).
 
  Timer
Zeitbausteine, die benutzt werden, um Zeitabläufe festzulegen, abzufragen oder zu kontrollieren.
 
  Tippbetrieb
Betriebsart bei Ablaufsteuerungen, bei der das Weiterschalten der Ablaufkette auf den nächstfolgenden Schritt, abhängig vom Eingriff des Bedienenden, auf einen für die gesamte Ablaufkette nur einmal für diesen Zweck vorhandenen Signalgeber erfolgt.
 
  Transistor
Halbleiterbauelement, bestehend aus drei Halbleiterschichten, mit dem der Stromfluss zwischen zwei Anschlüssen (Kollektor, Emitter) von einem dritten (Basisanschluss) gesteuert wird. Wird der Basisstrom erhöht, steigt der Kollektorstrom, welcher um ein Vielfaches größer als der Basisstrom ist, proportional an. Ein Transistor kann zur Signalverstärkung, als Sensor oder als Schalter eingesetzt werden.
 
  Transistorschalter
siehe Schalttransistor
 
  Transistorstellglied
Transistorschaltung, die ein von der Signalverarbeitung (Prozessorik) geliefertes Signal aufbereitet (z.B. verstärkt) und den Aktor (z.B. einen Gleichstrommotor) damit steuert.
 
  Transistorverstärker
Elektronische Schaltung, die die Eigenschaft des Transistors ausnutzt, aus einem kleinen Eingangssignal ein größeres Ausgangssignal zu erzeugen. Ein kompletter Transistorverstärker besteht meist aus mehreren Verstärkerstufen und Anpassschaltungen. Entsprechend den Anforderungen gibt es die drei Transistorgrundschaltungen: Emitter-, Basis- und Kollektorschaltung.
 
  Transmission
Treten Lichtstrahlen, aus dem Medium wieder aus, so spricht man von Transmission.
 
  Trigger
Elektronischer Schwellwertschalter.
 
  TTY-Schnittstelle
TTY: Englische Abkürzung für teletype = Fernschreiber. Andere Bezeichnung für die Linienstrom-Schnittstelle.
 
  U  
  Ueberdruck
Die Druckdifferenz zwischen einem absoluten Druck pabs und dem
jeweiligem Atmosphärendruck patm ist die atmosphärische
Druckdifferenz pe, sie wird Überdruck genannt.
 
  Ueberlastfestigkeit
Überlastfestigkeit bedeutet, dass der Ausgang auch von einer länger dauernden Überlast, also einem Strom über dem Nennstrom, der kein echter Kurzschluss ist, nicht zerstört wird.
 
  UND-Verknüpfung
Logische Grundfunktion: Die Ausgangsgröße nimmt nur dann den logischen Wert 1 an, wenn alle Eingangsgrößen den Wert 1 haben.
 
  V  
  V.24-Schnittstelle
Genormte serielle Schnittstelle. Modemschnittstelle in der Datenfernübertragung und vielseitig einsetzbare Schnittstelle zur Verbindung eines Computers mit Peripheriegeräten z.B. Maus, Diskettenlaufwerk und Computer- Computer Verbindungen. Die internationale V.24-Norm ist weitgehend identisch mit den Vereinbarungen der deutschen DIN 66020 und der amerikanischen RS232C-Norm. Steckverbindung: 25polig; Baudrate: 300 Bits bis 9600 Bits pro Sekunde.
 
  Valenzband
Energieniveaus, die prinzipiell mit Elektronen besetzt sind.
 
  Ventil
Fluidische Elemente zur Steuerung von Druck und Durchfluss von Fluiden. Es wird unterschieden zwischen Wegeventilen, Druckventilen, Stromventilen und Sperrventilen.
 
  Verarbeitungstiefe
Verarbeitungstiefe ist nach DIN 19237:
Die Anzahl der signalverarbeitenden Grundfunktionen (ns) einer Steuereinrichtung bezogen auf die Summe ihrer Eingänge (nE) und Ausgänge (nA).
 
  Verbindungsplan
Verbindungspläne und -tabellen vermitteln Informationen über die externen elektrischen Verbindungen zwischen Geräten oder Baueinheiten. Sie werden als Hilfsmittel für die Herstellung von Leitungsverbindungen und für Wartungszwecke verwendet.
 
  Verbindungsprogrammierte Steuerung
Bei einer verbindungsprogrammierten (oder festverdrahteten) Steuerung ist eine Programmänderung nur durch Veränderung der Anschlüsse der Verdrahtung oder Schläuche möglich. Das Programm solcher Steuerungen ist durch die Art der einzelnen Funktionsglieder und deren Verbindungen festgelegt.
 
  verbotene Zone
Den Bereich zwischen dem Valenz- und dem Leitungsband bezeichnet man als verbotene Zone.
 
  Verdichter
Verdichter sind Arbeitsmaschinen zur Förderung bzw. Verdichtung von gasförmigen Medien.
 
  Verfahren
Ein Verfahren wird in einer verfahrenstechnischen Anlage durchgeführt. Das Verfahren beinhaltet die Veränderung von Stoffen, die Anlage bietet die dazu erforderliche Ausrüstung (DIN 28 004).
 
  Vergleicher
Funktionseinheit zum Vergleichen von analogen Signalen (Operationsverstärker) oder von binären Worten (digitaler Vergleicher).
 
  Verknüpfung
Mit Hilfe einer logischen Verknüpfung wird ein Ausgang mit den Eingängen einer Schaltung verknüpft.
 
  Verknüpfungsbaustein
siehe Logische Verknüpfung
 
  Verknüpfungsergebnis
siehe Logische Verknüpfung
 
  Verknüpfungsglied
Baugruppe einer Steuerung, mit der logische Verknüpfungen von Signalen möglich sind. Grundverknüpfungsglieder sind: NICHT-, UND- und ODER-Glieder.
 
  Verknüpfungsoperation
siehe Logische Verknüpfung
 
  Verknüpfungsprogramm
Ein Verknüpfungsprogramm ist ein Programm, bei dem das Programm selbst im wesentlichen keine zeitliche Reihenfolge der einzelnen Aktionen vorgibt. Die Reihenfolge wird von der Bedienungsperson bestimmt. Verknüpfungsprogramme werden z.B. im Handbetrieb einer Maschine benötigt, bei der Störungsüberwachung, bei der Steuerung eines Kranes usw. Das Verknüpfungsprogramm besteht aus vielen einzelnen logischen Verknüpfungen. Liegt eine vom Programm festgelegte Reihenfolge vor, wird von einem Ablaufprogramm gesprochen.
 
  Verknüpfungssteuerung
Steuerung, bei der den Eingangssignalen zu jedem beliebigen Zeitpunkt Ausgangssignale zugeordnet werden. Diese Zuordnung erfolgt vorwiegend durch logische Verknüpfungen.
 
  Versorgungsdruck
Druck in einem Druckluftnetz, der nach dem Kompressor zur Verfügung gestellt wird.
 
  Versorgungsspannung
Die Funktionsfähigkeit von elektrischen Geräten ist von der Qualität ihrer Energieversorgung abhängig. Dazu wird die Versorgungsspannung UvB in ihrer Größe, Form, Frequenz, Bandbreite und Oberwelligkeit klar definiert.
 
  Verstärker
Es gibt Sensoren, deren Ausgangssignal zu klein ist, um es weiterverarbeiten zu können, z.B. das Signal eines piezoelektrischen Druckaufnehmers. Deswegen müssen solche Signale verstärkt werden. Schaltungen, die diese Aufgabe erfüllen, heißen Verstärker. Wichtig ist, dass Verstärker den Signalverlauf nicht verfälschen oder begrenzen.
 
  Verzögerung
Zeitliche Pauseneinstellung durch Drosselung der Durchflussmenge und damit Verlängerung der Füllzeit (pneumatisch, hydraulisch) oder durch Verwendung von Zeitbausteinen (SPS).
 
  Verzögerungsglied
Zeitglied, das Signale verzögert weitergibt.
 
  Viskosität
Die Gießfähigkeit ist der Widerstand einer Flüssigkeit gegen das Strömen. Man unterscheidet dynamische und kinematische Viskosität. Die Viskosität der Hydraulikflüssigkeiten ist stark temperaturabhängig.
 
  Vollautomatisierung
Oberste Stufe der Automatisierung. Der Automat übernimmt den gesamten Arbeitsablauf. Einem CNC-Drehautomaten wird z.B. das Bearbeitungsprogramm für ein kompliziertes Drehteil eingegeben; dieses Teil wird dann vollautomatisch vom Rohling ausgehend gefertigt. Unterhalb der Vollautomatisierung gibt es die Stufen Mechanisierung und Teilautomatisierung.
 
  Vollduplex
Serielle Datenübertragung mit je einem Leiter für Senden und Empfangen. Informationen können also gleichzeitig in beide Richtungen übertragen werden.
 
  Volt (V)
Abgeleitete Einheit für die elektrische Spannung. Häufig in der Steuerungstechnik eingesetzte Spannungen sind 380V, 220V, 24V und 5V.
 
  Volumenstrom
Menge der Hydraulikflüssigkeit pro Zeiteinheit. Der Volumenstrom ergibt sich aus der Querschnittsfläche des Rohres mal der Geschwindigkeit der Flüssigkeit. In einem Rohr ist der Volumenstrom überall gleich (Kontinuitätsgesetz).
 
  Vorsteuerung
Steuerungsart pneumatischer und hydraulischer Ventile. Die im großen Volumenstrom sitzenden Hauptsteuerventile werden hydraulisch durch die kleinen Vorsteuerventile angesteuert.
 
  Vorwahlzähler
Zählbaustein, der einen vorgewählten Zielwert mit dem Istwert vergleicht. Bei Erreichen des Zielwertes wird ein Signal ausgegeben.
 
  W  
  Wahrheitstabelle
Eine tabellarische Darstellung für eine logische Verknüpfung. Alle
möglichen Kombinationen der Zustände der Eingangsvariablen und der Zustände
der einen Ausgangsvariablen sind aufgelistet.
 
  Wasserabscheider
Zwischen Verdichter und Windkessel wird bei größeren Druckluftanlagen ein Nachkühler mit Wasserabscheider eingebaut, mit dem bereits ein Großteil des Kondensats ausgeschieden wird.
 
  Watt
Abgeleitete Einheit der Leistung.
 
  Wechselstrom
Elektrischer Strom ständig wechselnder Richtung. Wechselstrom zur Energieversorgung wird großtechnisch durch Generatoren erzeugt. Dabei ist der Verlauf des Stroms über der Zeit eine sinusförmige Wechselgröße. Zwischen dem nutzbaren Effektivwert Ieff der Stromstärke und ihrem Maximalwert Im besteht dann die Beziehung:
Ieff = Im / Wurzel aus 2 = Im * 0.707
 
  Weg-Schritt-Diagramm
Grafische Darstellungsmöglichkeit für Ablaufsteuerungen. Der Arbeitsablauf der Aktoren (z.B. Zylinder) wird in Abhängigkeit vom jeweiligen Ablaufschritt dargestellt. Die einzelnen Aktoren und Sensoren sind im Diagramm vertikal angeordnet, die einzelnen Schritte der Steuerung horizontal. Eine Funktionslinie zeigt in jedem Schritt den Signalzustand des betreffenden Signalglieds an. Signallinien verbinden die einzelnen Funktionslinien und geben an, welches Signalglied im Prozess welche Aktion auslöst; ein Pfeil gibt die Wirkungsrichtung an. Das Diagramm wird durch Symbole (wie S = Start) erläutert.
 
  Wegaufnehmer
Überbegriff für Messgeräte, die die physikalische Größe Weg in eine Spannung, eine Stromstärke oder eine Frequenz umformen.
 
  Wegeventil
Ventile, die den Weg eines Fluids beeinflussen. Sie sperren, öffnen oder verändern die Durchlassrichtung. Sie steuern also Start, Stop und Richtung eines Druckmediums. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Wege, Art der Betätigung, Anzahl der Schaltstellungen und durch ihre Konstruktionsweise.
 
  Wegmessverfahren
Anwendung eines Messprinzips, bei dem der zurückgelegte Weg eines Maschinenteils in eine elektrische Größe umgewandelt wird. Als Wegaufnehmer werden Potentiometer, Lichtschranken oder Dehnungsmessstreifen eingesetzt. Man unterscheidet zwischen inkrementaler und absoluter Wegmessung.
 
  Wegmeßsystem
Messeinrichtung zur Erfassung der Positionen an bewegten Teilen, z.B. Werkzeugschlitten, Roboterachsen usw. sowie die dazugehörige Auswerteelektronik.
 
  Wegplansteuerung
In einer Wegplansteuerung sind die Führungsgrößen vom zurückgelegten Weg oder der Stellung eines beweglichen Teils der gesteuerten Anlage abhängig.
 
  Weiterschaltbedingung
Eine Weiterschaltbedingung ist ein Signal, das ein Weiterschalten einer Ablaufsteuerung von einem Schritt auf den jeweils folgenden freigibt. (DIN 19237).
 
  Welle-Teilchen Dualismus
Hierunter versteht man, dass elektromagnetische Wellen, wie z.B. das Licht, als Teilchen, wie auch als Wellen betrachtet werden können. Ob man Licht als Welle oder Teilchen auffasst hängt vom jeweiligen Versuch ab.
 
  Wertetabelle
siehe Wahrheitstabelle
 
  Widerstand
Unter elektrischem Widerstand versteht man entweder eine abgeleitete Größe, die angibt, wie stark sich ein Leiter, ein Gerät oder dergleichen dem Stromdurchgang widersetzt.
 
  Widerstand (spezifischer)
Der spezifische Widerstand ist der Widerstand eines Leiters von 1 m Länge und 1 mm2 Querschnitt. Der spezifische Widerstand hat das Formelzeichen Ρ (griech. rho) und die Einheit Ω * mm2/m. Er wird meist für eine Temperatur von 20 °C angegeben.
 
  Widerstandsthermometer
Widerstandsthermometer sind elektrische Thermometer, deren Temperaturfühler von einem Messwiderstand gebildet wird, dessen Widerstandswert sich mit der Temperatur ändert (Thermistor). (DIN 16160)
 
  Winkelcodierer
Ein Winkelcodierer erfasst von einer Drehbewegung einzelne Winkelbereiche und gibt diese Information an die Steuerung weiter. Zur Erfassung wird ein optisches oder magnetkodiertes System eingesetzt.
 
  Wirkschaltplan
Der Wirkschaltplan ist eine Darstellung mit allen Einzelheiten. Teile eines Geräts werden zusammenhängend gezeichnet. Die räumliche Lage der Geräte zueinander bleibt unberücksichtigt. Dieser Plan wird bei Elektroinstallationen oft verwendet. Es werden für diese Art der Darstellung genormte Symbole verwendet.
 
  Wischimpuls
Zeitbaustein, der bei beliebig langem Eingangssignal einen Impuls erzeugt.
 
  Wortverarbeitung
Bitparallele Verarbeitung eines Bytes. Die Wortverarbeitung bezeichnet bei Speicherprogrammierbaren Steuerungen die Möglichkeit, über die logische Verknüpfung binärer Signale hinaus auch Binärzahlen zu verarbeiten, also Zahlen zu vergleichen, zu rechnen, Zahlen logisch zu verknüpfen, Daten ein- und auszugeben usw. Im Bereich der Wortverarbeitung unterscheiden sich Speicherprogrammierbare Steuerungen sehr stark. Je nach Umfang und Art der Wortverarbeitung ist eine SPS leistungsfähiger und komfortabler als eine andere.
 
  Z  
  Zahlensysteme
Zahlen sind für uns alle ein wichtiges Instrument zum Zählen, Rechnen, Darstellen, Bezahlen, Bewerten usw. Dabei verwenden wir das Dezimalsystem, also ein Zahlensystem, das 10 verschiedene Ziffern kennt, die Ziffern 0 bis 9. Wollen wir eine Zahl bilden, die größer ist als es die größte Ziffer - die 9 - zulässt, dann müssen wir einen Übertrag bilden und eine mehrstellige Zahl bilden. Auf diese Weise können wir riesige Werte schreiben, obwohl uns nur 10 Ziffern zur Verfügung stehen.
 
  Zeitbaustein
Man unterscheidet Zeitbausteine nach ihrer Wirkung. Die Wirkungen sind wie folgt: Anzugsverzögerung, Abfallverzögerung, Wischimpuls und Taktgeber. Gleichgültig welcher Art der Zeitbaustein ist, er muss immer die folgenden Elemente beinhalten: Startimpuls, Signal für das Zeitende und eine Einstellmöglichkeit für die Zeit. Bei mechanischen Zeitbausteinen müssen diese Einstellungen als Anschlüsse belegt sein, bei Speicherprogrammierbaren Steuerungen müssen diese Elemente programmiert werden.
 
  Zeitglied
Ein Gerät, das Änderungen im Zeitablauf von Signalen ausführt. Es verkürzt oder verlängert Eingangssignale; z.B. Zeitrelais mit Anzugverzögerung.
 
  Zeitkonstante
Konstante, die ein Maß für die Verzögerung eines Ausgangssignals nach einer, meist sprunghaften Änderung des Eingangssignals ist.
 
  Zeitplansteuerung
Zeitplansteuerungen sind dadurch charakterisiert, dass ein Programmgeber (Nockenwelle, Lochstreifen oder ein Programm) die Steuerung führt und dass der Ablauf dieses Programms zeitabhängig ist.
 
  Zeitrelais
Elektrisches Relais mit einstellbarem Zeitverhalten. Es gibt anzugsverzögertes Zeitverhalten, d.h. nach Ansteuerung vergeht erst die eingestellte Zeit, bis das Relais anzieht, und abfallverzögertes Zeitverhalten, bei dem erst die eingestellte Zeit ablaufen muss, bis das Relais abfällt.
 
  Zeitschaltwerk
Funktionseinheit zum Verarbeiten von binären Schaltvariablen, wobei das Weiterschalten zeitabhängig ist.
 
  Zentraleinheit
Funktionseinheit eines Rechners oder einer SPS, bestehend aus Rechenwerk, Steuerwerk und Registern, die die Ausführung von Programmen steuert und überwacht.
 
  Zuluftdrosselung
Methode der Geschwindigkeitsregulierung des Vorhubs eines Zylinders, bei der die Luft zum Zylinder (Zuluft) gedrosselt wird. Nachteil: schon bei kleinen Lastschwankungen an der Kolbenstange (z.B. beim Überfahren eines Endschalters) entstehen sehr starke Unterschiede in der Vorhubgeschwindigkeit. Bei einfachwirkenden Zylindern ist nur Zuluftdrosselung möglich.
 
  Zuordnungsliste
Auch als Operandenliste bezeichnet. In der Zuordnungsliste werden die Bezeichnungen der Betriebsmittel wie Sensoren, Aktoren aus dem Schaltplan übernommen und den Ein- und Ausgängen der Steuerung zugeordnet.
 
  Zykluszeit
Die Zeitspanne zwischen dem Beginn zweier sich wiederholender gleicher Vorgänge eines Prozesses. Die Zykluszeit der Zentraleinheit einer Speicherprogrammierbaren Steuerung ist die Zeit, die die Zentraleinheit benötigt, ein ganzes Programm vollständig abzuarbeiten. Da jede Programmzeile eine Befehlsausführungszeit hat, ist die Zykluszeit mindestens so lange wie die Summe aller Befehlsausführungszeiten, die in einem Durchlauf des Programms ausgeführt werden. Dazu gehört das Lesen der Programmzeile aus dem Speicher, das Lesen des Signals (z.B. eines Eingangs), das Verknüpfen gemäß Programm usw. Durch Sprungbefehle können Befehle übersprungen werden, um Zeit zu sparen. Die Zykluszeit variiert bei heutigen SPS je nach Programmlänge und Programmiermethode. Zykluszeiten können zwischen 1 ms und 20 ms je 1000 Anweisungen liegen und unterscheiden sich sehr stark von SPS zu SPS. Die meisten SPS-Hersteller bieten einfache Testprogramme an, um die Zykluszeit zu messen.
 
  Zylinder
Fluidische Arbeitselemente zur Erzeugung von Linearbewegungen.
 
  Zählbaustein
Baustein zum Zählen von Ereignissen. Man unterscheidet Vor- und Rückwärtszähler, diese können mit einem Vorwahlspeicher ausgestattet werden.
 
  Zähler
Steuerungsbaustein zum Erfassen der Anzahl der Auf- oder Abflanken des ihn steuernden Signals. Dient zum Erfassen von Stückzahlen oder Ereignissen.